Vorbestellung? Pfft… ein Mann hatte die Mission: eine Switch am Erscheinungstag auch ohne Vorab-Garantie zu ergattern hier könnt Ihr lesen, wie sich alles zugetragen hat:
Ich hatte noch irgendwie gedacht, der real in der Südstadt, 7 Uhr, vielleicht juckt’s ja keinen. Aber doch stand da schon eine kleine Menschentraube. Dann war mein Gedanke, vielleicht arbeiten die da und warten auf jemanden der aufmacht. Ein irrationaler Gedanke, aber beim Anblick dieser Kerle bekam ich dann doch Sorge leer auszugehen und flüchtete mich in Wunschgedanken. Diese lösten sich allerdings instant in Luft auf, denn durch selbige rauschten Schlagworte wie Mario Odyssey, Nostalgie, Diskussionen zu Zelda-Spoilern etc.
Naja, endlich mal normale Leute, aber halt auch Konkurrenz!
Dann hier und da ins fachsimpeln gekommen, und pünklich um sieben gingen die Schiebetüren auf. Wir waren da zu neunt, natürlich hatte ich durchgezählt, und ich hielt es absolut für vorstellbar dass es nicht reichen wird.
Anfangs gingen alle gesitteten Schrittes rein, und ich war in einer strategisch guten Position. So gingen wir etwa fünf Meter, und dann meinte ich, mir ist alles scheißegal, wenn ihr nicht wollt, bitte, aber ich laufe.
Und dann lief ich los. Etwa die Hälfte fing an zu lachen, die andere Hälfte lief sofort mit, die lachenden beschleunigten den Schritt. Ich der die Position an der Spitze eingenommen hatte bremste auf raschen Stechschritt ab als ich bemerkte dass mir niemand die Pole streitig machen wollte.
Der Witz war, alle liefen mir hinterher, weil alle dachten, ich wüsste wo man hin muss. Und ich glaubte dies auch zu wissen, war ja am Vortag da und wusste, wo das zwei Meter breite Regal mit Videospielartikeln ist. Als ich ankam, war auch das Regal da, was jedoch nicht da war, waren Pakete der Nintendo Switch. Das fiel natürlich nicht nur mir auf.
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Über den den Autor…
token war noch im Vorschulalter als sein Vater einen mysteriösen Kasten Heim brachte der sich im Nachgang als russischer Pong-Klon entpuppen sollte. Die Faszination Videospiel packte ihn sofort und ließ ihn bis zum heutigen Tag nicht mehr los.
Trotz dieser langjährigen Passion war er nie ein sonderlich geschickter Spieler. Er hielt sich zwar lange Zeit für einen der besten der Welt, aber irgendwann kam das Internet und damit die Möglichkeit Highscores und Bestzeiten mit anderen Leuten zu vergleichen als dem kleinen Bruder oder den noch unfähigeren Jugendfreunden. Der Frust dieser Erkenntnis konnte durch die damit einhergehende Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen überwogen werden. Da er die MAN!AC für das kompetenteste Magazin im deutschen Raum hielt meldete er sich in deren Classic-Forum an.
Dort gehört er mittlerweile zum Inventar und schildert gerne in ausladenden Texten den Unfug der ihm zum Medium Videospiel und seinen Vertretern durch den Kopf geht.