Mass Effect: Andromeda – Das große Test-Tagebuch (Teil 4)

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Trotzdem macht mir das Erkunden der landschaftlich grandios gestalteten Planeten Spaß. Und mir gefällt, dass es mehr Städte gibt – ich habe mir immer gewünscht mal die Heimatplaneten der Elcor und Hanar zu sehen, die im Übrigen auch schöne und unsinnige Aliens waren. Bisher habe ich auf jedem Planeten eine Stadt oder Siedlung gefunden…

Da ich gerade von Hanar und Elcor sprach: Etwas wenig bevölkert erscheint mir dieses Andromeda, bisher traf ich auf eine “böse“ Spezies, die Kett, und eine “gute“. Ob sich das noch ändert – oder ob das extra so gestaltet ist, damit mehr Platz für uns Neuankömmlinge bleibt?

Doch obwohl wir die Neuen in Andromeda sind, ist es nicht das gleiche Gefühl wie in Teil 1: Die Initiative, die die Reise organisiert hat, erinnert mich ein wenig zu sehr an Cerberus, deswegen möchte ich nichts im Namen der Initiative unternehmen. Lieber versuche ich, auf neue Spezies einen guten Eindruck zu machen, ihnen zu helfen und ihr Vertrauen zu gewinnen, die passenden Dialogoptionen dafür existieren. Außerdem habe ich diesmal die Entscheidung, ob ich mehr in Militär oder Forschung investiere. Das fühlt sich gleich mehr nach Verständigung und dem Lösen von Konflikten an. Mass Effect 2 und 3 waren mir am Ende zu militärisch…
 
Das spiegelt sich auch in meiner Truppe wieder: Die ist bunt gemischt, von sechs Begleitern sind zwei Menschen, der Rest Aliens. Auch wenn ich noch nicht sagen kann, dass sie mir schon richtig ans Herz gewachsen wären, es ist erstaunlich, dass BioWare es wieder geschafft hat, sehr eigenständige Charaktere zu entwickeln. In einigen Aspekten erinnern sie an frühere Teammitglieder, so zum Beispiel der Gutmensch Liam an den Saubermann Kaidan, oder sie sind auffällig kontrastiert zu ihnen, wie burschikose Asari Peebee im Vergleich zum blauen Bücherwurm Liara.

Ob Mass Effect: Andromeda unterm Strich eine phantastische Spielerfahrung ist, werde ich erst nach dem Durchspielen sagen können. Was ich bis jetzt gesehen habe, gefällt mir gut und ist definitiv spielenswert. Für eine Wow-Erfahrung muss es sich aber noch mehr von den Vorgängern lösen. Sonst bliebe das unschöne Gefühl, dass hier versucht wurde, das Tolle von Mass Effect zu imitieren, statt etwas Neues zu erschaffen.

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11. April 2017 16:34

ich bin letzte woche doch schwach geworden….gekauft, installiert, gespielt. aus samstag abend wurde sonntag früh. ich bin aktuell bei knappen 18 stunden spielzeit und teile die einschätzung. es gefällt mir, es fühlt sich wie ein mass effect an.leider nervt die technik. wobei sich auch das anfühlt wie nach hause kommen. gesprächspartner versinken urplötzlich im boden oder zucken plötzlich nach links oder rechts. einmal hatte ich einen kompletten tonausfall. rund läuft es mal wieder nicht. weder das spiel noch die charaktere.aber ich bleibe dran. andromeda gefällt mir!

Fanti
31. März 2017 13:41

Nach 25Stunden bin ich noch immer begeistert vom Spiel. Es ist der nicht der Oberhammer, aber ein gutes, wenn nicht sogar sehr gutes Spiel.