Assassin’s Creed III – Entwickler-Interview, Waffen-Trailer und warum das Skalpieren verworfen wurde

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Tommy François, Leitender Direktor der IP-Entwicklung bei Ubisoft, gab VG 247 jetzt ein Interview über die Entwicklung seines Mammut-Projekts Assassin’s Creed III. Dem folgte in den letzten 24 Stunden eine wahre Flut bereits bekannter und neuer Informationen und Trailern – dabei ist’s bis zum Release des Spiels im Oktober noch eine Weile hin. Doch der Reihe nach – hier sind die wichtigsten Infos des Interviews nochmal kurz zusammengefasst, einiges war aber schon vorher bekannt, wie wir hier bereits berichteten.

  • Bereits bekannt: Der neue Protagonist von Assassin’s Creed III heißt Connor Kenway, er ist halb englischer, halb indianischer Abstammung und sein Geburtsname ist Ratohnhakéton – “englisch” ausgesprochen: “Ra-doon-ha-gay-doon“

  • Der eigentliche neue Star des Spiels ist laut François die raue Wildnis, die ganz neue Gameplay-Elemente bereithält und über ein ganzes Ökosystem von Wildtieren verfügen soll

  • Das Wetter wird jetzt auch eine zentrale Rolle spielen: Nebel, Schnee und Regen beeinflussen Connors Bewegungen durch die Umwelt und auch die Wahl seiner Kampf-Strategien

  • Connor wird im Laufe seiner Abenteuer sowohl den Kolonisten wie auch den Revolutionären helfen. IP Direktor Tommy François beschreibt Connors Unterschied zu seinen Vorgängern anhand seiner Motivation: “Wir hatten Altair, der sehr pflichtbewusst seinem Job gegenüber war, bei Ezio war es die Rache und Connor geht es vor allem um Gerechtigkeit.”

  • Assassin’s Creed III beanspruchte zwei Jahre Entwicklungszeit. Ubisoft Montreal war das Haupt-Studio, neben einer ganzen Reihe von unterstützenden Teams diverser anderer Ubisoft-eigener Studios

Im Spiel sind viele neue Ideen zu finden – doch wurden jetzt auch Details zu den Ideen bekannt, die es nicht ins Spiel geschafft haben:

  • Laut Joystiq stand neben Boston und New York auch Philadelphia als Handlungsschauplatz zur Debatte: “Philly war eine der Städte, die wir machen wollten. Am Ende entschieden wir uns gegen sie. Es ist eine sehr architektonisch gestaltete Stadt, sie liegt einem Raster zugrunde. Zuerst dachten wir, das wäre cool – die erste Stadt in AC auf einem Raster“, erklärte Creative Director Alex Hutchinson. Doch am Ende entschied man sich gegen die Stadt, da sich ihre weiten, geraden Straßen offenbar nicht für ein Open-World-Setting eigneten.

  • Destructoid berichtet, eine frühe Animation von Connor zeigte, wie er einen britischen Soldaten skalpierte. Diese war offenbar auch sehr glaubhaft umgesetzt – allein den Sound dazu beschreibt Destructoid als “Magen-umdrehend”. Doch das Feature wurde als zu grausam angesehen und verworfen.

  • Kotaku hat Details zu einer Harpunen-ähnlichen Waffe erfahren, aus der später ein Pfeil an einem Strick wurde. Für Hutchinsons Geschmack war das jedoch zuviel des Guten: “Es begann, sich wie Scorpion in Mortal Kombat anzufühlen”, kritisierte er.

Das letzte Spiel der Reihe, Assassin’s Creed: Revelations, heimste derweil 8 Nominierungen für die kanadischen Videogame Awards 2012 ein – unter anderem für das Spiel des Jahres. Nur Sword & Sworcery überflügelte das Action-Adventure mit 9 Nominierungen. Die Preisverleihung wird im April auf der Fan-Expo in Vancouver stattfinden.

Assassin’s Creed III erscheint am 31. Oktober für PS3 und Xbox 360 und wurde auch für Wii U angekündigt.

Anbei das Video zu Connors Waffenarsenal -das jedoch kürzer ausfällt als sein indianischer Name Ratohnhakéton- und das Interview mit Tommy François.


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Sauerland ist Schauerland
28. März 2012 14:21

@AeonDas erinnert mich sehr stark an den Schuh des Manitu. 😀

28. März 2012 5:02

“”Ra-doon-ha-gay-doon“Höhöhö,….gay….. *wechschmeiss*…..Hoffentlich gibts bei DEM Namen das Outfit auch in zartrosa….und die Frage der Tomahawkaufbewahrung wäre auch geklärt….

27. März 2012 23:29

:Die Zeit der richtigen Cowboys war um einiges Später, nämlich erst nach dem Bürgerkrieg, sofern mich mein Geschichtssinn nicht trügt.Allgemein:Zudem wird ja immer wieder darauf hingewiesen, dass er als Kind eines Engländers und einer Indianerin

tetsuo01
27. März 2012 19:05

Ich hoffe man hält sich einigermassen an die Geschichte. Die Zeiten wo es nur Cowboys gegen Indianer gab sind doch hoffentlich vorbei. Deswegen ist das weglassen des skalpierens auch eine gute Sache. Ich finde ja schon das Thema weißer europäer der unter Indianern aufwächst ziemlich spannend. Es lässt viel Freiräum für Möglichkeiten ohne sich zu sehr auf eine Seite zu schlagen…

Sauerland ist Schauerland
27. März 2012 18:55

Definitiv einer der interessantesten Titel des Jahres. Dass das Skalpieren rausfällt stört mich auch nicht wirklich, es wird schließlich Connor und nicht Nighthawk aus Mortal Kombat gesteuert 😀 Hoffentlich wirds kein CoD im Amerika des 18. Jahrhunderts, sondern dosiert die Action auf ein gesundes Maß.

27. März 2012 18:48

Ich finds schade und hab mich schon bei WoW gefragt, wieso man dort keine “”Humanoiden”” als Lederer häuten konnte. Bei den Worgen hätte es sogar richtig Sinn ergeben … tja, was solls … XD

tetsuo01
27. März 2012 16:43

Das mit dem skalpieren hätte zu Diskussionen geführt. Vor allem da diese Art der Verstümmelung nicht nur von Indianern praktiziert wurde sondern auch von den Amis selbst. Ich würde sogar soweit gehen und sagen das die Amis das aus Geschäftssinn noch brutaler betrieben als die Indianer.