REANIMAL – im Test (PS5)

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Die schwedischen Little Nightmares-Entwickler hinterfragen die Evolu­tion der Reihe und zeigen, wie ein dritter Teil eigentlich ­hätte aussehen müssen. Das fängt beim Multiplayer-Modus an, der plattformübergreifendes ­Spielen, die Friend-Pass-Funktion und den guten alten Couch-Koop unterstützt. Kein Wunder, denn REANIMAL ist voll und ganz auf kooperative Albträume ausgelegt. Selbst wer solo loszieht, hat einen (gelungenen) KI-Partner an der Seite. Ein Geschwisterpaar muss sich durch abstrakt-grausige Albtraumwelten schlagen, um drei Freunde wiederzufinden und auf dem Weg Traumata zu bewältigen. Dazu erkunden die beiden sozusagen ”Themenwelten”, die inselhaft angelegt und über Wasserwege verbunden sind, die per Boot bereist werden. Davon darf man jedoch nicht auf Open World schließen. Die Kinder rennen durch lineare Abschnitte, müssen hüpfen, schleichen und kooperativ angelegte Aufgaben lösen. So ist etwa koordiniertes Pumpen auf einer Draisine angesagt oder gemeinsames Rotieren von Dreh­rädern, um Schleusentore zu öffnen. Gekämpft wird auch, doch das Schwingen von Brecheisen und Messer ist sehr behäbig, weshalb man immer nach einer Alternative zum Kampf suchen sollte. Etwa in einem düsteren Raum, in dem Mobbing-Kinder schlafen: Kampf ist zwar möglich, weckt aber nach und nach die ganze Horde auf, was mangels einer Lebensleiste unserer Protagonisten schnell zum ”Game over” führt. Die Alternative lautet, zwischen den dämonenhaften Kindern hindurch bis zur Tür am anderen Ende des Zimmers zu schleichen.

REANIMAL begeistert optisch und akustisch mit düster-grotesken Umgebungen und deren fantastischem Spiel mit Licht und Schatten, unterstützt von einer bedrückenden Klangkulisse. Dazu kommen die schaurig-abstrusen Gegner wie über den Boden schlängelnde Menschenhäute und dämonisch verzerrte Tiere. Gleich zu Beginn wird es besonders fies, wenn die Geschwister ständig auf der Flucht vor einem bizarren, riesenhaften Kindermörder sind, der sogar per Eiswagen mit dudelnder Lautsprechermusik auf die Jagd geht. Hier wird auch sofort klar, dass es sich nicht etwa um ein lustiges Spielchen für zwischendurch handelt. Die verarbeiteten Themen präsentieren sich zwar zum Teil sehr abstrakt, sind aber ziemlich offensichtlich erkennbar und können je nach Gemüt und Empfänglichkeit für solche Dinge mental ganz schön belasten. Das ist letztlich auch der Grund für die Altersfreigabe ab 18 Jahren.

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softkey
10. April 2026 10:55

Ich habe neulich mal die Demo runtergeladen, muss ich aber noch ausprobieren 😉.