Epic Games

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Auf der Montreal International Game Summit erklärte Tim Sweeney von Epic Games, dass die Spiele-Entwicklung für die nächste Konsolengeneration doppelt so teuer sein wird wie für die gegenwärtigen Generation.

Und dies sei noch eine annehmbare Schätzung, erklärte der technologische Chef-Berater des Entwicklers laut GamesIndustry. Das dreiminütige Video zur Next-Gen-Demo, das unter dem Codenamen Samariter im letzte Jahr gezeigt wurde (wir berichteten hier), hatte das Unternehmen in puncto Kosten “sehr besorgt”. Ein Team von 30 Personen arbeitete 4 Monate daran, man fürchtete entsprechend eine Kostenexplosion bei der Entwicklung. “Als wir das auf die Schaffung eines ganzen Spiels hochrechneten, waren wir besorgt, dass die Kosten in der nächsten Generation um den Faktor drei oder vier oder sogar fünf höher sein würden”, erklärte Sweeney.

Epic habe es nun geschafft, die Produktion so effizient zu gestalten, dass die Kosten gesenkt werden konnten. Dennoch wird die Entwicklung eine teure Angelegenheit – und er warnte vor den Gefahren durch Free-to-Play-Spiele: “Wenn ein Nutzer die Wahl hat zwischen einem Weltklasse-Triple-A-Free-to-Play-Titel und einem ebensoguten 60 Dollar-Spiel, das man nur auf Disc in einem Laden bekommt, wird das Free-to-Play-Spiel sehr wahrscheinlich gewinnen. Also müssen wir wirklich auf diesen Trend achten, und Spiele entwickeln, die sich rentieren und gegen Piraterie gefeit sind.”


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captain carot
16. November 2012 13:11

: Engines nehmen heute schon verdammt viel Arbeit ab. Trotzdem steigt der Aufwand. Und zwar deutlich, oft, ohne dass man es so sehr wahrnimmt. Beim letzten Wechsel hatten wir eine Leistungssteigerung um das 25-fache, die Kosten sind im Schnitt um 200

Oliver Gruener
15. November 2012 20:08

[quote=oc1d]

Abwarten ja.. man kann nur hoffen, dass OUYA sich zu einem guten Beispiel entwickeln wird!

[/quote]Ouya ist eine Totgeburt! Die Konsole ist jetzt schon leistungsschwächer als die gerade auf den Markt kommenden Tablets. Sie wird maximal ein paar Fans ansprechen, die sich auch die Gamepark Handhelds, Pandora oder das kommende Neo Geo Handheld kaufen.Ohne geschlossenes System, investiert kein Publisher in so ein System – die Spiele für die Linux-Handhelds kann man an einer Hand abzählen, und das sind auch noch in der Regel bloß Umsetzungen, das meißte ist sogar nur Homebrew und einfach nur schlecht – und an kostenlosen Emulatoren verdient niemand was. Das Problem von Ouya ist, die meisten haben eh Smartphone oder sogar ein Tablet, warum also eine Konsole kaufen, die auch nicht mehr kann? Denn der Controller nützt nichts, wenn die Android-Games eigentlich für Touch ausgelegt waren. Und wenn mehr Android-Tablets mit Controllern kommen, wie das Archos Gamepad (bereits erhältlich) oder das von Razor, erst dann werden Spiele explizit für Controller ausgelegt, sofern diese Geräte sich durchsetzen.

Walldorf
15. November 2012 19:53

[quote=rhmf2]

ich denke das größte problem ,für uns spieler wird sein, dass kleinere entwickler untergehen werden und die großen nur noch auf nummer sicher gehen.
die frage ist, ob kleinere entwickler sich die entwicklung noch leisten können.[/quote]Ich schätze Spiele kleinerer Entwickler wird es in der kommenden Spielegeneration vor allem in den Download Shops der Konsolen zu finden geben und nicht im Händlerregal.

rhmf2
15. November 2012 16:54

ich denke das größte problem ,für uns spieler wird sein, dass kleinere entwickler untergehen werden und die großen nur noch auf nummer sicher gehen.die frage ist, ob kleinere entwickler sich die entwicklung noch leisten können.falls ja, muss das spiel aber ein erfolg werden sonst könnte die existenz auf dem spiel stehen(so ist es ja heute schon).ich denke diese “”auf nummer sicher gehen einstellung”” wird mit der nächsten generation noch schlimmer als es jetzt schon ist. das wird heissen: fortsetzungen,grafikblender, evtl remakes usw.denn der hersteller muss die hohen kosten auf jeden fall wieder reinholen.(das spiel muss sich xxxxxx mal verkaufen) zwischendurch wird es natürlich auch noch low budget games geben, die technich alles andere als up to date sind.im grunde also alles so wie jetzt nur noch eine stufe extremer.von all dem könnte theoretich der wii u profitieren, denn dort dürften die entwicklungskosten ,aufgrund der alten technik,eher sinken. wenn ich entwickler wäre ,würde ich doch ein”” experimentelles spiel”” lieber dort veröffentlichen, weil ich selbst mit kleineren verkäufen noch gewinn machen kann und eine größere künstleriche freiheit habe.naja,abwarten und tee trinken…..

SxyxS
15. November 2012 16:45

Es kommt vermutlich drauf an wie sehr die Entwicklung automatisiert,vereinfacht u standardisiert wird.Ich kenne mich zwar nur oberflächlich aus,wenn aber die neue cry-engine es zb ermöglicht simultan für ps360 u pc zu entwickeln spart das viel Zeit u Geld,wenn es noch bedienerfreundlicher wird spart es Entwicklungszeit.Wenn zudem die meisten Texturen,Gebäude ,Menschen etc per Zufallsgenerator erzeugt werden wie es schon lange zb mit bäumen gemacht wird,spart das enorm Zeit u man hat nur noch einen mehraufwand bei den storyrelevanten Objekten u Figuren.Man kann zb auch bestehende Modelle wiederverwerten.Der detailgrad eines Forza360 autos zb mag zwar für ein Forza720 nicht mehr gut genug sein,für ein 720open world spiel wird es aber immer noch gut aussehen.Und wenn ein Ferrari f40 bei GT6(release 2031)eine perfekte kopie des originals ist,dann braucht man für SHIFT3 nicht nochmal extra eine perfekte kopie desselben Wagens für viel geld zu erstellen sondern benutzt den aus GT6 gegen ein Lizenzentgeld.Da zudem das meiste motion capturing mittlerweile gut aussieht u nur feinpolitur braucht u auch die Gesichtsanimationen seit heavy rain u co ein gutes niveau erreicht haben wird auch das nicht viel mehr kosten oder auch wie bisher per hand animiert.Zudem wird alleine ein besserer schattenwurf u ein besserer Einsatz von lichteffekten Spiele deutlich optisch aufwerten ohne den detailgrad massiv nach oben schrauben zu müssen .Auch das optimieren der grafikengines wird weniger zeit in Anspruch nehmen weil die meisten Spiele nicht an die leistungsGrenzen der konsolen stossen werden.was das freetoplay angeht.dafür würde ich sweeneys kopf am liebsten dahin stecken wo er hingehört,in Yerlis Anus,weil ich die ständigen Versuche der Industrie menschen zu dauerabbonenten zu degradieren langsam leid bin.In der Pharmaindustrie idt Heilung unerwünscht weil ein chronisch kranker wesentlich mehr geld einbringt,im Bankensektor ist das komplette abbezahlen der schulden unerwünscht weil man dann nichts mehr an Zinsen verdient u in der gaming industrie will man einmal zahlen u immer spielen gg ewig zahlen um zu spielen in der cloud u free2play umwandeln u das macht man in der Regel indem man die finanziell schwachen u insbesondere kinder dahingehend manipuliert.Da ich vermutlich sweeney u yerli nie zusammenbekomme um ihnen meinen respekt kundzutun,die übliche Prognose einer jeden modeerscheinung.Das wird denselben weg gehen wie jede modeerscheinung,egal ob fuchtelspiele für die nicht mehr existierenden märkte von eyetoy,wii u kinect oder die asozialen social games bei facebook.alldas wird sich langfristig auf einem niedrigen niveau einpendeln.

Swiss WildOne
15. November 2012 16:31

Blablabla. Wenn die neuen Konsolen auf dem Markt sind, wissen wir was Sache ist. Alles andere ist nur heisse Luft.

oc1d
15. November 2012 15:37

[quote=erko]

…Ausserdem muss das ja nicht unbedingt heißen das man auf retail versionen verzichten muss, da die Hersteller einfach einen Speicherkarten slot nur für Spiele ran schrauben können.
Also einfach abwarten was die Zukunft so bringt. 😉

[/quote]Das wird wohl leider nicht passieren. Abwarten ja.. man kann nur hoffen, dass OUYA sich zu einem guten Beispiel entwickeln wird!Ich denke mit Xbox720 und PS4 werden die Core-Gamer wohl noch mindestens 10 Jahre Ruhe haben!

WNxKraid
15. November 2012 12:37

Ich glaube hier will Epic mal wieder etwas Eigenwerbung für Ihre Engine machen.Klar wird so manches aufwendiger und somit teurer, aber es gibt auch immer Weiterentwicklung bei den Tools die das ganze zumindest etwas relativieren.Das fängt schon damit an das 3D Programme und Spieleengines immer besser zusammenarbeiten so das der lästige “”model compiling”” Prozess, wie man ihn noch von der Source Engine kennt, wegfällt.Und was den Detailgrad der Modelle angeht, der ist schon heute in der Ursprungsfassung der Modelle die zum backen der Normalmaps verwendet werden meist viel höher als alles was eine NextGen Engine darstellen könnte. D.h. es wird schlicht und einfach nichtmehr so viel an Details verloren gehen.Der höhere Aufwand betrifft also eher die low-poly Modelle sowie zusätzliche Effekt maps.Gerade bei 3D Modellen mit realen Vorbildern könnte ich mir auch ein universelles Modellregister vorstellen wo die Firmen dann ihre benötigten Modelle kaufen können.Dann müsste nicht jeder Entwickler der Standartobjekte benötigt (z.B. Fässer, Kisten, Euro-Paletten oder gar Möbel) selbst einen 3D Grafiker damit beschäftigen, sondern könnte diese für die wichtigen Aufgaben einsetzen.

oc1d
15. November 2012 12:26

erko schrieb:””Ein Spiel braucht im durchschnitt 2-3 Jahre.Wen Spiele nun aber 3-4 Jahre brauchen, kosten sie logischerweise im durchschnitt 25-50 Prozent mehr.””So einfach ist das nicht, der gesamte Prozess wird exponentiell aufwändiger. Die Entwicklung lässt sich nicht einfach so skalieren…….

oc1d
15. November 2012 12:05

Hauptsache 1080p/60Hz, das wäre der Next-Gen-Sprung schon Wert! Die Spiele können meinetwegen so aussehen wie sie jetzt aussehen, oder halt ein bisschen besser.

qsthap
15. November 2012 14:02

ich glaub nicht dran das es gleich ums doppelte teurer wird.erst mal bleibt abzuwarten, wie gross der sprung der next gen zu der bisherigen generation sein wird.wenn ich da zb. von XBOX auf die XBOX360 schaue, lagen da nicht gleich welten dazwischen.sie waren etwas leistungstärker, und die eigentliche neuerung war ja nur das man plötzlich nicht mehr auf lan oder splitscreen beim multi angewiesen war.der einzige grössere unterschied zwischen denen ist, das die 360 mehr und mehr zu nem frankenstein multimedia scheiss mutiert und enstellt wurde/wird.ich glaube das dort auch der schwerpunkt bei der kommenden generation liegen wird.

oc1d
15. November 2012 12:02

erko schrieb:Wen diese 600 leute jetzt ein spiel für die PS4 machen, was für kosten solen den noch hinzu kommen auser das sie vielleicht ein Jahr länger dran sitzen?—Mal rechnen:600 * 2500 * 12 = 18 000 000 Euro / Dollar, was auch immer… Merkst selbst?

Walldorf
15. November 2012 11:59

Kein Problem, gibts halt in Zukunft zu jedem Spiel einen 50$ Season Pass und einen kostenpflichtigen Premium/Elite Service.

captain carot
15. November 2012 11:58

Da können eine Menge Dinge mehr kosten. Das Modeling wird immer aufwändiger und teurer, Texturen ebenfalls. Die bestehen heutzutage ganz nebenbei eh aus verschiedenen Schichten. Es braucht besseres Motion Capturing, längeres und aufwändigers Debugging…Davon ab sind die Teamgrößen ausgerechnete Spitzenwerte. Zu 32Bit Zeiten waren das bei einigen RPG´s mal um die 100 Leute, maximal vllt. 150. Jetzt sind wir bei bis zu 600 angekommen. Steigt der Aufwand weiter braucht es entweder mehr Manpower oder eben erheblich mehr Zeit.Genau davon rede ich schon seit Jahren, der Aufwand wird ein echter Hemmschuh, die Technik ist das immer kleinere Problem.Da spielt es auch keine Rolle, ob Triple A Retail oder Top F2P Titel. Wenn alles, was momentan als Retailspiel läuft in den F2P Markt abwandern würde, dann wäre dieses Segment so überlaufen, dass die meisten Titel auch keine Gewinne abwerfen würden. Das zeichnet sich im F2P Markt schon jetzt ab. Das gleiche Spiel hatten wir vorher mit Smartphonespielen und werbefinanzierten Onlinegames.Es spielt eh schon die halbe Welt, das Wachstum ist also mittlerweile eng begrenzt. Das passt aber nicht zu unserer Wirtschaftsmentalität. Das einzige, was man jetzt noch machen könnte ist, neue Märkte zu erobern. Dafür bräuchten die potenziellen Kunden aber nunmal Geld. Das torpediert wiederrum unsere Billigmentalität. Am Besten sollte ja alles nix kosten.Wenn´s dann z.B. wegen Marktsättigung nicht mehr so läuft, wie beim derzeit schrumpfenden PC-MArkt, dann wird so ein Marktsegment mittlerweile gerne für tot erklärt oder die Hersteller versuchen krampfhaft, eine “”Innovation”” nach der anderen rauszuhauen, wie bei den Fernsehern. 3D, Netzwerk- und Onlinefunktionalität, immer größer und 4K. Ein Großteil davon dient einzig dem Grund, den Kunden in immer kürzeren Abständen das Geld aus der Tasche zu ziehen, weil der Markt sonst deutlich schrumpfen würde.Mit Blick auf Spiele bedeutet das, dass man entweder deutlich weniger Titel produzieren kann oder die Kosten unten halten muss, wenn der Markt nicht mehr weiter wächst. Genau das ist das aktuelle Dilemma der Entwickler und Publisher. Alle versuchen, lieber ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern um weiter zu wachsen, für Investoren interessant zu bleiben…

oc1d
15. November 2012 11:58

Ja, leider haben Sie Recht. Und deswegen wird die nächste Konsolengeneration wohl auch wirklich die letzte werden. Für 2050 wird erwartet, dass sich die 3D-Grafik nicht mehr von der Realität unterscheiden lässt. Nur leider kann niemand die Inhalte dafür bezahlen, bzw. wird es die Grafik nie in ein Spiel schaffen. Und wenn, dann nur in ein “”FIFA 38″” oder “”Call Of Duty – reality Ops””. Das ist das Dilemma an dem Fortschritt. Ich denke wir sind hier langsam am Ende angekommen, jedenfalls für die alltägliche Videospielindustrie. Das finanzielle Risiko bei solchen High-Budget-Projekten wird immer höher werden.In Zukunft werden dann wohl kleinere, künstlerische Projekte interessant werden. Wäre ja auch mal was!!!Die Industrie wird sich auf jeden Fall komplett ändern, Smartphones, Free-2-Play. Die Zukunft sieht nicht unbedingt rosig aus..

Kiryu
15. November 2012 10:55

Was fuer ein Schwachsinn.Ich kanns echt nicht mehr hoeren.Es sind immer die die am meisten haben die am meisten meckern.Die Videospiel Industrie macht heute mehr Gewinn als die Film und Musikbranche.