Brasilianischer Senator kämpft gegen brutale Spiele

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Der brasilianische Senator Valdir Raupp (Foto) hat einen Gesetzesentwurf eingereicht, nach dem die Verbreitung “anstößiger” Computer- und Videospiele in Zukunft eingedämmt werden soll. Konkret sollen “die Herstellung, der Verkauf, der Import, der Handel und der Besitz von Videospielen, die die persönlichen Traditionen, den Glauben, die Religion und die Symbole des Kunden beeinträchtigen” mit dem Gesetz unterbunden werden.

Die Bildungskommission des brasilianischen Senats hat den Entwurf bereits abgesegnet, nun wird sich das Komitee für Verfassung und Justiz in letzter Instanz um das Anliegen kümmern. Es wird vermutet, dass in Zukunft Verstöße gegen dieses Gesetz mit Haftstrafen von einem bis drei Jahren bestraft werden. Noch unklar ist, welche Spiele als “anstößig” gelten werden und welche nicht.

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LaLaLand
7. Dezember 2009 18:23

Gibts besagte Spiele (mir würd jetzt keines einfallen, Dantes Inferno vielleicht ?) eben nur noch beim Favela Händler des Vertrauens. Und wenn man schon mal da ist, kann man auch gleich noch ein Packerl Koks und neue Munition mitnehmen.

WNxKraid
7. Dezember 2009 17:41

Das Ganze soll doch nur von wirklichen Problemen ablenken und ganz nebenbei die Menschen vor Wertvorstellungen und Weltanschauungen anderer Länder (hauptsachlich wohl USA) schützen.Einfacher wirds echt nicht für die Hersteller, in Deutschland und Australien Gewaltzensur, in Amerika bloß keine Nacktheit, in Quebec bitte nur Spiele in französischer Sprache (wäre ja auch schlimm wenn man mal etwas Englisch lernen würde) in Venezuela am besten gar nichts veröffentlichen… .Es scheint ganz so als würden sämtliche Regierungen der Welt bei diesem Medium ganz genau hinschauen, kritisieren und natürlich zensieren.

Segabasti
7. Dezember 2009 17:28

@SoAD: jede andere regierung, der Seitenhieb war gut XDBrasilien hat echt andere Sorgen, zu wenig Essen und zu schlechte Hygienische bedingugnen für über 150 Mio. Einwohner, da gehts anderen, vermeintlich ärmeren Ländern, wie Chile oder Bolivien deutlich

Digger Boomshot
7. Dezember 2009 17:09

Konkret sollen “”die Herstellung, der Verkauf, der Import, der Handel und der Besitz von Videospielen, die die persönlichen Traditionen, den Glauben, die Religion und die Symbole des Kunden beeinträchtigen”” mit dem Gesetz unterbunden werden.Allein die Formulierung des Gesetzesentwurfs führt die ganze Sache ad absurdum.Wenn der Kunde sich in irgendeiner Weise vom Spiel gestört, beleidigt, ect. fühlt, kauft er es doch im Normalfall erst gar nicht.Wenn nicht, tausch es eben um klopp es in die Tonne oder sonst was.Sollte das nicht der Fall sein, ist das Verbot doch vollkommen sinnlos. Dem Artikel nach zu urteilen zielt der Entwurf nämlich nicht zwangsläufig auf gewalthaltige Games ab. Wie bereits erwähnt hat man in Brasilien echt genug andere Probleme, ähnlich jeder anderen Regierung die sich mit solchem Schwachsinn beschäftigt.

captain carot
7. Dezember 2009 10:08

@DooM: Dem ist nichts hinzuzufügen.: Das Problem hat allerdings auch die brasilianische Regierung zur Stärkung eigener Hersteller geschaffen, in dem Falle Zeebo.

Segabasti
7. Dezember 2009 9:26

: Richtig, deshalb ist auch das Master system so erfolgreich in brasilien ;-)Was dem Kunden seiner Religion nicht entspricht, kauft er doch erst gar nicht, also ist dieses Gesetz unsinn. Da versucht einer Krampfhaft, zu Maßregeln, wo es unnötig ist.

Jab
Jab
7. Dezember 2009 1:36

Da spielt doch sowieso niemand… Die ganzen Spiele und Konsolen sind dort unbezahlbar teuer, kosten 1000€ nur für das System Aufgrund der hohen Zölle.

7. Dezember 2009 1:13

Der gute Mann sollte sich, angesichts der Probleme in seinem Land, lieber das Motto auf der brasilianischen Nationalflagge zu Herzen nehmen.Ordem i progresso…Ordnung und FortschrittOrdnung ist in Brasilien derzeit Fehlanzeige…und besonders fortschrittlich klingt das auch nicht.

Saldek
7. Dezember 2009 0:46

die die persönlichen Traditionen, den Glauben, die Religion und die Symbole des Kunden beeinträchtigenSymbole des Kunden? Religion? Was für ein Unsinn.