Capcom rechnet mit Umsatzrückgang von 30 Prozent

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Nach Nintendo hat jetzt auch Capcom seine Zahlen vom laufenden Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach sind die japanischen Spielhallen nach wie vor das Sorgenkind des Konzerns. Und weil Capcom Toptitel wie Lost Planet 2 oder Monster Hunter Tri verschoben hat, rechnet das Unternehmen mit stark sinkenden Einnahmen für das laufende Geschäftsjahr und einem Umsatz von bis zu 515 Millionen Euro. Das würde einen Rückgang von beinah 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.

Doch mit einem bisherigen Gesamtgewinn von 38,2 Millionen Euro – 84,3 Prozent mehr als im Vorjahr – kann Capcom trotzdem sehr zufrieden sein. Bis zum Stichtag im März soll der operative Unternehmensgewinn ca. 47,6 Millionen Euro erreichen. Der Nettogewinn soll schätzungsweise 15,8 Millionen Euro betragen.

Nachfolgend die einzelnen Unternehmensbereiche im Detail:

Home Video Games

Der Umsatz der Sparte ‘Home Video Games’ stieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres um 25,2 Prozent auf etwa 264,9 Millionen Euro an. Als Cashcows können die Monster Hunter-Serie und Resident Evil 5 bezeichnet werden. Der operative Abteilungsgewinn erreichte etwa 55,4 Mio. Euro.

Arcade Operations

Weil immer weniger Japaner in den Spielhallen des Konzerns zocken, gilt die Sparte ‘Arcade Operations’ als Capcoms Sorgenkind. Der Umsatz sank weiter um 11 Prozent auf etwa 70,8 Millionen Euro. Doch aufgrund von Sparmaßnahmen stieg der operative Gewinn um 295,9 Prozent auf ca. 3,5 Millionen Euro an.

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captain carot
2. Februar 2010 23:10

3,5 Mio operativer Gewinn ist aber nicht mehr üppig. Wenn ich mir das aktuell anschaue lohnt es sich bei Beat em Ups anscheinend ehr dafür, das Balancing der Konsolenversionen zu perfektionieren. o_ODazu kommt, während in Japan die Arcades noch halbwegs fit sind, sind sie woanders tot. Ich glaube einfach nicht, dass das noch länger als 5-6 Jahre gut geht.

tak
tak
2. Februar 2010 21:58

70 Millionen Umsatz allein bei Capcom (da erscheinen die 265 Mio der Konsolensparte gar nicht mehr so groß), Sega und Namco setzen auch ein paar Millionchen um. Arcades sind in Japan lange nicht tot, ja sie haben große Probleme und verlieren massiv an Spielern und der Gewinn und nicht Umsatz zählen, aber durch Einsparungen usw. könnten die verkleinerten Arcades in Japan noch lange existieren.

captain carot
2. Februar 2010 21:32

So leid es mir tut, das sagen zu müssen, die Arcades sind Geschichte. Langsam wird es wohl Zeit, ein Stück Videospielgeschichte sterben zu lassen.Monster Hunter Tri und Lost Planet 2 dagegen bedeuten, dass das Heimgeschäft im nächsten Fiskaljahr um so dicker wird. Finden die ANALysten und Ratingagenturen vllt. nicht so prickelnd, aber unternehmerisch ist´s wohl kein Beinbruch.