Schock: Uwe Boll zieht sich aus dem Filmbusiness zurück

50
96

Toronto Metro berichtet, dass sich Uwe Boll, dem wir Klassiker wie Alone in the Dark, BloodRayne, House of the Dead, Far Cry oder Postal verdanken, mit sofortiger Wirkung aus dem Filmbusiness zurückzieht. Gleichzeitig konnte Boll es sich nicht nehmen lassen, noch einmal mit der Branche abzurechnen.

So bezeichnete er den Markt als tot, weil der Umsatz mit DVDs und Blu-rays innerhalb der letzten drei Jahre um 80 Prozent nachgegeben habe. Sein kommender Film Rampage: President Down würde per Netflix, DVD oder iTunes angesehen werden, aber mit Streams überall könne damit keine große kommerzielle Wirkung erzielt werden.

50 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Rudi Ratlos
31. Oktober 2016 13:15

Mh, er hat das doch schon vor Monaten angekündigt und betreibt doch seit einige Zeit (überraschend erfolgreich) ein (Nobel?-)Restaurant…

30. Oktober 2016 10:26

@kaoru: filmgeschmack hat er ja.

ChrisKong
29. Oktober 2016 21:20

Da die Probleme die gleichen bleiben, wird sich auch in Zukunft nichts daran ändern. Eher wirds noch cineastischere Spiele geben. Ne gute Verfilmung erhält die Essenz, sollte aber als Film funktionieren. Und das scheint in Hollywood niemand zu kapieren. Das ganze System dort ist schlicht nur noch Müll, da hat Boll einfach recht. Die ganzen Kreativen sind einfach ins TV und Webstreaming Geschäft gewechselt und können dort ihre Ideen verwirklichen. Games zu Filmen zu machen, ist einfach kein Wunschtraum eines ambitionierten Autors. Solange sich daran nichts ändert, wird die Qualität weiterhin schwach bleiben, da halt Dienst nach Vorschrift. Da mutet sogar eine der ältesten Game-Verfilmungen wie ein Gegenentwurf an, Super Mario Bros. Da wird der Stoff wirklich auf eine eigene Art interpretiert. Über das Resultat kann man zweifelsfrei geteilter Meinung sein, aber ne simple Portierung des Spiels wars beileibe nicht. Einige Ideen waren sogar recht kreativ.

29. Oktober 2016 19:20

Sehe das wie greenwade, bisher hat man sich kaum getraut mal einer Videospielverfilmung mit einen ähnlichen Budget wie ne durchschnittliche Comicverfilmung anzugehen, einzige Ausnahme ist da der Prinz von Persien. Aber Comicverfilmungen seh ich jetzt so langsam auf ihrer höhe, denke ich den nächsten Jahren wird das Interesse nachlassen und dann braucht es neuen Stoff. Bücherverfilmungen sind nicht mainstreamig genug um die Kassen klingeln zu lassen, sieht man mal von Twiligt und Harry Potter Hyps ab. Die Zeit der Videospielverfilmung steht uns, denke ich, noch bevor. Es braucht nur DEN EINEN Auslöser. Assassins Creed hätte das evtl. sein können wenn es zwischen 2012-13 rausgekommen wäre. Aber da ist man wieder zuspät dran, die Reihe wird mitlerweile gefühlt mehr geächtet als geliebt. Aber Hollywood ist halt zu gemächlich, die überlegen immer so lang hin und her… wieviele Gameverfilmungen da in der Schwebe sind…egal.

Ziep
29. Oktober 2016 19:14

das gleiche habe ich gerade auch gedacht. Superheldenfilme waren auch nicht immer so besonders. Jetzt, wo CGI viel mehr möglich macht, sieht das besser aus und auch die Handlungen taugen immer wieder mal was. Man kann auch zuviel reinpacken, si

greenwade
29. Oktober 2016 18:31

irgendwann kommt auch die groß zeit der videospielverfilmungen. so wie momentan grade comic helden voll im trend sind. ich kann mir auch gut vorstellen das das dann das alles dominierende genre wird. spätestes dann wenn die zockegeneration (also wir) voll in den 60ern ist um selbst filme zu machen. dann wird nämlich erkannt das videospiele und kinofilme die perfekte symbiose (=geldmaschine) ergeben.

ChrisKong
29. Oktober 2016 17:50

Gute Drehbuchautoren haben einfach keinen Bock auf Videospielverfilmungen, so siehts nun mal aus. Darum kommt da auch nie was bei rum, ungeachtet des Potentials. Im Filmbiz sind Videospiele einfach ein Genre für sich, da wird nicht gross unterschieden. Darum fühlt sich da auch alles ähnlich beliebig an. Da nützen auch keine renommierten Darsteller wie Ben Kingsley, Ray Liotta, Michael Fassbender und Co.

Ziep
29. Oktober 2016 17:02

Letztlich kann er es sich selber in die Schuhe schieben. Er hat die Chance gehabt, die viele andere nicht bekommen, und wenn er aus dem Stoff nix machen kann, was die Menge mitreisst, muss er halt den Kopf dafür herhalten. Budget hin oder her, wenn die Story nix taugt, kann man auch 100 Millionen verbrennen. Werden doch eher die Regisseure hochgelobt, die zunächst aus kleinem Geld Achtungserfolge erzielen. Da hätte man mit Videospiellizenzen sicher mehr draus machen können, wenn man die richtige Vision dafür hätte. Aber was soll der Terz? Ist doch wie bei den Games, keiner wird gezwungen, sich das anzutun.

Seska1973
29. Oktober 2016 15:01

Huh? Hatten wir das nicht schonmal?

HajimenoIppo-09
29. Oktober 2016 11:36

ich habe persönlich nichts gegen diesen mann. muss zugeben dass einige seiner filme durchaus potential haben (e.g. postal). sein letzter film Rampage: President Down war zwar kein hollywood stück mit einem namhaften cast, genialem drehbuch und richtig guten cgi sequenzen aber vom kern der thematik wird dort vieles angesprochen was in der heutigen gesellschaft tatsächlich passiert und zurecht zum nachdenken anregt. ich weiß auch ehrlich nicht was ich zu seinem statement noch sagen soll. wenn er tatsächlich der filmbranche den rücken kehrt, dann ist es seine entscheidung. natürlich kann er den schwarzen peter nicht per se anderen für seinen niedergang in die schuhe schieben aber die wahrheit ist irgendwo dazwischen.

ChrisKong
29. Oktober 2016 9:22

Sehr viele Pauschalisierungen im Kommentarbereich. Was ich bislang von Bolls Werk gesehen hatte, haut mich nicht grad aus den Socken, aber gibt definitiv auch Schlimmeres.@Kaoru Danke für dieses Video, war sehr interessant. Die beiden Gastgeber wirken zwar sympathisch, aber tragen zur Konversation leider nicht wirklich was bei. Dafür plaudert Boll und zwar sehr viel. Was sich dabei feststellen lässt, er hat einen wirklich guten Filmgeschmack und erzählt viele Dinge, die andere Filmemacher schlicht totschweigen würden (auf Anraten ihrer Produzenten, Assistenten oder was auch immer). Bezüglich der Selbstbeurteilung leidet er jedoch durchaus an einer falschen Wahrnehmung, was seine Filme betrifft. Vielleicht sollte ich mir mal auch die ernsteren Filme zu Gemüte führen, um das besser einzuschätzen. Aber ein talentierter Regisseur ist er wohl kaum. Handwerklich solide. Wie jemand schon schrieb, sein Wissen kann er irgendwie nicht gut umsetzen. Zu seiner Meinung, dass die Industrie sich immer mehr zwischen BigBudget-Filmen aufreibt, kann man durchaus Zustimmung geben. Auch dass div. Filme, Oscar-Anwärter auch nicht mehr wirklich zu packen vermögen, obwohl nicht schlecht, entbehrt auch nicht einem gewissen Wahrheitsgehalt. Fazit: Boll als Regisseur wird kaum vermisst werden, aber in einer Rolle als Produzent könnte der durchaus taugen, ein Auge für Talente hat er ja durchaus. Und wenn Hollywood eines gebrauchen kann, dann Querdenker.

HIMitsu
29. Oktober 2016 3:30

“”Schock: Uwe Boll zieht sich aus dem Filmbusiness zurück””…bis… Dienstag.

fish_lx
29. Oktober 2016 3:15

Also Transformers trotz eines Mega Budgets so unerträglich auf die leinwand zu bringen.. dazu braucht man wahrlich das talent eines Michael bay. Und als optisch beeindruckend würde ich diese kitschkonzeptionierte wimmelbild verfilmung wirlkich nur an wennigen stellen bezeichnen.Klar inszeniert sich boll als antiheld der film industrie. aber im vergleich mit bay – dem er sich ja selbst stellt – habe ich nach einem boll film zumindest nicht das gefühl, mein mit dummheit geschändetes gehirn hätte sich traumatisiert erhängt.Bolls filme sind roh und müssen ohne einem battalion an qualitätssicherern und schnitt experten auskommen die versuchen die verschwendeten “”filmrollen”” zu retten.aber ja, seine filme sind schlecht. aber nicht alle sind schlecht schlecht.

Socke1970
28. Oktober 2016 23:41

Ciao Ciao Bolle. ich werde dich nie vergessen, nieeeeeeeee, bin seit dem ersten Transformers Film ein riesiger Fan von dir gewesen, nicht zu vergessen deine Meisterwerke “”Teenager Mutant Ninja Turtles”” und “”Perlen im Harbour””… unvergesslich! Mit “”Carmageddon”” hast du mir schon viele vergnügliche Heimkinoabende besorgt, einfach traurig das Milliarden Menschen nix mit deinen herrlichen Filmen anzufangen wussten und gar nicht wissen wie und wer du in Wirklichkeit bist. Schnief… nun sehe ich mir wieder tränenschwer und vollkommen Depri deinen einzig echten melancholischsten Film an… Texas Chainsaw Massacre, the beginning… oh man… muss jetzt schon wieder heulen… Bye Bye! machs gut…. goodbye!! Schnief…Für Fehler in der Geschichte und dem Drehbuch kann der Verfasser nicht zur Rechenschaft gezogen werden…(ich meine mich)…da er sich heute nicht unter Kontrolle hat.

berber667
28. Oktober 2016 23:13

Postal!Sein einziger guter Film. Wobei Gut hier nicht gleichzusetzen ist mit einem Terminator 2 oder Demolition Man sondern eher im Bereich von “”ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn – gut!””.Ist der einzige Film von ihm der kein Totalausfall ist. Halt ein Live Action South Park (like) Film.Hat er nicht schon mit dem Filme machen aufgehört als es keine Bayrischen Filmfördergelder (oder so ähnlich) mehr gab und er mit schlechten Filmen kein einfaches Geld mehr generieren konnte?Der Typ war mir immer recht sympathisch mit seiner “”mir egal was ihr davon haltet, ich zieh mein Ding durch”” Einstellung. Wenn man ihm mal zuhört stellt man fest das er durchaus Ahnung vom Filme machen hat… nur leider kann er die Sachen aus seinem Kopf nicht auf seine Filme übertragen.

Vreen
28. Oktober 2016 23:06

[quote=greenwade]wäre boll der einzige regisseur auf der welt, wären seine filme super, egal wie schlecht sie uns im hier und jetzt erscheinen.[/quote]Nä, nichtmal dann

greenwade
28. Oktober 2016 22:01

[quote=Vreen]…und ob bay oder anderson jetzt schlechter oder bessere Regisseure sind oder nicht, hat im Endeffekt nix damit zu tun, ob boll scheiße ist oder nicht.[/quote]in gewisser weise schon. an irgendwas muss man boll ja messen. wäre boll der einzige regisseur auf der welt, wären seine filme super, egal wie schlecht sie uns im hier und jetzt erscheinen.warum hier allerdings michael bay als gegenstück zu boll herangezogen wird versteh ich nicht. bay filme sind öde ohne ende.

Whitebeard
28. Oktober 2016 21:50

Ich bin überrascht, welch positive Resonanz der werte Herr Boll hier erhält.Ein Verlust für die Branche ist sein Rückzug sicher nicht.

Vreen
28. Oktober 2016 17:44

sich diese Underdog-sympathien zu ergaunern, in dem er aus boll vs hollywood eine verklärte David und goliath Geschichte gemacht hat, ist neben der unethischen finanzierungsweise seiner filme Bolls bester Schachzug gewesen. lassen wir mal alles andere beiseite: bolls filme sind schlecht. schlecht gemacht, haben idiotische Drehbücher und die tiefe einer regulären Pfütze. seine sporen verdiente er sich mit videospielverfilmungen, was eigentlich gerade hier jedem sauer aufstoßen müsste, da er nur den bekannten Namen der Lizenz als startrampe für lieblosen ultratrash genutzt hat, und damit auf die Vorlage geschissen hat. und zwar einen richtig großen Haufen. jeder der btw house of the dead, bloodrayne oder alone in the dark wirklich mochte, müsste darum eigentlich sauer auf ihn sein. ich für meinen teil bin es jedenfalls.und ob bay oder anderson jetzt schlechter oder bessere Regisseure sind oder nicht, hat im Endeffekt nix damit zu tun, ob boll scheiße ist oder nicht.

Daddler
28. Oktober 2016 17:35

Bei Michael Bay bekomme ich wenigstens was optisch beeindruckendes mit ner Menge Krawall geboten.Ob ein Uwe Boll mit einem Transformers Budget, die genauso hinbekommen hätte, ich glaube eher nicht…

28. Oktober 2016 16:26

Ich denke seine Filme scheiterten an der Thematik und am sehr geringen Budget. Nen Resident Evil Film hat im Schnitt das 10-15 fache Budget von dem was der Herr Boll für eines seiner Werke zu Verfügung hatte und besser sind die mit Sicherheit nicht, sehen nur hochwertiger aus.

fish_lx
28. Oktober 2016 16:07

Schade. Ich ziehe jeden Boll Film einem Michael Bay Müll vor.Und verglichen mit dem dreck der heutzutage im Kino läuft, kann ich durchaus erkennen was seine filme sehenswert und besonders macht. an der ausführung happerts leider…Ich glaube man tut ihm tatsächlich etwas unrecht und lässt sich im vergleich durch hype und polishing vom getarnten witzlosen redundanten Mist der “”blockbuster”” ablenken und redet sich diese schöner als sie sind.Aber kubrick war er nun auch keiner. Vielleicht wird er besser als produzent im hintergrund.

28. Oktober 2016 15:22

[youtube]AF5cqoE-Vso[/youtube] Ich liebe den Mann. XD

Daddler
28. Oktober 2016 14:20

Ach Uwe, auch wenn die DVD- und BluRay Verkäufe nicht zurückgegangen wären, hätte niemand Deine Filmen, außer im Sale für nen 1€ ;-), gekauft! Genieße den Ruhestand, Kohle für 2 warme Mahlzeiten am Tag haste wohl genug, auf Nimmerwiedersehen…

bitt0r
28. Oktober 2016 13:36

war doch schon länger bekannt. jetzt les ich das dieses jahr glaub ich schon zum vierten mal oder so.

Hitokiri
28. Oktober 2016 10:40

Hatte er schon vor einiger Zeit angekündigt, dass er keine Filme mehr machen will. Ich kann dazu das zweiteilige Interview auf Rocketbeans (Youtube) empfehlen. Da bekommt man sehr interessante Einblicke in die Filmbranche.

28. Oktober 2016 10:20

Schade. Einige seiner Filme haben mir gut gefallen. Auf jeden Fall Postal und diesen Knastfilm. Auch die schlechteren und trashigen Filme von Ihm, hatten zumindest Unterhaltungswert. Da gab’s öfters mal stoned mit Freunden, einen “”Uwe Boll Abend””.

Cold Seavers
28. Oktober 2016 8:02

Einer weniger der die Welt mit Schund zu Bombt, und sich wie Mr. Raffzahn Fördergelder krallt.Die Menschheit kann gut auf ein weiteres Boll-Werk verzichten

Nipponichi
27. Oktober 2016 23:41

Ich kann zu seinen Filmen größtenteils nichts sagen. Habe nur “”Alone in the Dark 1″”, “”BloodRayne 1″” und “”Schwerter des Königs 1″” gesehen. Ersterer damals im Kino und fand ihn so als Film ok. Etwas langweilig, aber auch nicht schlechter, als vieles was aus Hollywood kommt. Die letzten beiden von mir genannten Filme hatten mich soweit sogar ganz gut unterhalten. Sind natürlich keine wirklich guten Filme, aber wenn die Unterhaltung da ist, paßt es schon für mich. Zu allen anderen Filmen werde ich nichts sagen, ich kenne sie ja nicht und von daher steht es mir auch nicht zu, seine Werke als mies oder gut zu beschimpfen. Und immerhin schaffte er es sogar sehr bekannte und internationale Stars für sich zu gewinnen. Bei den vielen Filmen die er gedreht hat, muß es ja wohl doch eine Fanbasis gegeben haben. Nicht umsonst bekam er immer und immer wieder Geld für seine Projekte.

Lincoln_Hawk
27. Oktober 2016 20:57

So schlimm War er garnicht finde ich Er hat bloß immer angeeckt ich mag Menschen mit Ecken und kanten die auch mal aus der Emotion raus verbal drauf hauen allone in the dark hab ich jetzt nicht im Schrank schlecht fand ich den jetzt nicht wirklich!wenn ich da seh was denn für Filme momentan umjubelt werden…NAJA