Nintendo lässt In-Game-Hilfe patentieren

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Ein neues Patent von Nintendo wurde jetzt publik. Bei der als Kind Code bezeichneten Technik handelt es sich um ein Hilfesystem, das den Spieler auf Knopfdruck mit Tipps versorgt. Erfunden hat es Designer-Legende und Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto.

In der Patentschrift sind drei Funktionen aufgeführt: Game, Digest und Scene Menu (siehe Bilder).

Game bedeutet: Spiele wie gewohnt.

Digest bedeutet: Das Spiel wird chronologisch präsentiert, Filme und Spielszenen laufen selbstständig ab. Zudem kann der Spieler an einer beliebigen Stelle aktiv ins Geschehen eingreifen.

Scene Menu bedeutet: Der Spieler darf Szenen (Rätsel, Bosskämpfe etc.) wählen und sie wiederholt zocken – die notwendige Ausrüstung wird gestellt.

Darüber hinaus ist es möglich, sich an einer schwierigen Stelle eine Hilfestellung einblenden zu lassen. Der Spieler klickt auf den Hint-Button und bekommt zum Beispiel eine Videosequenz zu sehen, in der das unüberwindbare Rätsel gelöst wird.

Kurz nach Bekanntwerden des Patents ging in diversen Internet-Foren die Spekulations-Lawine ab. Auf einigen Patentzeichnungen ist die Überschrift Legend of OO zu sehen, was Gerüchte nährte, dass das System mit dem nächsten Legend of Zelda Premiere feiere. Nintendo wolle damit die neu erschlossene Käuferschicht der Gelegenheitsspieler an komplexere Gamer-Titel heranführen, so der Tenor im Netz.

Wann und in welchem Spiel das Hint-System auch auftaucht: Eine geniale Idee ist es allemal – denn wer will schon 60 Euro ausgeben und an einem Rätsel mitten im Spiel hängen bleiben?

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Tiuri
13. Januar 2009 2:15

Ich weiß nicht, ich mag sowas nicht. Hänge ich mal irgendwo im Spiel und bin grad zu ungeduldig, nehme ich diese Hilfen vielleicht viel zu schnell in Anspruch..Am besten man bietet sowas als Zusatzcontent zum Downloaden an – so für denkresistente Casual-Gamer. 😀

captain carot
12. Januar 2009 17:22

Da gilt es halt die Waage zu halten zwichen langjährigen Zockern und Casual-Gamern.Wenn ich daran denke, wie bockschwer früher Spiele waren, z.B. die alten Castlevanias oder Probotector und wie leicht manche Titel heute sind, da musste man doch früher sehr frustresistent sein.Das ganze ist aber auch auf mich abgefärbt.Nachdem ich letztens Mirrors Edge und Halo2 gespielt hab, habe ich mich nochmal an Killzone gesetzt und teilweise über die ach so unfairen Rücksetzpunkte geärgert.Um Gelegenheitsspielern so Core Games zugänglicher zu machen find ich das eine gute Idee. Man muss es ja anscheinend nicht nutzen.

Lofwyr
12. Januar 2009 16:38

Ich finds unnötig. Auf die Art und Weise versaut man sich doch den Spielspass und wie will man dann besser werden?

jcmrc
12. Januar 2009 18:18

Im Prinzip ist das System ein “”best of Hilfestellungen””.Ich kann die Idee nur Begrüßen. Das könnte für uns nämlich auch heißen, dass zukünftige Nintendo Spiele wieder den knackigeren Schwierigkeitsgrad früherer Big N Spiele spendiert bekommen. Sollte ein unerfahrener Spieler mit dem weiterkommen zu kämpfen haben, lässt er sich einfach Tipps einblenden, oder “”überspringt”” die schwere Stelle.Die Funktion für die Szenenauswahl ist klasse, um die spektakulärsten/schönsten/emotionalsten Spielszenen noch einmal zu erleben.Ein Haken hat das System aber:Der unerfahrene Spieler läuft Gefahr, seinen Status aufrecht zu erhalten. Denn wer seine Fähigkeiten nicht trainiert, der wird sich auch kaum steigern können.off topic edit: endlich gibt es eine edit Funktion 😉