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| Spiel: | Simogo Legacy Collection |
| Publisher: | Simogo |
| Developer: | Simogo |
| Genre: | Retro-Sammlung |
| Getestet für: | Switch, Switch 2 |
| Erhältlich für: | Switch, Switch 2 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 2 / 2026 |
Das kleine schwedische Entwicklerteam Simogo hat in der vergangenen Dekade lediglich zwei Spiele veröffentlicht – das sehenswert inszenierte Musik-Spektakel Sayonara Wild Hearts (69% in M! 11/19) sowie den ebenso stilvollen wie anspruchsvollen Abenteuer-Knobler Lorelei and the Laser Eyes (85% in M! 07/24) –, damit aber einiges an Beachtung eingeheimst. Weit weniger bekannt sein dürfte dagegen, dass Simon Flesser, Magnus Gardebäck und ein paar Mitstreiter davor einen Schwung kreativer Werke (fast) nur für Mobile-Hardware verantworteten. Deshalb haben sich die Macher aufgerafft und ihre Games aus dem Zeitraum 2010 bis 2015 als Simogo Legacy Collection zusammengefasst, um sie so dauerhaft in möglichst originalgetreuer Form zu erhalten, aber auch auf moderner Hardware zugänglich zu machen.
Dass dabei die Switch-Familie den Vorzug gegenüber PlayStation und Xbox erhalten hat, ist leicht nachvollziehbar. Beinahe alle der sieben enthaltenen Spiele sind darauf konzipiert, über Touchscreen und teils durch Drehen des ganzen Geräts bedient zu werden – und das funktioniert eben nur hier optimal. Zwar sind Maus-Steuerung (bei Switch 2) oder per Analogstick bedienbare virtuelle Mauszeiger als Optionen ordentlich implementiert, aber alles andere als ideal.
Neben allerlei Bonusmaterial wie multimedialen Erzählungen, unveröffentlichten Prototypen und Arbeitsfassungen stehen natürlich die sieben ”alten” Simogo-Titel im Fokus, die von kurzweiliger Geschicklichkeit über experimentell erzählte und knifflige Rätsel-Abenteuer bis hin zu abstrakten Minimalismus-Knobeleien reichen. Natürlich merkt man diesen ihre mobile Herkunft (lediglich Year Walk bekam einst eine Umsetzung für Nintendos glücklose Wii U) an, trotzdem wirken sie auch heute noch angenehm frisch und funktionieren auf ihre Art einwandfrei. Ein Kosmo Spin mag sich dabei schneller abnutzen als das umfangreichere Beat Sneak Bandit, während The Sailor’s Dream, Year Walk und DEVICE 6 bei allem Einfallsreichtum als (relativ) kurze und abgeschlossene Erlebnisse konzipiert sind. Bumpy Road und SPL-T wiederum funktionieren nach dem Endlosprinzip und taugen schon alleine deshalb als kurzweilige ”Eine Runde noch”-Happen.








