Nach dem Crowdfunding-Coup seiner Firma Double Fine (derzeitiger Spendenstand bei Kickstarter für das Adventure: über 1,7 Millionen Dollar) äußerte sich Tim Schafer gegenüber Industry Gamer über die Probleme der Independent-Szene. In puncto Publisher schlägt er überraschend milde Töne an – das kann er auch mit so viel Geld im Rücken. Dennoch ist er kritisch:
“Ich will sie nicht schlecht machen und sagen, Publisher seien übel, oder dass sie nicht das tun, was sie tun sollten”, sagte Schäfer IndustryGamers. “Es ist nur verständlich, da sie viel von ihrem eigenen Geld riskieren, dass sie auch in die Risiko-Minimierung investieren müssen – und diese wirkt sich negativ auf die Entwicklung aus. Aber ich glaube nicht, dass sie Idioten sind – bis auf diejenigen, die uns verklagten”, ergänzte er – wahrscheinlich anspielend auf die gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Activision, nachdem diese Brütal Legend gecancelt haben.
Die Risiko-Minderung sieht laut Schafer so aus, dass an einem Spiel so lange gefeilt wird, bis alle Kanten abgeschliffen sind, um nirgendwo anzuecken – Publisher wollen auf Nummer Sicher gehen. Und genau das hat er jetzt nicht mehr nötig – und verspricht seinen Spendern, ein Spiel ohne Kompromisse zu entwickeln. Das heißt jedoch nicht, dass er sich auf seinem Spenden-Geldern ausruhen will: Es ist kein Almosen. Es ist ein Business-Plan, betont Schafer: er will auch mit dem Spiel Gewinne machen, um zu zeigen, dass diese Art der Finanzierung für Entwickler ein gangbarer Weg ist.
Gegenüber Hookshot erklärte Schafer, dass er von den scheinbar Independent-“freundlichen” Plattformen wie dem PlayStation Network oder Xbox Live Arcade etwas enttäuscht sei: “Als ich Geometry Wars gespielt habe, dachte ich: ‘Was für ein tolles neues Portal!’ Aber wie es jetzt scheint, hat die Idee nicht so gezündet, wie sie eigentlich sollte”, beklagte er. “Damals, als Castle Crashers herauskam, schien es, als würde es wachsen und wachsen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass es mehr Unterstützung gegeben hätte, mehr Marketing, mehr Platzierungen auf dem Dashboard. Es hätte unser eigenes, kleines Sundance Film Festival sein können, ein großer Sandkasten für die Indie-Entwicklung.”
Stattdessen wenden sich die kleinen Entwicklerstudios anderen Vertriebs-Plattformen wie Steam zu, von der auch Schafer begeistert ist, vor allem wegen der freien Preisgestaltung. Zumindest Microsoft begann im letzten Jahr, Indie-Entwicklern mehr Spielraum in der Preisgestaltung bei XboxLive Arcade einzuräumen. Doch nach Schafers Erfolg dürften wir mit Sicherheit bald weitere Indies bei Kickstarter entdecken









Ich freue mich für den Herren,allerdings wird wohl nicht jeder eine solche Menge an Geld gespendet bekommen.Ich glaube,daß er diesen Geldsegen bekommt,da er irgendwie Einer von “”Uns”” ist.Soll heißen : ein sympatischer Nerd,welcher einige Perlen mitentwickelte,und bei Kennern nicht enttäuscht.Natürlich haben die Leute da Bock drauf!Ich denke,wenn ein Herr Miyamoto oder sogar Suzuki ein solches Projekt starten würden,wäre die Menge der Spendengelder wohl noch höher?!
@ MeerjungfraumannWieso eignen sie sich nicht/weniger dafür?Als Point and Click Adventure noch “”angesagt”” waren, gabs die genauso für Konsolen.
point and click andventure eignen sich natürlich nicht so sehr für konsolen und controller dennoch hoffe ich sehr, dass das spiel seinen weg ins psn findet
ich glaub nicht dan das sein neues project auf irgendeinen datenträger landet…aber ich hoffe doch zumindest das es den weg auf den xbl marktplatz findet…
Ich muss zugegeben, dass ich kein Spiel von Douple Fine besitzte, aber ich halte Tim Schäfer als sehr sympatische Person. Vielleicht arbeite er an eine Adventure – Spiel.
Was soll man sagen…der Mann hat recht! Auch wenn er Grad guckt wie ein triebtäter auf den Foto halte ich viel von Tim Schäfer und würde mich sehr freuen wenn mal wieder ein “”großer”” Titel kommen würde von double fine