Nicht AAA-Titel, wo sind sie hin?
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Anonym vor vor 13 years, 3 months aktualisiert.
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13. Februar 2013 um 9:07 #900481
AnonymInaktivMeine liebe Zocker-Gemeinde,
Werte Publisher und Hersteller,seit Monaten schon tobt der Mob, weil sich die neue Konsolengeneration langsam im Aufbuch befindet – und zwar mit Drohungen gegen die Freiheiten des Konsumenten. Und auch schon seit Jahren brodelt es, weil aktuelle Spiele immer gleichförmiger und gradliniger werden.
Auch erheben sich Stimmen, die sich echauffieren, dass die Hardwaremüdigkeit der Konsolen Schuld an der schleppenden Entwicklung des PC-Marktes wäre!Doch ich frage hingegen, wann wurde denn einmal festgelegt, dass Konsolen die gleichen Spiele wie ein PC abspielen soll? Ist es nicht dieser Schritt gewesen, meine lieben Schwestern und Brüder im Geiste, der erst den Wahn vom immer realer anmutenden Spiel erschaffen hat? Und ist es nicht dieser Gleichschritt gewesen, der eine Konkurenz geschaffen hat, die zuvor gar nicht exitstiert hat?
Und nun, um auf die Frage im Titel des Themas zurück zu kommen, wer hat denn festgelegt, dass nur noch AAA-Titel gemacht werden müssen, um damit Geld zu verdienen?
Titel, die bereits zwei- oder sogar dreistellige Millionen in der Produktion kosten und deswegen ein möglichst breites Publikum ansprechen müssen. Doch heißt es nicht: “Einem jeden Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!”?Im Film-Gewerbe gibt es die B- und Low-Budget-Produktionen, die Fans einzelner Subgenres befriedigen? Wieso gibt es dass nicht auch bei Spielen?
Oder begeben wir uns damit in den Bereich der Download-Only-Titel?Ich für meinen Teil habe einen Traum! – Es ist eine Welt, in der Konsolen und PCs wieder losgelöst von einander existieren. In der die beiden Märkte sich wieder mit ihren eigenen Produkten ergänzen und sich individuallisieren.
Ich träume davon, dass sich die Konsolen-Hersteller und -Publisher wieder darauf besinnen, dass auch kleinere Produktionen, vielleicht auch mit weniger polierter Optik oder nur in 2D, lohnend an den Käufer oder die Käuferin gebracht werden können. Es muss nicht immer ein AAA-Titel sein, eine gelungene B-Seite kann manchmal zum stillen Überflieger werden.
Und ich träume davon, dass Publisher auch auf die Idee kommen einen direkten Vertrieb all Ihrer Titel einzuführen. Die Meisten haben bereits eigene Webshops, wieso nutzt man das nicht, um eigentliche Download-Only-Titel auch in etwas greifbares zu verwandeln? Das wäre als Einzelspiel oder als Compilation eine Idee. Die Hardcore-Fans würde es danken und der Rest kann sich den Titel einfach weiterhin downloaden.Sicher würden so auch eine Menge Titel exklusiv für einen Markt – also entweder PC- oder Konsole-Only – bleiben, was ich aber nicht wirklich tragisch finde. Die wenigsten Marken funktionieren auf beiden Plattformen, sei es wegen der Erwartungshaltung oder schlicht wegen der Einschränkung in der Steuerung.
Ein Heil in einer offenen Spieleplattform sehe ich deswegen allerdings nicht. Ouya kostet zwar wenig, bietet dafür aber nur wenig Griffiges. Hier ist einer der Großen gefragt, die sich auskennen und bereits Erfahrungen gesammelt haben. Vielleicht macht es Nintendo ja gerade jetzt richtig? Ich weiß es nicht.
Aber es tut nicht weh darüber nachzudenken! Nachzudenken und zu Diskutieren, liebe Gemeinde!
Und vielleicht – nur vielleicht erreichen wir etwas. Und wenn dieses Etwas nur eine Idee ist, die das Licht der Welt erblickt und hinaus in diese getragen wird und für einen kleinen Moment – nur ein Stück weit – Erleuchtung in die Augen und den Verstand deren bringt, die diese Industrie lenken, dann haben wir bereits viel erreicht!Vielen Dank, liebe Gemeinde!

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