Durchgezockt – Assassin’s Creed Syndicate

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Und weiter geht’s… die einzelnen Bezirke in London werden auch von Gegnern mit unterschiedlichem Level behaust. Dieser Aspekt hilft der Motivation wirklich enorm. Man ist stetig gezwungen neues Gear zu erwerben, um Zugriff auf Problembezirke zu bekommen. Dadurch werden alle Elemente des Spiels perfekt angetrieben, man braucht Baupläne, man braucht das Geld, also macht man eben auch den dazugehörigen Kram und macht den nun gerne, weil man immer ein Möhrchen vor der Nase hat. Gleichwohl ergibt sich auch in der vollgespachtelten Map ein latenter roter Faden der ein wenig aussiebt wie man sich da bewegt und wo man sich aufhält und welche Missionen man angeht, da es wenn man unterlevelt ist unglaublich zäh werden kann.

Dies alles grenzt diesen serientypischen Overflow sehr gut ein und verleiht der Welt und den Aufgaben wie auch der Ausrüstung Struktur. Erfreulich ist, dass das Zusammenspiel aus Leveln, Fähigkeitsausbau, berackern bestimmter Bezirke und den Ressourcen die damit einhergehen eine wirklich ordentliche Balance hat, die sich bei mir und meiner Spielweise bis zum letzten Level aufrecht halten konnte.

Diese Form des Light-RPGs wertet die Ubi-Formel in so einer Ausführung in meinen Augen wirklich ENORM auf.

On top zu dieser gelungenen Entwicklung des Charakters, ist die Aufgabe des Spielers London zu befreien. Die Bezirke sind fest in der Hand einer anderen Bande. Die Fryes gründen aber auch eine Bande. Und man erobert mit dem Abwickeln der Subaufgaben kleine Flächen in den Bezirken. Hat man die elementaren Subquests innerhalb eines Bezirkes gelöst, startet man einen Bandenkrieg, wo man gegen den Chef des Bezirks kämpft, um ihn sich vollends unter den Nagel zu reißen. Auch diese Komponenten sind keine reine Augenwischerei. Denn je mehr Teile eines Bezirks man erobert hat, desto häufiger wird man in diesem Bezirk seine eigenen Bandenmitglieder antreffen. Und diese kann man im Vorbeilaufen rekrutieren, so dass sie einem als Rudelführer folgen und mit einem Kämpfen. Und das macht tatsächlich Spaß, es geht herrlich unkompliziert von der Hand und ist je nach Missionstyp eine Riesenhilfe. Möchte man beispielsweise aus einem Bezirk eine Kutsche entführen, sind Wingman die da mit eigenen Kutschen mitrasen und helfen die Angriffe von Verfolgern abzuwehren eine hilfreiche Unterstützung, welche solchen Szenen eine zusätzliche Portion an Dynamik verleiht. Manche Missionen wird man insofern gar nicht ohne diese Hilfe angehen wollen. Natürlich kann man solche Leute auch für Ablenkungsmanöver einsetzen, indem man sie irgendwo angreifen lässt und den Radau nutzt um irgendwo reinzugehen. Aber auch insgesamt ist es einfach immer wieder lustig. Wenn einen ein Streuner der verfeindeten Bande auf der Straße erkennt und sich aufplustert und blöde Sprüche klopft, und man hat gerade zwei eigene Mitglieder im Schlepptau, ist es einfach Fun den Cursor über den sich aufspielenden Macker zu bewegen, den Befehl zum Angriff zu geben und in sich hineinzukichern wenn der dann von den eigenen Jungs aufgemischt wird.

Mag sich vielleicht intuitiv nach etwas anhören das stört, aber es ist ernsthaft gelungen und sehr minimalistisch, und man setzt es auch nur situativ ein. Man hat nicht ständig Leute im Schlepptau, aber dass man sie rekrutieren kann ist cool, spaßig und oft äußerst hilfreich.

Oje, ich merke ich habe jetzt schon viel zu viel geschrieben, aber es gibt halt noch mehr.

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Walldorf
7. März 2016 12:06

Mein Fehler war es Black Flag nach dem tollen Rogue zu spielen. Und da fällt es einfach in jeder Beziehung deutlich ab. Das Piratensetting passt auch nicht zu Assassin’s Creed in meinen Augen. Auch wenn es objektiv sicher kein schlechtes Spiel ist.Mir hat sogar der viel gescholtene dritte Teil enorm viel Spaß gemacht und auch das erste Assassin’s Creed hab ich genau wie den PSP-Ableger durchgespielt.Aber Unity und Syndicate haben mich beim halbstündigen Anzocken absolut kalt gelassen.

5. März 2016 22:31

Stimme Kaoru zero one in all seinen Ausführungen zu. Mehr kann man zu AC S eigentlich nicht zusammenfassen. Nicht mal bei Teil 3, den ich eigentlich richtig mies fand, nur um dann von Unity gezeigt zu bekommen, dass es zumindest erzählerisch noch viel unterirdischer geht – und selbst bei dem -, musste ich mich nicht zwingen das Spiel durchzuspielen. Bei Syndicate war es dann echt nur noch eine Qual und und ich hab nur noch die Haupthandlung und die erste “”Mission”” danach durchgespielt und dann war Schluss und ich hab es direkt gelöscht!

5. März 2016 17:49

: seh ich genauso, wegen der Story hat man das doch eigentlich gespielt. Spiel bei Gelegenheit mal Black Flag, da ist zwar der Part “”Jetzt-Zeit”” & “”Erste Zivilisation”” ziemlicher Murks, aber der Path von Edward (der ja der Haupteil des Spiels ist) i

ChrisKong
5. März 2016 17:08

Allerdings hat es auf der erzählerischen Ebene gravierende Schwierigkeiten, die selbst im Kontext dessen, dass AC auch generell kein Vorzeigetitel hinsichtlich Story und Telling ist, deutlich spürbar abfallen, wenn auch nicht im vollen Umfang. Aber eines nach dem anderen.Warum spielst denn die Reihe überhaupt? MMn absoluter Nonsens diese Behauptung. Das Storytelling ist mit noch der Grund gewesen, bei den schwächeren Episoden bis und mit Teil 3, die Spiele zu beenden. Wer jetzt sagt, er spielt das nur, um die Map abzugrasen, dem glaub ich das nicht so recht.

Dex Dexter
5. März 2016 16:54

Ha, danke für den Beitrag! Hab tatsächlich Syndicate ausgelassen weil ich in Unity null reinkam und es so bei 10-20% Spielfortschritt versauerte auf der Festplatte. Dachte “”noch ein AC”” ist dann Unsinn (Black Flag mochte ich allerdings auch nicht so wirklich, die Seeschlachten waren mir zu langatmig, mein Highlight ist nach wie vor AC2, gefolgt von Brotherhood).Aber jetzt hab ich auf Syndicate richtig Lust bekommen jedenfalls. Denn prinzipiell mag ich ja AC, es wurde mir nur Seeschlachten und vor allem Unity verleidet. Wird nachgeholt (und Unity gelöscht).

Insanity
5. März 2016 16:09

Black Flag ist der einzige Serienableger, mit dem ich mich überhaupt auseinander gesetzt habe. Entsprechend subjektiv und parteiisch ist entsprechend meine Meinung: Assassin’s Creed ist es einfach nicht, nicht für mich. Black Flag war cool, vor allem wegen des Piratensettings und eben weil es spielmechanisch für mich neu war. Ein Spiel wie Syndicate – oder auch das nächste oder übernächste Assassin’s Creed – brauche ich einfach nicht, sofern sich an der Mechanik oder dem grundsätzlichen Spielprinzip nicht mal frischer Wind einstellt. Ehm, ja. Worum ging’s hier nochmal? 😀

Maverick
5. März 2016 13:43

Obiges Zitat “”denn es ist einer der besten der gesamten Serie, für mich zum Ende hin durchaus auf Augenhöhe mit dem auch sehr feschen Black Flag.””Trifft es für mich perfekt ergänzen dazu möchte ich einer der besten Titel der Serie mit Teil 2. Zuletzt war Black Flag mein Highlight, aber Syndicate war besonders wegen des London Szenarios und Evie Frye mal wieder einer der besonderen Teile, zum Glück wie zuletzt Unity wieder komplett ohne MP Modus und ohne diese beschissen imo überhaupt nicht zur Welt passenden Abstergo Sequenzen.

5. März 2016 13:58

Öhm, ich hab ja alle Assassins Creed Teile (DS Ableger usgenommen) durchgezockt. Ich liebe die Francise sehr und freue mich auf den nächsten Teil, der ja wieder von den Black Flag Machern ist. Aber nachdem ich hier die 6 Seiten gelesen habe, bin ich der Meinung wieder ein Stück meiner Lebenszeit verschwendet zu haben. Genau wie mit dem Spiel AC:Syndicate. Ich kann kaum in Worte fassen wie sehr meine Meinung zu dem Game, die des Autors wiederspricht. Persönlich halte ich die Episode für noch ne Ecke schwächer als Unity. Mag sein das es sich besser spielt, tröstet mich aber Null über die Belanglosigkeit dieses Games hinweg. Nix an diesen Spiel hat mich begeistert. London ist schön, grafisch aber nen Ticken schlechter aus Unity, man kann auch deutlich seltener irgendwo rein… eigentlich fasst nirgends, abgesehen von nen paar Pups. Die Gegner sehen alle gleich aus. Der Enterhaken passt einfach nicht in die Epoche und nimmt der Franchise mehr als nur ein Stück Glaubwürdigkeit. Die Faszination die AC auf mich seit jeher ausübte war die eigentliche Story, die Möglichkeit einen interaktiven Geschichtsunterricht zu spielen, historische Persönlichkeiten zu treffen und zu erfahren für was sie eigentlich Berühmt wurden, natürlich den Lebens & Leidensweg der Hauptcharaktere und nicht zu vergessen die Science Fiktion Komponente um die Vorläufer. In all diesen Punkten versagt Syndicate auf ganzer Linie. Ne Story hat das Spiel nicht, interaktive Geschichte erleb ich auch nicht, man trifft zwar Persönlichkeiten wie Karl Marx, aus dem Game selbst, lässt sich aber nicht ableiten wofür der eigentlich berühmt ist. Der Weg von Evie & Jacob ist… …dafür fehlen mir schlicht die Worte, gab es sowas wie Charakterentwicklung überhaupt?, ich jedenfalls hab die nicht gefunden. Jacob war nen Unsympath, wenn auch nicht so schlimm wie einst Connor. Evie kam wenigsten sympatisch rüber ist aber deutlich weniger präsent, macht dann bestenfalls 50% also gerade so ne 4 wenn man vom Schulnotensystem ausgehen würden. Wenn wir auf den roten Faden der Story eingehen (also der Part der alle Teile miteinander verbindet) dann kommt Juno(böse Vorläufer Tusse) nur mal zu Wort um zusammen zufassen was eigentlich seit Teil 3 passiert ist, nämlich nix, die Entwickler wollten wohl dem Spieler in Erinnerung rufen das es mal sowas wie nen Background Story gab die sich aber seit dem Ende von Teil3 nicht entwickelt hat. Auf Gameplayebene gab es einige sehr fragwürdige Designentscheidungen. Driften mit Kutsche zu Beispiel, was mir besonders sauer aufstieß war die unmöglichkeit zu Sterben durch Fallhöhe, wenn man einen Sprung in den Tod wagen möchte, springt der Charakter nur wenn das Spiel weiß das er den Sturz überlebt, ist es zu Hoch springt der Charakter einfach nicht, ganz egal wie sehr ihr das wollt. Dadurch fühlt man sich so sehr an die Hand genommen das man sich wie der letzte Casual Gamer vorkommt. Eure Oma könnte das Ding durchspielen ohne mal GAMEOVER zu gehen. Die Ubiformel wird hier bis zum Erbrechen ausgereizt. Die Sammelaufgaben, wie Bierdeckel und getrocknete Blumen sind nicht in den Handlung eingebetet oder sonstwie sinnvoll eingebetet im Gegensatz zu den suchen von Federn(AC2) oder der durchaus tollen musikalischen Erweiterung durch das finden der Shantys in BF & Rouge. Die meisten Ausrüstungsgegenstände werdet ihr nie benutzen und mir tut der Typ leid dessen Job es war Schlageringe, Kukri, Revolver usw. zu designen, man benutzt nämlich nur die Anfangswaffen und ersetzt diese irgendwann durch Lv. 9 oder 10 Waffen, der ganze Kram dazwischen ist nur drinnen damit der Typ beschäfftigt war und wird mkt sicherheit von 99,9% der Spielerschaft ungenutzt gelassen. Technisch hat das Spiel einige Macken die mit bei größeren NPC Gruppen auftreten, so verschwinden diese gerne plötzlich und verwandeln sich einfach (von NPC in anderen NPC) und je schneller ihr unterwegs seit( mit Kutsche) umso häufiger treten slowdowns auf und es kommt zu plötzlich aufpoppenden Levelinventar. Apros Levelinventar: es gibt eine IngameChallenge wo man 5000! Levelgegenstände mit Kutsche zerstören muss, was in stundenlangen Heizen (GTAlike) über den Bürgersteig ausartet, sehr Assassinenhaft. Was mich richtig genervt hat ist die Tatsache das der Killcounter, ohne das ich es wirklich drauf angelegt hätte die 3000 marke locker durchbrochen hat. Alle naselang will dir jemand ans Leder obwohl man einfach nur rumsteht. Der größte Schwachpunkt ist es aber das das Ding einfach keinen Spass macht. Ich persönlich halte es für den derzeitigen Tiefpunkt der Serie, weil es mich weder vom Gameplay, noch von der Handlung oder der Charakterlichen Entwicklung in irgendeiner weise begeistert hätte, ich finde das nicht mal solide und Historischen Lernwert gab es diesmal auch nicht. Das war wirklich Pure Verschwendung von wertvoller Lebenszeit.Ps. Lustiges am Rande, im Spiel kann ich Kinder die in einer Fabrik arbeiten befreien, spielerisch hat es den nutzen das die Kinder dann auf der Straße Taschendiebstahl bei Passanten begehen und mir die Beute auf Anfrage zukommen lassen. Ich weiß, Kinderarbeit ist was schreckliches, aber die Logik das ich Leute aus ihren ehrlichen, wenn auch schlecht bezahlten Job “”befreie”” nur um sie als Taschendiebe zumissbrauchen und mich dann auch noch fühlen soll als hätte ich ein gutes Werk getan, muss mir erstmal jemand erklären. Muss so nen Assassinen Ding sein… sind halt die guten.

sansibal
5. März 2016 12:21

Wow, ein neuer Blog am Samstag. Verdammt lang her die Blogs von Sascha und captain carot.