It’s The End Of The World …

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  • Dieses Thema hat 18 Antworten, 7 Teilnehmer, und wurde zuletzt von Anonym vor vor 12 years, 10 months aktualisiert.
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  • #900743
    Anonym
    Inaktiv

    http://www.youtube.com/watch?v=_eyFiClAzq8

    Nachdem das Mitglied des Kong-Clans und ich schon den “neXtBox Talk” zugespammt haben, zergel ich das einfach mal hier her, um es noch ein Bisschen zu vertiefen.

    Nightrain:
    “@CaptainC.:
    Naja, es stellt sich natürlich die Frage, was man mit einem Cyber-Angriff erreichen möchte. So ein Blackout stiftet da natürlich prima Verwirrung und sorgt für Unruhe im Zielland. Selbst wenn es nur als Begleiterscheinung geschieht.
    Andere Ziele wären sicherlich einzelne Firmen oder Banken, die man aber auch durch den Stromausfall treffen würde.”

    ChrisKong:
    “@Nightrain

    Hab vor nicht allzulanger Zeit in einem Rechenzentrum für einen Krankenversicherer gearbeitet. Im Heiligtum, wo die Server stehen und lediglich 2 Leute überhaupt Zugang haben, war ein Raum, vollgestopft mit Autobatterien, also der Notstromversorgung. Ich denke gerade die Matchentscheidenden Banken haben sowas auch, da wäre ein Angriff aufs Stromnetz wohl etwas sinnlos.”

    Lofwyr:
    “Googelt auch mal nach Cyberkrieg und Estland.

    Ich hoffe ernsthaft das MS noch mal nachbessert. Kein Kinect und Onlinezwang und das festschreiben der Spiele auf einen Account sollte optional sein. Das würde vermutlich sogar mehr Geld bringen.”

    Nightrain:
    “@ChrisKong:
    Klar sind solche Anlagen gegen Stromausfall geschützt. Da liegen dann die Daten vielleicht warm und trocken, aber wenn ich nicht mit Ihnen arbeiten kann, weil die Telekommunikation allgemein nicht mehr möglich ist, dann nutzen sie mir auch nichts.
    Ich kann Dir echt empfehlen mal die PDF aus dem Link zu lesen, es ist doch erstaunlich, was alles ausfällt, wenn man den Saft abdreht. (Zudem ist das nicht irgendwelches Gefasel von Verschwörungstheoretikern, sondern eine offizielle studie für den deutschen Bundestag!) Neben den offensichtlichen Problemen, die man von kurzen Stromausfällen kennt, kommen noch ganz andere Dinge:
    – keine Heizung, außer bei denen, die noch mit Kohle oder Holz heizen
    – keine Versorgung über das Trinkwassernetz
    – keine Kommunikation, weder über Festnetz noch über Mobiltelefone, selbst der Digtalfunk von Polizei und Feuerwehr ist betroffen!
    – Verkehrschaos auf Grund stehender Straßenbahnen und Unfällen
    – kein Bezin mehr an Tankstellen, denn auch deren Pumpen laufen mit Strom
    – Einkaufen wird wenn nur noch eingeschränkt möglich sein (Tante Emma Laden), wenn überhaupt (Supermarkt)

    Die Ballungszentren, also da wo die meisten Banken sind, kriegen es also gleich doppelt ab. Weder Saft noch Arbeitskraft in dieser Zeit, denn wie willst Du jemanden auf der vielleicht außerhalb oder auf der anderen Seite der Stadt lebt erreichen. Und selbst wenn, wie kommt er hin?”

    ChrisKong:
    “Ich sage nicht, dass keine reale Bedrohung vorhanden ist, sonst würde man ja wahrscheinlich nicht über solche Szenarien nachdenken, aber dennoch halte ich die Auswüchse für etwas übertrieben. Gibt ja nicht einfach einen Schalter und das gesamte Stromnetz liegt lahm. Gibt verschiedene Netze von verschiedenen Betreibern, auch unabhängige Systeme. Und falls wirklich alle Stricke reissen, weiss der Mensch sich schon zu behelfen. Klar die Wirtschaft hätte Sendepause, aber ehrlich gesagt ist so ein Szenario doch eher unwahrscheinlich. Teile davon wird es immer wieder treffen, aber global gesehen bräuchte es schon massive Fremdeinwirkung von aussen, bis nichts mehr ginge (Killerasteroid, böse Aliens,etc.)”

    Nightrain:
    “Ich verweise mal einfach auf das hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europa_im_November_2006

    Ein “Schalter” wäre also da … und wenn man den nicht wieder anbekommt und/oder noch ein paar andere Schalter gedrückt werden … gute Nacht Marie! ;)

    Der Mensch weiß sich zu helfen? Hmm … Ich glaube nicht, Tim!”
    Überleg doch mal, was Du selbst oder auch nur dein Freundeskreis ohne Strom, fließend Wasser, Heizung und Nahrungserwerb machen könntest … außer vielleicht Euch zusammenrotten, um zu Plündern. Gerade in Ballungsgebieten wird das sehr schnell heikel.
    Im ländlichen Bereich mag vielleicht noch was gehen, aber auch da ist schon verdammt viel automatisiert. Wer melkt denn da 300+ Milchkühe jeden Tag? Richtig eine Maschine, die Strom braucht. Die Wenigsten – auch auf dem Land – können noch mit der Hand melken. Doch melken mußt du, sonst gibts ne Euterentzündung und das Viehzeug geht über den Jordan. Ok, könnt man es vorher schlachten, aber wer kann das und weiß auch wie man es weiterverarbeitet ohne moderne Technik.

    Der Mensch hat durch die Technik enorm an Wissen eingebüßt und wenn diese Technik ihn einmal im Stich läßt, dann ist er aufgeschmissen. Frag doch mal jemanden nach der Telefonnummer seiner Freundin/seines Freundes und lass ihn nicht im Handy nachsehen. Ich behaupte mal plakativ jeder Handybesitzer weiß nicht mal vier Nummern, die er da drin gespeichert hat und sehr oft anruft!”

    ChrisKong:
    “Und deswegen geht die Welt trotzdem nicht unter. Und ich hab ja eingeräumt, dass sowas lokal passieren kann, aber global eher unwahrscheinlich. Wenn der Mensch dann gezwungen sein sollte, dann wird er sich schon durchschlagen, man mag es ihm kaum zutrauen, aber dass es so ist, hat die Geschichte wiederholt bewiesen, seien es Pest, Dürre oder anderweitige Katastrophen. Spreche ja nicht davon, dass man unter solchen Umständen seinen Lifestyle wird aufrecht erhalten können, aber der grosse Exodus ist eine viel beschworene Übertreibung die erst noch bewiesen werden muss, was ich aber niemandem wünsche.”

    Nightrain:
    Die Welt sicher nicht, aber unser Leben – im Sinne dessen, was wir kennen und als Normalität bezeichnen!
    Dank der globalen Vernetzung wird so Etwas, selbst wenn es nur Deutschlandweit sein sollte, sehr wohl überall zu spühren sein. Ich sage auch nicht, dass es so komm muss oder wird, sondern dass dies eine reale und vor allem unterschätzte Katastrophe ist.

    Dir ist hoffentlich auch klar, dass die von Dir beschriebenen vergangenen Ereignisse, wie Pest und Dürren, nicht so einfach ausgesessen wurden, sondern dass da je nach Zeitalter etliche hunderttausend Menschen umgekommen sind!?

    … btw. meinst Du nicht Exitus, im Sinne von Untergang? =)

    RavingRabbit:
    “@Kong & Nightrain
    “Weltuntergang” ist halt immer eine Sache der Definition.
    Ich definiere Weltuntergang ja immer dadurch ,dass die Welt untergeht ,wie wir sie kannten.
    Sobald die Menschheit sich dazu gezwungen sieht ihre moralischen ethischen Vorstellungen ,ihre Sozialisation und ihr geordnetes Leben radikal zu überdenken bzw. vielleicht sogar komplett umzustruktieren ,kann man eigentlich schon von einem “Weltuntergang” sprechen.
    Durch einen totalen Ausfall des Netzwerkes ,wäre so ein Szenario denkbar. Viele Infrastrukturen unseres Lebens würden schlicht nicht mehr funktionieren ,wie Nightrain schon richtig angemerkt hat.
    Mit dem Notstrom ist es halt auch so eine Sache. Technologisch gesehen haben wir jede Menge Möglichkeiten Strom zu erzeugen ,nur das längerfristige Speichern gelingt uns noch nicht so richtig. Irgendwann ist jede Batterie leer ,jedes Aggregat hat irgendwann kein Benzin mehr.
    Je länger so ein Ausfall dauern würde ,umso unwahrscheinlicher wäre es ,dass wir wieder in unser altes Muster und unser gewohntes Leben zurückkehren würden.”

    ChrisKong:
    “@Nightrain
    Klar gabs viele Opfer, aber man muss den grösseren Zeitrahmen sehen, und heute gibt es 8 Milliarden Wahnsinnige und ich auf dieser Kugel. Ist doch eine Frage der Perspektive, denn der grössere Teil der Menschheit hat keinen Strom und sauberes Trinkwasser. Man macht gerne den Fehler und redet von der Menschheit die bachab geht und meint eigentlich Europa und Nordamerika, so wie in den Filmen die Aliens immer in den USA landen ;-)

    RavingRabbit:
    “@Kong
    Ja ,da hast du auch recht. Wobei gerade die Entwicklungsländer bei einem Szeanrio eines totalen Netzwerkausfalls ,wohl einen leichteren Stand hätten als die westliche Welt. Die leben ja schon ständig mit wenig und müssen trotzdem irgendwie über die Runden kommen ,während hier bei uns in der westlichen Welt viele schon eine Stunde lang ohne Smartphone aufgeschmissen wären.
    Das Umdenken bzw. die Umstrukturierung würde in unserem Teil der Welt wohl deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.
    Nebenbei: Einen totalen Exitus ,im Sinne eines biblischen Weltuntergangs oder einer Apokalypse ,halte ich auch für urealistisch.
    Selbst im Falle einer Reihe an unzähligen Naturkastastrophen ,Seuchen und Krankheiten ,würden wohl immer noch genug Menschen überleben ,um das Fortbestehen unserer Rasse zu sichern. Was das angeht sind wir fast so schlimm wie Kakerlaken ;-)

    Captain Carot:
    “@Affe&Häschen: Der Kleintierzoo vergisst hier aber u.a., dass die Industrienationen seit geraumer Zeit z.B. dabei sind, Lebensmittel in die “dritte Welt” zu exportieren und diese Länder somit, absurder Weise, immer abhängiger von unserer Nahrungsmittelproduktion machen.

    Ein echter Crash hätte also nach aktuellem Stand immer schlimmere Folgen anderswo. ;-)

    … ich hoffe ich hab nix übersehen …

    #1140719
    Anonym
    Inaktiv

    Natürlich habt Ihr Recht, wenn Ihr darauf verweist, dass da noch Milliarden Menschen mit fast mittelalterlicher Technik leben – die aber auch, wie der Captain auch so schön angemerkt hat, immer schön Nahrungsmittel von uns geliefert bekommen.
    Nur ganz ehrlich, beziehe ich die nicht in meine Betrachtung mit ein, denn
    1. Ganz ehrlich, was schert mich das Unglück anderer Leute, wenn ich selber gerade vielleicht krepiere. (Ich weiß, das klingt gemein.)
    2. War meine Überlegung ohnehin auf unsere Breitengrade, sprich die westliche Welt, ausgerichtet.
    Jemand, der ohnehin schon ohne Strom lebt, der wird ihn nicht vermissen, anders sieht es aber in jenen Nationen aus, die sich davon abhängig gemacht haben. Klar würde auch in Europa Leute überleben, die Frage ist nur wie.
    Wir sind so viel Leute hier, die man ohne die moderne Landwirtschaft niemals ernähren könnte. Dazu kommt, dass nur noch ein Buchteil der westlichen Bevölkerung überhaupt weiß, wie man Pflügt, mit einer Sense umgeht, zu Melken und und und …
    Das, was wir vor 60-70 Jahren noch gewußt und vor allem gekonnt haben, ist verloren gegangen … oder eigentlich einfach (aus)gestorben.

    Dazu sollte man nicht auch unsere gute medizinische Versorgung vergessen, die dann ebenfalls ausfällt. Medikamente sind irgendwann alle. Chronisch Kranke schauen dann auch schnell in die Röhre.

    Bei mir haben diese Überlegungen angefangen, als ich diese Doku über ziemlich seltsame Leute gesehen habe:
    http://www.youtube.com/watch?v=mNTBJEajbbE
    (es gibt noch ne längere Fassung, die ich aber gerade nicht finde)
    Erst war es nur witzig – ok es ist immer noch … XD … aber nach ein paar Gesprächen, auch mit jemanden, der relativ weit oben für einen großen deutschen Energieversorger arbeitet, war ein Szenario ohne Strom dann schon weniger witzig …
    Versteht mich bitte nicht falsch. Ich betreibe keine Lager, hocke nicht im Bunker und mache mich auch nicht für den letzten Kampf bereit. Ich finde das Thema nur so faszinierend. Für mich ist es neben Kriegen eine reale Möglichkeit, die ich beängstigender finde, als jeden Horror-Film, -Spiel oder -sonstwas. ;)

    #1140720
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer
    Nightrain wrote:
    zergel ich das einfach mal hier her

    [img]http://fudder.de/fileadmin/media/images/izetit1.JPG[/img]

    #1140721
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    In den USA gibt es ja auch die Preppers die sich auf den kommenden Zusammenbruch vorbereiten. Mit Bunker und Schießtraining.

    #1140722
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer
    Quote:
    Schießtraining

    Was wieder ungemein elementar ist. :-p

    Es gibt immer massig Weltuntergangsszenarien. Das hat natürlich auch immer einen großen Faszinationswert. In der Praxis sieht die Sache dann meist anders aus. Wissenschaftliche Analyse zum Ausbruch eines Supervulkans z.B.: Schlimm aber nicht das Ende der Menschheit. Sogar weit weniger schlimm, als zeitweise befürchtet.

    Interessanter sind da oft schon die “Wir reiten uns selbst in die Scheiße” Szenarien, vom Atomkrieg über den Ausbruch hoch ansteckender, zurechtgezüchteter Viren bis zum globalen Blackout. In der alltäglichen Praxis gibt es natürlich viel größere Alltagsprobleme. Bei uns sterben die meisten Menschen an Krankheiten, Altersschwäche oder Unfällen, ganz banale aber reale Gefahren.

    Wenn man also Horrorszenarioausmalbilder ins Netz stellt, dann ist auf der anderen Seite auch die ganz normale Risikoforschung interessant.

    Gleichzeitig sollte man sich wiederrum klar machen, dass unser Lebensstandard und unsere Technikabhängigkeit unmittelbar zusammenhängen. Weniger Technikabhängigkeit ginge letzten Endes nur bei Verzicht auf moderne Technik, was den Lebensstandard senken würde.

    Das gilt sogarr für Konzepte wie Urban Farming, die letzten Endes doch von unserer modernen Infrastruktur abhängen.

    #1140723
    RavingrabbidRavingrabbid
    Teilnehmer

    Gut ,jetzt haben wir wirklich ein eigenes Thema hierzu ;-)

    Ok ,zum Thema:
    @Nightrain:
    Ja ,es mag grausam klingen ,aber du hast recht. Wenn wir uns mit diesem Thema beschäftigen sollten wir die dritte Welt und die Entwicklungsländern vielleicht außer Acht lassen. Wenn es wirklich zu so einem Szenario kommen würde ,wäre sich sowieso jeder selbst der Nächste.
    Und wie du schon sagtest: “Was man nicht hatte ,kann man auch nicht vermissen.”

    Es ist schon erschreckend festzustellen ,wie viel in unserer modernen Welt von einer gut funktionierenden Stromversorgung abhängig ist.
    Um uns ein “Weltuntergangsszenario” zu drängen würde es schon reichen uns einfach den Saft abzudrehen.
    Du hast hier schon ein paar gute Beispiele genannt.
    Und je länger so ein totaler Ausfall dauern würde ,umso schlimmer wären die Folgen.
    Nahrungsversorgung wäre schwierig. Nur Trockennahrung ,Rationen und Konserven wären über einen längeren Zeitraum haltbar. Alles was gekühlt werden müsste ,würde ziemlich schnell verderben. Um uns über längere Sicht mit Nahrung zu versorgen müssten wir wohl oder übel wieder zur Selbstversorgung zurückkehren. Aber wer kann das noch?
    Auf dem landlebende Menschen hätten hier vielleicht einen Vorteil. Hier dürfte es genug Nutzfläche geben um das ein oder andere Feld zu bestellen. Vieh und Nutztiere dürften ,zumindest vorerst ausreichend vorhanden sein.
    Obwohl selbst hier ,nur noch die wenigsten wissen ,wie man traditionelle Landwirtschaft betreibt.
    Von der Stadt ganz zu schweigen. Je größer die Stadt ,umso verheerender wären wohl die Folgen. Plünderungen ,Raub ,Mord und Gewaltverbrechen würden wohl in kürzester Zeit radikal zunehmen. Jeder würde anfangen um sein eigenes Überleben zu kämpfen ,um sich soviel zu sichern wie nur irgend möglich.
    Medizinische Versorgung wäre auch sehr schwierig. Ohne Strom funktionieren keine Krankenhäuser. Medizinisches Equipment könnte nur bedingt steril gehalten werden und auch Medikamente haben ein Verfallsdatum. Neue Medizin herzustellen ,ist ohne Strom und dazugehöriges Gerät so gut wie unmöglich.
    Die Trinkwasserversorgung wäre auch ein echtes Problem. Klär-und Wasseraufbereitungsanlagen würden ausfallen. Sauberes Trinkwasser würde zur Mangelware werden und Wasseraufbereitungstabletten wachsen nicht auf Bäumen. Gerade in einer großen Stadt wäre das ein schwerwiegendes Problem.
    Infolgedessen könnten sich Krankheiten und Seuchen wieder ungehindert ausbreiten…

    In den ersten paar Wochen oder Monaten eines totalen Ausfalls ,wären die Folgen noch nicht so tragisch. Die Menschen würden anfangs wahrscheinlich noch zusammen arbeiten um nach Lösungen zu suchen.
    Aber je länger es andauern würde ,umso verzweifelter würden wir werden…
    Wir würden irgendwann anfangen uns von überschüssigen emotionalen Ballast zu trennen und unsere Moralvorstellungen wohl über Bord werfen. Irgendwann würde vermehrt das Recht des Stärkeren gelten.

    P.S:
    Ich kann dir nur beipflichten. Das Thema ist ungemein faszinierend :)

    #1140724
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Faszinierend für die Literatur und Filmwelt, im echten Leben beschäftigt man sich so gut wie kaum mit sowas. Verständlich, Furcht ist ein schlechter Ratgeber. Das Amerika voll mit Idioten ist, weiss man nicht erst seit den Preppers.
    Die Faszination mag auch daraus resultieren, dass man in eine gewisse Richtung weiterdenkt, als es realistisch wäre und übersteigert. Eines kann man mit Sicherheit sagen, nämlich, dass so eine Situation völlig unberechenbar bleibt. Die Dynamik, die sich bei einem Ereignis, apokalyptischen Ausmasses ereignen würde, lässt sich schlicht nicht an irgendwelchen Verhaltensmustern festmachen. Man kann also sagen, dass einige sich besser und andere schlechter damit werden arrangieren können. Dies hat auch nicht mit dem gesellschaftlichen Status zu tun, da der bei einem Reboot ja eigentlich hinfällig wär.
    So eine Situation würde gleichzeitig das Beste und Schlechteste aus einem Menschen herausholen, sich irgendwann aber wieder einpendeln, der Mensch ist und bleibt ein Gewohnheitstier, auch wenn er sich neue Gewohnheiten zu eigen macht, wahrscheinlich gibt ihm das Halt und Sicherheit.
    Das Thema ist ohne Frage sehr spannend und Filme dies dazu gibt, kann ich gar nicht oft genug schauen, aber ich bin froh, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass es Fiktion bleibt und nicht eintreffen wird.

    #1140725
    RavingrabbidRavingrabbid
    Teilnehmer

    Da geb ich dir recht :)
    So ein Szenario sollte besser Fiktion bleiben.
    Und es stimmt. Wenn so ein Szenario irgendwann einmal ,durch welchen Umstand auch immer ,wahr werden sollte ,würden die Menschen sich im Laufe der Zeit wieder resozialisieren. Nach anfänglichen Chaos ,würde man irgendwann wieder einem relativ geordneten Leben nachgehen und sich wieder in Gruppen zusammenrotten. Irgendwann würde wieder so etwas wie ein Alltag entstehen.

    #1140726
    Anonym
    Inaktiv

    Das Schönste an diesen Untergangsszenarios ist für mich,wie dünn scheinbar die Schicht der Zivilisation ist.Nimm den felllosen Affen ihre Sicherheit und ihr verzerrtes Affenantlitz bricht nach wenigen Tagen durch.Der Mensch,das kaputteste und krankeste Tier auf diesem durchs All sausenden Felsen…
    Tatsache ist,dass es über kurz oder lang zu solch einer Apokalypse kommen wird,ja,kommen muss,da es von diesen zweibeinigen Gestalten ca. 6 Milliarden zuviel gibt.
    Wir sind,wie Agent Smith es in Matrix formuliert,tatsächlich der Krebs dieses Planeten.Und unsere vorgetäuschte Kultur ist eine illusionäre,die keine Woche nach dem Kollaps auf Nimmerwiedersehen verschwunden sein wird.
    “The streets smell of burnt rubber and urine,
    The time for debates is over,it`s time to act,time to fight through!
    People are willing to eat rats to survive,
    Seven days and they`ll return to cannibalism.

    Is this hyperreal?”
    (ATR)

    #1140727
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Ein Philantrop scheinst du nicht zu sein, was?

    #1140728
    RavingrabbidRavingrabbid
    Teilnehmer

    Aeon hat aber nicht ganz unrecht.
    Irgendwann muss das System einfach kollabieren. Das muss ja nicht in unmittelbar absehbarer Zeit passieren ,aber irgendwann passiert’s bestimmt…
    Bis jetzt wurde jede Zivilisation auf dem Höhepunkt ihrer Existenz vernichtet. Rom ,Kathargo ,Ägypten….
    All diese Zivilisationen haben quasi über Nacht Feuer gefangen und sind lichterloh untergegangen. Und heute lesen wir nur noch in Geschichtsbüchern und Museen über sie.

    #1140729
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Und weiter? Die Dinosaurier hats auch zerlegt. Wie lange es die Menschheit noch so macht weiß eh keiner. Vielleicht behängen wir uns in 100 Jahren mit Fahradketten und werden von Mel Gibson verhauen.

    #1140730
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nein, das System muss absolut nicht kollabieren, zumindest, wenn man mit System menschliche Zivilisation meint. Allerdings müsste sich unser aktuelles System dafür massiv ändern, dann wäre das nicht mal unbedingt ein Problem.

    @Rabbid: Meist wurden solche Zivilisationen von ihren Nachbarn plattgemacht, Karthago von den Römern, die Römer von…

    Mittlerweile entwickeln wir uns aber Stück für Stück zu einer globalen Zivilisation. Die könnte sich so gesehen nur selbst auffressen. Auch da gilt aber, generell gibt es genug Mittel und Wege, dafür müsste man aber einiges am System verändern. Vielleicht hätten dann z.B. auch alle in Europa außer Großfamilien Kleinstwagen mit Alternativantrieb statt einem Mercedes ML und allgemein wäre die Gesellschaft weniger auf Verbrauchskonsum ausgerichtet.

    #1140731
    ChrisKongChrisKong
    Teilnehmer

    Von dem wohl kaum. Den Doomsday wird hier vermutlich nur ein Forenmitglied überleben ;-D

    #1140732
    RavingrabbidRavingrabbid
    Teilnehmer

    Ja ok ,ihr habt ja recht. Was ich gesagt hab hat sich vielleicht auch ein wenig extrem angehört. Ich bin mit Sicherheit kein Weltuntergangstheoriker und paranoid bin ich auch nicht.
    War halt ein sehr weit ausgeholtes Beispiel.
    Man kann halt nicht genau sagen was passiert ,solange es eben nicht passiert ist. Alle meine Annahmen beruhen ja nur auf Theorien meinerseits.
    Und auf von Sci-Fi und Endzeit-Geschichten beflügelten Fantasien ;-D
    Wenn es denn mal wirklich soweit sein sollte ,kriegt’s von uns wahrscheinlich eh keiner mehr mit.


    @kong

    Was machst du eigentlich im Ernstfall? Hast du dir schon genug Bananen gesichert ? ;-D

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