XCOM: Enemy Unknown

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Die Präsentation verschaffte den anwesenden Journalisten einen kurzen Ausblick auf das Spiel, danach jedoch wechselten wir den Raum, um entweder eine Multiplayer-Runde zu spielen oder die Kampagne zu starten. Ich entschied mich für die Story-Missionen. Die Geschichte begann daraufhin in Hamburg, wo mein erstes Aufeinandertreffen mit den Aliens stattfinden sollte. Mein Squad bestand aus vier Leuten, welche ich aus einer isometrischen Perspektive betrachtete. XCOM ist im Grunde eine Art Action-RPG: ich wähle eine Figur aus, bewege sie in einem vorgegebenen Radius und verbrauche damit einen Zug. Pro Soldat und Runde standen mir dabei zwei zur Verfügung, rannte ich allerdings zur nächsten Deckung, so waren direkt beide Einheiten aufgebraucht. Befand sich mein Soldat dann wie angesprochen hinter einer Mauer oder Kiste, zeigte ein Indikator über der Spielfigur, wie gut diese gerade gegen feindliche Angriffe geschützt ist – kleinere Hindernisse bersten nämlich bei längerem Beschuss. Nachdem alle meine Jungs bewegt wurden, tauchten in einer kurzen Cutscene die ersten extraterrestrischen Invasoren auf. Wie in einem rundenbasierten Rollenspiel führten nun diese ihre Aktionen durch. Ein Alien kam mir schon bedrohlich nahe, also griff ich zur Waffe. Auf Tastendruck öffnete sich ein Menü, in welchem ich zwischen verschiedenen Angriffsoptionen wählen konnte. Die Entscheidung fiel auf auf einen Feuerstoß aus dem Standard-MG. Eine kurze Sequenz zeigte dann meine Aktion und ihre Wirkung, wobei die Kamera auf eine nahe Schulterperspektive heranzoomte. Zwei Treffer kassierte mein Gegner und war damit seiner Lebensenergie beraubt. In der nächsten Runde hatte auch der zweite Feind einer Salve aus meiner Waffe nichts entgegenzusetzen. Nun sollte ich mit meinen Leuten eine Lagerhalle infiltrieren. Dazu zog ich den Positionsmarker einfach in das Gebäude hinein und beobachtete dann, wie mein Recke zur Wand lief, in einer daran anschließenden Zwischensequenz durchs angrenzende Fenster sprang und dann seinen zugewiesenen Platz einnahm. Noch zwei weitere Gegner wurden daraufhin aus der Deckung heraus erledigt, womit die Mission gewonnen war.

Zurück im Hauptquartier eröffneten sich vielfältige Personalisierungs- und Forschungsmöglichkeiten. Ich konnte meine Soldaten individuell verbessern, ihnen besondere Fähigkeiten zuteilen und ihre Waffen aufrüsten. Im Forschungsbereich angekommen, hatte ich unter anderem die Möglichkeit, einen Überwachungssatelliten zu starten oder Biowaffen zu entwickeln. Diese Geräte lassen sich natürlich ebenfalls verbessern. Die Missions-Auswahl ließ übrigens erahnen, dass XCOM rund um den Globus spielen und auch jede Menge Zusatzaufträge beinhalten wird.

Grafisch fiel das Gezeigte eher ernüchternd aus. Die Karten mitsamt der kleinen Soldaten waren eher zweckmäßig als detailliert, gleiches galt für Euer Squad sowie die Gegner. Die eingestreuten Zwischensequenzen ruckelten derb, lippensynchrone Sprache war auch nicht zu beobachten. Spielerisch hingegen konnte XCOM absolut überzeugen, bietet es doch einen frischen Ansatz auf dem Action-Sektor. Fans der Vorgänger-Spiele sollten sich den Titel auf jeden Fall vormerken, denn wie uns die Entwickler versprachen, werde man dem ursprünglichen XCOM-Prinzip im Kern treu bleiben. Alle anderen dürfen sich auf ein unverbrauchtes Spielkonzept mit vielen taktischen Möglichkeiten freuen.

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Bananenhase
22. August 2012 12:18

@ koopa Man wird am Anfang nur 4 Einheiten in seinem Team haben können, später kann man dann bis zu 6 Soldaten auf eine Mission mitnehmen. Ich spiele seit über 15 Jahren das Original (damals noch in der Grundschule 😀 ) und seitdem habe ich es jedes Jahr

Beeberman
21. August 2012 19:19

bin auch ein Fand der ersten XCom Stunde und kann es kaum noch erwarten, bis die SpieleDisc in meiner PS3 rotiert 🙂

Koopa
21. August 2012 17:58

Da ich in allen X-Com Spielen immer die Mischung aus Masse und Klasse gespielt habe ( 1 Hauptsquad das jagd auf Aliens macht sowie maximale Anzahl an weiteren Squads und Soldaten die Eingänge bewachen, Durchgänge ins Kreuzfeuer nehmen und eigentlich nur warten.) frage ich mich, ob man das ganze Spiel mit eben 4 Charakteren spielen soll oder ob man später auch mit kleinen Armeen von 30 Mann rumrennen darf.

Max Snake
21. August 2012 16:33

Als Fan von Rundebasierte Strategie bin ich gespannt, was draus wird. Hat mir gut gefallen.

Black Kaindar
21. August 2012 16:03

Die Demo auf der GC hat schon das große Potential des Titels angedeutet! Hauptquartier wählen, Soldaten aufleveln/bewaffnen, bessere Technologien für neue Waffen und Rüstungen erforschen! Da kann nicht mehr viel schief gehen! Mich hat es ein wenig an Incubation erinnert!

qsthap
21. August 2012 15:10

man! ich zocke heute noch gerne das alte X-COM.wenn sie dem kern treu bleiben, ists für mich schon gekauft.trotzdem werd ich es mit vorsicht betrachten. und mir erst mal ein bild davon machen, wenns auf dem markt ist.irgendwie trau ich heute keiner spieleschmiede mehr. zuviel 0815 schrott.

Ecco the Gecko
21. August 2012 14:56

Bitte, bitte, bitte, dieses Spiel nicht versauen! Wird Zeit, dass mal wieder ein vernünftiges Strategiespiel, dieser Art, auf Konsole erscheint. Die Idee, davon einen Egoshooter zu machen war jawohl völlig beknackt. Und bitte nicht 08/15 weichspülen. Das Original war ja auch alles andere als Kindergarten.

captain carot
21. August 2012 14:29

Schon lustig. Aus rundenbasierter, technisch eher mittelmäßiger Strategie wird ein Ego Shooter wird ein technisch eher mittelmäßiges Rundenstrategiespiel. Jetzt ist es auch wirklich wieder ein XCOM.

Black Kaindar
21. August 2012 12:52

Einer meiner Überraschungshits auf der GC. Rundenbasierte Strategie die auch auf der Konsole super funktioniert! Ich freu mich drauf!