Schweiz fordert Verkaufsverbot aller “Killerspiele“

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In der Schweiz existiert weder eine einheitliche Prüfungskommission wie hierzulande die USK, noch gilt das nach deutschen Jugendschutzanforderungen lasche PEGI-System. Das könnte sich bald ändern: Die Rechtskommission des schweizerischen Ständerats legt zwei Empfehlungen vor, wie mit so genannten “Killerspielen“ umzugehen sei. Darin wird ein Verkaufsverbot von “Killerspielen” an Kinder und Jugendliche formuliert, ebenso wie ein absolutes Verkaufsverbot – auch Erwachsene dürften demnach solche Spiele nicht kaufen.Beide Vorschläge wurde durchgewunken und stellen sich nun einem parlamentarischen Ausschuss zur Prüfung, sind also noch lange nicht rechtskräftig. Kurioserweise wurde noch nicht einmal eine Definition des Begriffes “Killerspiele“ vorgebracht.

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Swiss WildOne
20. Februar 2010 21:59

@ captain carot: Richtig. Mühsam finde ich einfach, dass die Politiker immer das Gefühl haben, sie kennen das Problem. Das Problem ist aber der Mensch, nicht das Spiel. Denn ein Spiel bringt niemanden um.@ the riddler: Falsch. Aber es gehört irgendwie daz

_the riddler_
19. Februar 2010 12:51

also ich find das sh… weil ich ja in der Schweiz wohne und Killerspiele liebe. ein Gameabend ohne Killerspiele geht einfach nicht. odr??

captain carot
19. Februar 2010 7:41

Ja, wenn du aber hier alleine schon den Wehrdienst verlängerst sind in Deutschland Auslandseinsätze möglich. Außerdem sind mehr als einmal Soldaten bei Schießübungen, im Wachdienst usw. erschossen worden, aus Versehen natürlich.Zusätzlich sind Shooter im Prinzip für Erwachsene gedacht. Das gehört genau so sehr in Kinderhände wie Rambo 4 oder Dawn of the Dead, nur sollten sich darum eigentlich Eltern kümmern. Ich achte auch darauf, was meine Tochter spielt oder guckt, das werd ich auch machen, wenn sie zehn oder dreizehn ist. Sicher, irgendwann wird damit auch mal Ende sein, aber bis zu einem gewissen Alter sehe ich das als meine Pflicht an.

Swiss WildOne
18. Februar 2010 21:37

Dass man mit 18 im Militär eine Waffe in die Finger gedrückt erhält, ist schon richtig, aber du schiesst damit auf keine Menschen. Theoretisch könnte es während der Ausbildung zu so einer Situation kommen, aber das ist sehr unrealistisch. Und dann muss derjenige auch noch abdrücken.Das Problem liegt einfach darin, dass jeder in einem Shooter-Game andere Menschen tötet, wenn auch nur digitale.Aber genau da müssten meiner Meinung nach die Eltern mehr Einfluss nehmen und sich halt auch mal richtig damit auseinandersetzen, was ihr Kind da zockt. Und ein USK- oder PEGI-Logo in der heutigen Übergrösse ist ja wohl wirklich nicht zu übersehen.www.gamerights.ch

captain carot
18. Februar 2010 20:37

Ehrlich gesagt finde ich auch eine Altersgrenze von 21 schwachsinnig. Ich mein, man darf mit 18 zum Bund bzw. auch zur Schweizer Armee, hantiert dort mit echten Waffen und kann, in jedem Fall beim Bund, theoretisch auch in der Schweiz, durchaus in Situationen kommen, in denen man echte Menschen erschiesst.Man überlege mal, innerhalb einer Staatsgewalt ist das völlig legitim, in anderen Medien sowieso, aber bei Spielen verboten?Psychologische Störungen nach Kampfeinsätzen sind jedenfalls nicht nur nachgewiesen sondern auch recht häufig, dagegen wüsste ich aber keinen Fall, in dem jemand einen psychischen Knacks einzig und allein durch´s Zocken bekommen hätte.Aber hey, jemanden mit 18-25 nach Afghanistan zu schicken (gilt natürlich nicht für die Schweiz, aber für uns) ist völlig ok.

Swiss WildOne
18. Februar 2010 21:12

Ich hätte nichts dagegen, wenn eine Altersbegrenzung ab 21 eingeführt würde, welche dann für uncut-Games stehen würde (die deutsche MW2-Version wäre somit ab 18, die uncut-Version ab 21). Ich bin bald 30, zocke seit ca. 20 Jahren und finde es einfach zum Kotzen, wenn mir der Staat vorschreiben will, was ich zocken darf und was nicht.Zudem würde ein komplettes Verbot eh nicht viel bringen, denn es gibt genügend andere Wege, um an ein “”verbotenes”” Game zu gelangen.Schade finde ich einfach, dass nach jedem Amoklauf auf sogenannte Killerspiele gezeigt wird. Vielleicht müsste man einmal die Erziehung hinterfragen, aber das ist natürlich wesentlich schwieriger, als ein Verbot aufzustellen. Einfach traurig, unsere Politiker!Unterstützt uns auf http://www.gamerights.ch

kingofthelivingdead
18. Februar 2010 19:11

K Ä S E !!!

TERROR 78
18. Februar 2010 14:50

Ne, ich stamme aus Saarbrücken.Aber die Shirts gibt’ s oft… Apropos, hab grad vom Vorfall in ‘ner Ludwigshafener Schule gelesen, bei der ein 22Jähriger ‘Amok’ gelaufen ist. Keine Frage, ‘ne sehr schlimme und tragische Geschichte, aber für einige wieder Wasser auf ihre ‘totales Verbot’ Mühle.So, denn mach ich mich ‘mal auf ‘ne Hausdurchsuchung gefasst… =) LOL

Napalus
18. Februar 2010 12:57

@TERROR78Du kommst aber nicht zufällig aus Karlsruhe??Weil Ich kenne da jemanden aus dem pädagogischen Bereich der das gleich Shirt trägt.

Ash Rockford
18. Februar 2010 11:29

http://www.gamerights.ch/WIR brauchen jeden Schweizer!! Also meldet euch! Schliesslich geht es um unser Hobby!!

LaLaLand
18. Februar 2010 0:30

@TERROR: Du sprichst mir aus der Seele. Wir hatten früher in der Stadt ein amerikanisches GI Kino, da kamen die Filme immer früher in der Orignalfassung. Da hab ich dann zum erstenmal bemerkte, daß sogar im Kino die deutsche Version geschnitten war, im KI

MORTAL-X 2222
18. Februar 2010 0:23

Wie soll man auch ein Genre Definieren das es nicht gibt. Ich kenne beat em up Ego Shooter und Eroge aber von Killer-spiel hab ich in 23 Jahren Game Erfahrung noch nie gehört. Die Menschen sollten etlich mal lernen das man die Probleme der Gesellschaft nicht Lösen kann idem man Video und Computerspiele verteufelt.

TERROR 78
18. Februar 2010 14:51

Tja, das soltest Du !Wenn Du wüsstest, welches Passwort ich erst verwende… LOLNe, ich kann dich beruhigen, ich übe sogar einen pädagogischen Beruf aus und trage ständig dieses Shirt auf dessen Front steht “”… Ja ich spiele Killerspiel…”” und auf der Rückseite “”… Nein, ich plane keinen Amoklauf…””. =)Aber der Index geht mir schon seit Kindesbeinen auf den Zeiger. Ich hab mir damals schon etliche Fanzines durchgelesen, in denen Schnittberichte von Filmen aufgelistet wurden. Dies betraf auch nicht immer nur den Splatteranteil – es wurden ganze Dialoge gecuttet. Zusammengefasst ist alles ‘ne riesengrosse Sauerei – warum werden mündige Bürger in ihren Grundrechten beschnitten?Schon traurig, jetzt muss vermutlich auch noch die Schweiz d’ran glauben…

LaLaLand
17. Februar 2010 22:44

Splatterfilme, Schützenverein, Death Mettal…und dann heißt er auch noch TERROR 78! Ich hab angst!

captain carot
17. Februar 2010 21:29

@Svenni: Wenn also die Eltern ein dreijähriges Kind Rambo 4 gucken lassen ginge das in Ordnung?Nein, da ist es schon irgendwo richtig, dass der Staat sich im gewissen Rahmen einmischt, Altersfreigaben vorgibt, bestimmte Dinge gar unter Strafe stehen. Die

TERROR 78
17. Februar 2010 21:17

Hm, wenn man nach den Fakten geht, wäre ich das Musterbeispiel für einen Amokläufer ->ich bin ein eingeschworener Zocker, der seinen ersten Splatter Film mit zwölf Jahren gesehen hat; ich liebe Shooter; ich liebe Gore; ich sammle Splatter -home-made Filme; hab’ auch nicht übermäßig viele soziale Kontakte; war im Schützenverein; habe ‘nen Waffenschein und höre bevorzugt Death/Black Metal… Tja, warum habe ich wohl noch nicht meine Grundschule ausgeräuchtert…?So, jetzt aber ‘mal ernst – es ist das alte, leidige Thema – reagieren, statt planvoll zu agieren. Ich denke, Aufklärung wäre hier das geeignete Stichwort, nicht Verbot und Stigmatisierung. Warum wirken sich manche Games schädlich auf bestimmte Individuen aus? Oder sind es am Ende gar nicht die Games, sondern die nicht oder nur zum Teil erfolgte Sozialisation bei manchen Jugendlichen? In wie weit spielen hier die mangelnde Erziehung, das soziale Umfeld, soziale Deprivation, fehlende emotionale Bindung, überforderte Eltern, allein gelassene Kinder usw… tragende Rollen…?Alles gute Fragen, doch was ist die simple Antwort – die bösen Killergames sind allein verantwortlich, also erfolgt ein totales Verbot. Das komische hierbei ist noch die Tatsache, dass solche Verbote von Leuten ausgesprochen werden, die von der Materie fast keine Ahnung haben.Darüber hinaus denke ich, dass es im Endeffekt eine Kostenfrage ist – Aufklärung kostet – totales Verbot ist weitaus preisgünstiger und bringt dazu noch Wählerstimmen vom gemeinen Stammtisch-Volk.

DonCurrywurst
17. Februar 2010 19:43

: Naja, kann jemand anders sehen als du…wäre aber unsinnig. Ich habe bereits mit 13 Jahren Soldier of Fortune gespielt und auch nichts Negatives davongetragen. Meine Mutter hat sich damals immer mal mit mir hingesetzt und geguckt, was ich gez

Athavariel
17. Februar 2010 19:41

carotDanke und deinem Post kann ich nur zustimmen.

Svenni1992
17. Februar 2010 17:33

kinder schützen kann man so und so sehen.. meiner meinung nach is das nicht die aufgabe der regierung sondern die aufgabe der eltern… sprich jeder darf das gucken bzw spielen was er will wenn es die eltern zulassen oder auch nicht, ich meine ich bin auch groß geworden obwohl ich früh counter strike gespielt habe und es hat mich nciht in meiner entwicklung oder in meinem verhalten beeinträchtigt … naja sieht jeder anders:D

captain carot
17. Februar 2010 17:33

: Viel Erfolg!Ein totales Verkaufsverbot ist einfach Schwachsinn. In Zeiten des Internets bestraft man damit höchstens ehrliche Erwachsene, die lieben kleinen bekommen es doch eh von Saugstube, Rapidshare und co.Als Vater würd ich mal ganz einf

Ash Rockford
17. Februar 2010 17:21

http://www.gamerights.ch/Wer mehr wissen möchte….Rettet unsere Spielerkultur in ganz Europa! “”Killerspiel”” ist ein Sprungbrett für möchtegern Politiker!Im TV wird alle 2.3 sekunden Gewalt an Menschen dargestellt, dort wird es tolieriert und celebriert. Wir Erwachsene werde bevormundet! Kinder schützen ja, Erwachsene um ihr Recht zur Selbstbestimmung beschneiden NEIN!

Athavariel
17. Februar 2010 16:57

Hier noch ein Interview mit dem Präsidenten der Rechtskommission des Ständerateshttp://www.20min.ch/news/schweiz/story/Verbot-von-Killerspielen-bringt-keine-Loesung-15410582Irgendwie typisch für die Politik man schlägt irgendwas zur Annahme vor, in diesem Fall eine Motion, und wahrscheindlich wird sie auch angenommen, aber man hat keine Ahnung wie ein solches Gesetz aussehen soll. Der Bundesrat soll einfach mal etwas vorschlagen.Das ist blinder Aktionismus. Niemand soll sagen können wir tun nichts.

extremo
17. Februar 2010 16:37

Wie Athavariel schon sehr schön gesagt hat, dauert ein solches verbot (wenn sie denn überhaupt durchkommt, was ich aber bezweifle)bis es mal in kraft treten würde noch einige Monate. Eigentlich ist diese Nachricht gar keine News wert. In jeder Regierung gibt es mehr als genug (alte) Politiker welche einfach keinen Bezug zu unserem Hobby haben, und regelmässig ein verbot vom gewissen Videogames fordern. Vor allem ist der Titel der News “”Schweiz fordert Verkaufsverbot”” mehr als unkorrekt!!

17. Februar 2010 15:18

Stellt euch mal vor, unsere Regierung kauft eine schweizer CD mit den Namen aller Killerspielbesitzer…! WIR SIND AM ARSCH!

LaLaLand
17. Februar 2010 14:31

yeah, schön alles kriminalisieren, am besten überall. das klappt schon bei den drogen so gut. am ende werden spieler sich in dunklen hinterhofecken tummeln müssen, wenn sie das neue CoD kaufen wollen und hoffen, daß es gute ware ist und nicht gleich abstürzt. und organisiertes verbrechen hat endlich eine einnahmequelle mehr.

Svenni1992
17. Februar 2010 13:42

mir egal is ja in der schweiz:D aber totales verkaufs verbot wäre quatsch

Athavariel
17. Februar 2010 13:33

Noch ist noch lange nichts fix, was ein allfälliges Verbot betrifft. Wie gesagt hier handelt es sich um eine Empfehlung der Rechtskommission des Ständerates. Der Ständerat behandelt die beiden Motionen dann in der Frühlingssession die im März 2010 beginnt. Bei der Annahme muss dann die Regierung (Bundesrat) einen Gesetzesentwurf erarbeiten. Danach geht der Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung, wo sich die politischen Parteien dazu äussern dürfen.Der nächste Schritt wäre dann die Behandlung des Gesetzesentwurfes in den beiden Parlamentskammern National- und Ständerat. Bei Differenzen in der Beratung kommt es maximal zu je 3 Behandlungen in den Räten. Bestehen danach immer noch Differenzen geht der Gesetzesentwurf in die Einigungskonferenz der beiden Kammern.Die Einigungskonferenz erarbeitet dann einen Konsens der wiederum von National- und Ständerat angenommen werden muss. Geschieht dies nicht ist das Gesetz vom Tisch. Wird es hingegen spätestens nach der Einigungskonferenz von beiden Räten angenommen, besteht immer noch die Möglichkeit eines Referendums dafür benötigt man 50’000 Unterschriften.Dieser ganze Prozesse kann Jahre dauern, bei uns in der Schweiz üblich. Es gibt Beispiel da sind sogar Volksentscheide erst nach Jahrzehnten umgesetzt worden – Bsp. Mutterschaftsversicherung.Zudem beginnen sich in der Schweiz die Erwachsenen Spieler zusammenzuschliessen um Aufklärungsarbeit zu betreiben. Zu finden auf http://www.gamerights.ch

Commander Jeffer
17. Februar 2010 12:48

Hallo liebe Leut!Da sieht man das die Kälte den Politikern in der Schweiz schon ziemlich schwer zugesetzt hat.Ich hoffe nur das hier zu lande nicht allzu viele übereifrige Politiker etwas davon mitbekommen.Bevormundung haben wir schon genug.

SuperBrot007
17. Februar 2010 12:45

was ist wohl leichter? besoffene jugendliche die unbeschwert an alkohol kommen und gleichgesinnte und unbeteiligte (mittlerweile) schon totschlagen, das beschaffen von alkohol zu erschweren bzw. sogar eine öffentliche ächtung des alkohols ausrufen? (alkohollobby lässt grüßen)oder gar thematisieren das viele eltern nicht mehr fähig sind ein kind zu erziehen weil sie selbst verhätschelt wurden und nun denken das kinder “”kleine erwachsene”” sind die man auf augenhöhe wie partner behandeln muss und die kinder so keine grenzen mehr kennen?oder einfach gegen videospiele in denen scheinbar plakativ gewalt “”verherrlicht und gelehrt”” wird verbieten? (scheinbar noch keine soooo große lobby)im kontext von je nach methode gewähltem verlust an wählerstimmen dürfte wohl klar sein wer hier für den untergang der welt verantwortlich ist!

Nipponichi
17. Februar 2010 12:38

Die Schweizer gehen zu weit und scheinen es auch mit akutem Druck durchsezten zu wollen. Und ich könnte wetten, daß unsere Deppenpolitiker wie Seehofer sich das ganze zum Vorbild nehmen und es bei uns dann auch entgültig durchsetzen wollen bzw. werden. Ja ja, für das gesellschaftliche Übel in der Welt sind halt Videospiele schuld. Ja, nee, is klar.Wann wird die Presse, Politiker und viele übereifrige Eltern bzw. Jugendschützer endlich mal klug. Diese Torfköpfe kapieren es einfach nicht. Dann sollen sie sich erst einmal das TV anschauen. Ich sag mal “”Tom und Jerry””. Die gehen mit der Axt, einem Baseballschläger usw. aufeinander los. Aber das ist ja “”harmlos””. Oder wie sieht es aus mit dem ganzen Hip Hop-Zeugs (vor allem deutscher Hip Hop a la Aggro)? Da wird gerappt, daß es cool ist ein Verbrecher zu sein, im Ghetto zu leben, Frauen als Stück Vieh zum …….. zu betrachten usw. Wie wäre es dann auch mal auf sowas zu achten?Im Endeffekt kann mir das in der Schweiz ja egal sein, da ich nicht dort lebe, aber es geht darum, daß unsere Politker und co. verrückt genug sind, sich dieses Vorbild vorzunehmen. Ich höre jetzt lieber auf zu schreiben, da ich gerade wieder kotzen könnte.