Nintendo sagt: Gratis-Spiele? Nicht mit uns!

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Wer für seine Spiele nichts mehr löhnen will, der ist bei Nintendo an der falschen Adresse. So knapp lässt sich zusammenfassen, was der Firmen-Chef Saturo Iwata im Gespräch mit der Webseite All Things Digital spricht.

Natürlich äußert er sich zum Thema etwas detaillierter. So ist er der Meinung, dass es ein schlechtes Zeichen wäre und die Industrie dem Untergang näher käme, wenn man einfach das ‘Wir können nur mehr verkaufen, wenn wir den Preis senken’-Prinzip akzetieren würde.

Erf findet auch, dass das gesamte Freemium/Free-to-Play-Konzept nicht bedeutet, dass auch alle damit glücklich werden. Mithauptgrund dafür sei, dass letztlich nur ein geringer Anteil der Spieler dann überhaupt noch Geld ausgeben wollten. Deshalb sei NIntendo nicht daran interessiert, Spiele einfach zu verschenken. Er ist nicht überzeugt davon, dass das System auf lange Sicht wirklich rentabel bleiben kann.

Man müsse den Eindruck der Wertigkeit erhalten, denn wenn der einmal verloren ginge, wäre es sehr schwer, diesen Verlust wieder rückgängig zu machen.

Und nur weil viele Leuten sagen würden, dies sei die Zukunft, müsse Nintendo nicht darin einstimmen.

 

Was sagt Ihr dazu? Ganz falsch liegt Iwata-san ja sicherlich nicht: Denn wenn z.B. ein Spiel für iPhones mehr als 79 Cent kostet, wird ja heutzutage schon mal schnell die Nase darüber gerümpft…

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Jab
Jab
19. Juni 2011 21:58

Wer nicht mit der Zeit geht wird mit der Zeit gehen müssen.Nintendo sollte umlenken solange noch Zeit ist. iPad3, Facebook und Free-2-Play werden sie irgendwann aufressen. Die Wii U wird sicher noch Erfolgreich aber lange geht das nicht mehr gut.Ich als CEO würde jetzt schon anfangen zu handeln. Warum nicht ein Nintendo Gaming Handy, eine Mischung aus 3DS und Phone?Aber der Wii U Kontroller ist ja schon ans iPad angelehnt. Nur wird man auch mehr damit machen können als Zocken und Videocalls? Die Kunden von heute erwarten einfach mehr.

SideScroller
17. Juni 2011 22:56

Ich denke mal nicht das es viele Leute gibt die bereit UND fähig sind für Apple-Hardware(und Smartphones etc.) herausragende Spiele zu entwerfen. Weswegen ich für solche Games auch nie viel zahlen würde, für manche Nintendo-Titel hätte ich dagegen mehr als 50€ gezahlt. Wenn Qualität geboten wird kann Nintendo von mir aus gerne zur Kasse bitten.

captain carot
17. Juni 2011 8:54

Das ist eines der Probleme, es gibt eigentlich nur eine Handvoll richtig erfolgreicher Billiggames und FTP-Konzepte.Nur wird das beim Erfolg einiger, weniger Spiele allzu oft übersehen.

Transparenz Kubus
17. Juni 2011 2:59

Die ganze App Geschichte ist doch mittlerweile sowieso kaum noch relevant. Seit Angry Birds kommt doch nichts mehr was wirklich “”groß”” geworden ist.

Flammuss
16. Juni 2011 22:15

ich finde nintendos politik auch richtig!versucht doch mal, die ganzen ach so tollen, im nachhinein gekauften, free to play gegenstände bei eurem spiele händler zu verkaufen oder ein zu tauschen 😉

captain carot
16. Juni 2011 20:20

Beeberman hat´s treffend erfasst. Da Nintendo zum Ausgleich aber auch volle Spiele für den vollen Preis bietet anstatt ein bis zwei Drittel kostenpflichtig nachzuliefern^^ kann ich das auch gut akzeptieren.

Bodenpower
16. Juni 2011 19:58

Er hatt ja schon Recht aber kleine Handyspielereien kostenlos anzubieten ist doch okay Keiner verlangt ein Vollpreistitel für umsonst ^^

Beeberman
16. Juni 2011 18:31

Manche haben wohl den Text da oben gar nicht gelesen! Es geht nicht um Spiele die man geschenkt bekommt sondern um Spiele die grundsätzlich kostenlos sind, bei denen aber Zusatzinhalte in Form von Mikrotransaktionen gekauft werden können!Ich persönlich kann Nintendos Standpunkt ziemlich gut verstehen, deren Spiele sind meistens auch die Kohle wert und im Vergleich zur Konkurrenz immer noch billiger!Monster Hunter Tri hab ich damals für 35 Euro neu am Releasetag gekauft, welches PS360 AAA Game kann da mit halten (bevor sich jetzt manche fagen seit wann Monster Hunter von Nintendo ist, sie haben es in Deutschland vertrieben)?Was ich allerdings nicht einsehe, für ein altes Gameboyspiel noch bis zu 6 euro zu löhnen… das könnt ihr behalten Nintendo 😉

tetsuo01
16. Juni 2011 18:00

Richtig so, Nintendo bleibt was es ist, ein japanischer Hersteller von Videospielen und Spielkonsolen. Gottseidank haben sie noch nicht den Bezug zur Materie verloren wie zb Microsoft.

Bad3wann3
16. Juni 2011 17:56

Firmen kommen, Firmen gehen. Nur Nintendo war da, ist da und wird wohl auch immer da bleiben…

Unglueck
16. Juni 2011 17:01

Recht hat er, auf diesen sogenannten Free to Play-Bullshit kann ich gut und gerne verzichten. Ich möchte lieber weiterhin vollwertige Spiele und zahle dafür meine 40€.Das meiste was im AppStore als Spiel verkauft wird nannte man früher Shareware und die Bezahlung dafür war freiwillig.Ein schönes Beispiel für Free to Play ist dieses neue Magic Plainswalker Spiel, damit hat man ne halbe Stunde Wahnsinns Gratis-Spass!Multiplayer macht absolut keinen Sinn weil jeder zum Anfang die selben Karten bekommt.. Dafür muss man dann mehrere hundert Euro für virtuelle Karten ausgeben um vernünftig Multiplayer spielen zu können.. Oder man kann sich für Geld weitere Singleplayer Missionen kaufen.

16 Million Shades of Colour
16. Juni 2011 16:55

Haben Nintendo nicht erst ein gratis Excite Bike 3D angekündigt? So in Stein gemeißelt scheint die proklamierte Einstellung also nicht zu sein…

novistator
16. Juni 2011 16:51

Dieses Thema mit den sogenannten 1-dollar-apps wird ja bereits in diversen Foren ausgiebig diskutiert und namhafte Entwickler sehen darin Erzfeind der Core Games. Ich finde hier werden Aepfel mit Birnen verglichen. Als Besitzer eines iPhones kann ich sagen ich werde nie und nimmer auf volle Games auf den HD Konsolen oder selbst den Handhelds (PSP/DS) verzichten wollen. Diese Games sind zwar teurer, geben mir persoenlich aber ein weitaus tieferes Spielerlebnis. Und ich bin gerne bereit dafuer auch einen angemessenen Preis zu zahlen.