Tainted Grail: The Fall of Avalon – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Ist es Fluch oder Segen, wenn man als ambitionierter Indie-Entwickler jahrelang an einem Rollenspiel-Epos ganz in Art der modernen The Elder Scrolls-Teile werkelt und ­dann Bethesda höchstselbst prompt wenige Wochen vor der Veröffentlichung ein Oblivion Remastered in die Welt setzt? Einerseits erwächst so natürlich etablierte und prominente Konkurrenz, andererseits könnte das Genrefans ja erst recht Appetit darauf machen, ein neues Spiel statt ”aufgewärmte Kost” auszuprobieren.

Welches Szenario letztlich auf Tainted Grail zutreffen wird, muss sich erst noch zeigen, aber trotz aktuell wackeliger Technik lässt sich zumindest eines festhalten: Eine richtige Chance hat das Mammut-Rollenspiel von Questline auf jeden Fall verdient. Basierend auf dem Szenario eines Brettspiels versetzt Euch The Fall of Avalon in eine düster angehauchte Fantasy-Welt, die auf einer grimmigen Interpretation der König-Artus-Sage aufbaut und hier und da auch ein wenig H.R.-Giger-Flair aufblitzen lässt. Es warten Hunderte NPCs, Nebenmissionen und eine interessante Hauptstory auf Euch, was für Dutzende Stunden Beschäftigung sorgt.

Die meisten spielerischen Aspekte sind unübersehbar von The Elder Scrolls geprägt, aber durchaus mit durchdachten eigenen Ansätzen versehen, was neben der flexiblen Charakter­entwicklung vor allem für das Kampfsystem gilt. Bei dem könnt Ihr bis zu vier Waffensätze von Schwert über Pfeil und Bogen bis Zaubersprüche festlegen und im Gefecht flott wechseln, müsst aber stets auf Eure Ausdauer ­aufpassen. Die wird hier sehr stark gewichtet und ungestümes Vorgehen schnell bestraft. Dazu passt auch, dass die Feinde nicht an Eure aktuellen Werte angepasst werden. Gerade zu Beginn können Euch übermächtige Gegner gerne mal auf einen Schlag erledigen.

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belborn
8. August 2025 17:02

60St hört sich gut an.Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Paul Bearer
8. August 2025 13:16

Ich habe es vor kurzem durchgezockt, habe 60 Stunden gebraucht (aber nicht alles erledigt). Die Performance ist echt nicht toll, läuft aber bei mir viel stabiler als das Elder Scrolls Oblivion-Remaster. Hat schon ein paar Ecken und Kanten, vielleicht wie eine Mischung aus Skyrim und Gothic. Ich hätte auch eine höhere Wertung gegeben.

belborn
8. August 2025 9:12

Werde noch ein bißchen Arten wegen fertig gepatcht und so.Und es soll auch eine phys.Vers kommen.Würde mich freuen wenn du es zockst und deine Eindrücke schilderst

joia
7. August 2025 7:27

habs mir witzigerweise erst am vergangenen Wochenende geholt, weil ich einfach zu neugierig war und bereits ein paar Stunden reingesteckt – Ulrich beschreibt das recht gut und und – ja, es hat Ecken und Kanten, läuft aber erstaunlich gut und Story, Setting und die Stimmung sind einfach klasse bzw. haben die mich am Ball gehalten.

Werd´s weiter spielen, habs aber vorerst für Wuchang unterbrochen bzw. dazwischen einfach mal ausprobiert.

Kikko-Man
6. August 2025 21:52


Volle Zustimmung. Fuer mich braucht ein gutes Spiel seine Ecken und Kanten.

Max Snake
6. August 2025 20:35

Kommt drauf an, wie man da ran geht.

belborn
6. August 2025 17:29

Ich mag solche ambitionierten AAs.Trotz Haken und Ösen kann man damit mehr Spaß haben als mit glattpolierten 100Mio Produktionen.Steckt einfach Herzblut drin.