Neue Spiele der Woche: 30. Januar bis 5. Februar 2017

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 3:

  • (nix)

…für PlayStation 4:

  • Hitman: Die komplette erste Season (Square Enix)
  • Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4: Road to Boruto (Bandai-Namco)

…für Xbox 360:

  • (nix)

…für Xbox One:

  • Hitman: Die komplette erste Season (Square Enix)
  • Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4: Road to Boruto (Bandai-Namco)

…für Wii U:

  • (nix)

…für PlayStation Vita:

  • (nix)

…für Nintendo 3DS:

  • Poochy & Yoshi’s Woolly World (Nintendo)

Akte BPjM – Total Carnage

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Mit Muskelmännern, einem großen Arsenal und jeder Menge Kanonenfutter mischt sich der Quasi-Nachfolger des ebenfalls indizierten Smash TV in die Reihen von ContraIkari Warriors und Rambo, erreicht aber nicht deren Klasse. Warum der Humor des Spiels die Gewalt nach Meinung der BPjM nicht aufwog, lest Ihr hier.

Total Carnage

Entwickler: Midway / Black Pearl, USA
Hersteller: Midway / Malibu
System: Arcade / Amiga / SNES / diverse
Veröffentlichung: 1992
Indizierungstermin: 20. Oktober 1994
Indizierte Versionen: SNES
Index-Liste: E

Captain Carnage und sein Rambo-Kumpel Major Mayhem machen sich auf den Weg in das Land des Diktators General ­Akhboob (vertont von Ed Mortal ­Kombat Boon), der Journalisten und Touristen als Geiseln genommen hat und in seiner Babymilch-Fabrik Mutanten züchtet. Solo oder zu zweit ballert Ihr Euch in einer Draufsicht quer durch Soldaten, Mutanten sowie gepanzerte Fahrzeuge und sammelt dabei Waffen, USA-Flaggen, Schlüssel und Geiseln. Geplant war, dass der Spieler ein besseres Ende (mit den Frauen von Smash TV) nur zu sehen bekommt, wenn er alle Schlüssel findet. Ein Bug sorgt dafür, dass dieser Schluss immer erscheint, aber mit dem Text vom schlechten Ende.  

»Sinn des Spiels ist es, in allen Spielstufen so viele Gegner als möglich zu erledigen bzw. Panzer oder auch Militärfahrzeuge abzuschießen. An die Spitze der Hitparade gelangt derjenige, dem es gelungen ist, ohne Verlust des eigenen Lebens die Gegner zu erschießen. Der Antragsteller beantragt die Indizierung, weil das Videospiel auf Kinder und Jugendliche verrohend wirkt.«    

Auszüge aus der Indizierungs­entscheidung Nr. 4705 (V) vom 20.10.2003

”Treffen die Männer auf den Spieler, so wird er von diesen erschlagen und stirbt mit ­lautem Gebrüll. […] Nachdem der Spieler zahlreiche Menschen erschossen hat und nicht selbst getroffen wurde, begegnet ihm ein Panzer, den er in Brand setzen muss.
(…)
Die jugendgefährdende Wirkung ist auch offenbar […] da das Computerspiel permanent dazu auffordert, Menschen auf unterschiedliche Art und Weise zu töten. Damit ist die verrohende Wirkung des Computerspiels für jeden Zuschauer klar und zweifelsfrei erkennbar.
(…)
Die sozialethische Desorientierung rührt hier insbesondere aus der Einübung des gezielten Tötens. Die programmimmanente Logik bindet den Spieler an ein automatisiertes Befehls- und Gehorsamsverhältnis, dessen wesentlicher Kern das reaktions­schnelle, bedenkenlose Töten der zahlreichen menschlichen Gegner ist. Möglichkeiten des Ausweichens oder ähnlicher nonaggressiver Konfliktlösungen existieren nicht.
(…)
Ein erfolgreiches Durchspielen des Programms ist in jedem Fall an die Liquidation zahlloser Gegner gebunden, wobei dieses gleichzeitig auf mannigfaltige Art und Weise positiv gratifiziert wird.
(…)
Wie der Antragsteller zutreffend ausführt, ist die Taktik des Spiels einfach: ’Kill, kill, kill! Bewegt es sich, schießt ihr es über den Haufen. Bewegt es sich nicht, schießt Ihr es auch über den Haufen!’. Die Tötungsakte und ihre Folgen werden, wie der Antragsteller ebenfalls zutreffend ausführt, weitgehend realistisch visualisiert. Getroffene Gegner taumeln, lösen sich auf, platzen. Auch die eigene Spielfigur stirbt im Verlauf des Spiels mehrfach auf grausame Weise. Wenn sie auf eine Mine läuft, fliegt sie hoch in die Luft, brennend geht sie zu Boden, wenn sie von einem Flammenwerfer getroffen wird.”

In unserer Zeit, in der Mortal Kombat X ungeschnitten in Deutschland erscheint, kann man sich ein Grinsen nicht verkneifen, wenn man das Indizierungsprotokoll von ­Total ­Carnage liest. Natürlich dreht sich das Spiel um die Ausübung von Gewalt in einem an die Realität angelehnten Ort, jedoch wird das pixelige Geschehen mit viel Witz aufgelockert: Die Namen der Antagonisten (General Akhboob), der Schauplatz (eine Babymilch-Fabrik), die überall herumstehenden, in Urlaubskleidung steckenden Geiseln und das Ende im Smash TV-Pleasure-Dome durchbrechen das Gewalt-Szenario, wurden von der BPjM aber nicht weiter beachtet. Zu groß war scheinbar der Schrecken, dass Kinder hier Krieg spielen können. Bei grünem Blut und sich auflösenden Gegnern ausdrücklich von einer realistischen Visualisierung zu sprechen, mutet derweil auch im zeitlichen Kontext von 1994 seltsam an, macht aber deutlich, dass man sich eine detailliertere Gewaltdarstellung damals kaum vorstellen konnte. Des Weiteren ist im Protokoll nur von menschlichen Gegnern und Panzerfahrzeugen die Rede – die klar erkennbaren Mutanten fallen zusammen mit ihrer verfremdenden Wirkung unter den Tisch. An der Indizierungsargumentation hätte sich dadurch aber auch nichts geändert: Die Prüfer befürchten ausdrücklich nicht, dass jemand das Gespielte in der Realität anwendet, sondern dass er durch das reflexartige Töten den Respekt vor dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit verliert.  

Du fragst Dich schon ewig, warum ein bestimmtes Spiel indiziert wurde? Dann schreib uns Deine Anregung an leserpost@maniac.de und wir gehen der Sache nach!

Wer hat’s erfunden? – Ragdoll-Physik

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M! macht sich auf die Suche nach den Wurzeln bedeutender Innovationen in Sachen Spielspaß – heute: Ragdoll-Physik.

Spürt Ihr in Eurem Lieblings-Shooter Befriedigung, wenn die Wucht Eurer Schrotflinte den feindlichen Soldaten nach hinten reißt? Oder zuckt Ihr zusammen, wenn Skaterlegende Tony Hawk bei komplizierten Stunts in hohem Bogen vom Rollbrett stürzt und sich die Knie blutig schrammt? Und womöglich habt Ihr in Call of Juarez: The Cartel bereits versuchsweise auf die ersten toten Gegner geschossen?

Auf die eine oder andere Weise seid Ihr also schon mit Ragdoll-Physik in Berührung gekommen. Dieser Algorithmus soll uns tiefer ins Spielgeschehen eintauchen lassen und ermöglicht beispielsweise zusammen mit Havok Physics, dass animierte Charaktere in Echtzeit auf physikalische Gesetze ihrer Umwelt reagieren – selbst dann, wenn sie bereits das Zeitliche gesegnet haben. Immer wieder jedoch ist Ragdoll-Physik Objekt der Kritik deutscher Jugendschützer, weshalb hiesige ­Actionspiele nicht selten davon bereinigt werden. Bleiben die Effekte erhalten, treiben sie schon mal seltsame Blüten. So schlittern tote Widersacher wie federleichte Marionetten mit durchgetrennten Schnüren reibungslos über den Boden oder bleiben in unmöglichen Verrenkungen liegen.

Ein simples Skelettmodell der zu animierenden Spielfigur beschert der digitalen Welt mehr Glaubwürdigkeit. Hierfür legen die Entwickler den Bewegungsbereich für die Gelenke der einzeln definierten Gliedmaßen fest, die mithilfe einer Physikengine auf simulierte Kräfte reagieren. ­Allerdings fehlt dem digitalen Avatar die natür­liche Spannung in Sehnen und Muskeln, auch widerspricht die Realität mitunter dem beschränkten Bewegungsspektrum – Kniegelenke lassen sich unter Gewalteinwirkung eben doch seitlich drehen! Eine moderne Lösung für derartige Einschränkungen bietet die Euphoria Engine. Bisweilen behelfen sich Entwickler mit Tricks und verknüpfen beispielsweise physikbasierte Animationen mit vorgefertigten Bewegungsabläufen, um glaubwürdigere Ergebnisse zu erzielen.

Als erstes Ragdoll-Spiel gilt gemeinhin Dreamworks’ Saurier-Shooter Trespasser, der im Herbst 1998 für PC veröffentlicht wird. Doch bereits im Sommer desselben Jahres stellen die Rainbow ­Studios Motocross Madness (Bild) fertig und erfreuen PC-Spieler mit Fahrkünstlern, die auf nie gesehene Art und Weise den Aufprall nach Sprüngen mit ­ihrem Körper ausgleichen und bei Misslingen ­gerne mal vom Motorrad stürzen – wenn auch noch nicht so ausgefeilt wie in modernen Spielen. Diesen realitätsnahen Ansatz verfeinern die Entwickler bereits in der 2000er-Fortsetzung. Aus der geht übrigens 2005 die Crossover-Reihe MX vs. ATV hervor, die bis heute bei THQ Nordic erscheint.

Call of Duty: Infinite Warfare – Double-XP-Woche gestartet

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CoD-Spieler dürfen sich freuen: Für Call of Duty: Infinite Warfare startete man nun eine Double-XP-Woche die Euch neben doppelter Gesamterfahrung auch doppelte Waffenerfahrung in allen Online-Matches zuschreibt.

Das Event wird noch bis zum 3. Februar 2017 andauern:

Ready to level up? Get 2XP and 2X Weapon XP in #InfiniteWarfare starting tomorrow at 10 AM PT. pic.twitter.com/68QBOTv8Us

— Call of Duty (@CallofDuty) January 26, 2017

Paragon – Auroras Fähigkeiten im Überblick

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Für Paragon stellte man nun heute den neuen Charakter Aurora vor, welche sich den Kämpfern und Kämpferinnen am 31. Januar kostenfrei für alle anschließen wird. Auch nannte man nun weitere Details zu Aroras Eigenschaften und Fähigkeiten-Set, welche wir Euch hier aufführen:

  • Eisiges Scheinbild – Aurora sprint in Richtung ihres Zieles und hinterlässt einen Eis-Klon von sich selbst.
  • Gletschersturm – Mit einem eisigen Zug schießt Aurora nach vorne, während Sie Ihre Feine zur Seite schiebt und Schaden verursacht. Außerdem werden von vorne kommende Projektile abgeblockt.
  • Raureif – Aurora erschafft einen Frostring um sich herum, welcher allen im Eis gefangenen Gegnern Schaden zufügt.
  • Cryobeben – Aurora kreirt ein Erdbeben aus Eis. Gegner im Zielgebiet erstarren zu Eis und explodieren, was Schaden am betroffenen Helden verursacht und den Effekt auf andere Helden und Untertanen überträgt.

Overwatch – Charakter Bastion könnte bald angepasst werden

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Blizzard äußerte sich im offiziellen Spielforum über Änderungen am Ego-Shooter Overwatch, an denen man gerade arbeitet. So sprach sich Designer Geoff Goodman besonders zum Charakter Bastion aus, der wohl derzeit einige Testphasen durchliefe:

“Ich arbeite gerade an einigen Änderungen für Bastion. Ich bin allerdings noch nicht ganz sicher, wann diese Änderungen den Weg in das Spiel finden werden. Wir testen derzeit noch verschiedene Dinge intern mit dem Charakter.”

Velocity 2X – PS4 erhält Retailversion

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Nachdem Velocity 2X 2014 auf dem PC erschien und knapp ein Jahr später auf die Xbox One wanderte, verkündete Badland Games nun, dass der Titel nun auch für die PS4 und PS Vita erscheinen wird.

Die Retailversionen werden außerdem noch um die Critical Mass Edition ergänzt, die für PS4 erscheint und neben dem Grundspiel auch sämtliche DLCs samt Soundtrack beinhaltet. Als Releasezeitraum nannte man das 2. Quartal 2017.

Rock Band 4 – neues Update bringt den “Online Quickplay”-Modus

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Harmonix hat nun ein neues Update für Rock Band 4 zur Verfügung gestellt. Dieses bringt unter anderem den neuen “Online Quickplay”-Modus ins Spiel: Hier könnt Ihr ein schnelles Spiel mit zufälligen Onlinespielern starten, Euren Charakter anpassen und neue Songs aus der eigenen Bibliothek aussuchen. Die weiteren Patch Notes lest Ihr hier:

  • Fixed a bug in Rockudrama related to band / characters appearing incorrectly.
  • Fixed an issue related to the Compare Crew help bar in Rivals Mode.
  • Improved performance of Create a Crew menu in Rivals Mode.
  • Fixed a bug where players couldn’t exit out of Edit Crew temporarily.
  • Fixed a bug related to stuttering if a player lost their Rivals entitlement.
  • Fixed a bug where users could not progress in Create a Crew.
  • Fixed an error where the timer could sometimes overlap with other Rivals Hub elements.

Ni no Kuni II: Revenant Kingdom – Trailer zeigt neue Spielszenen

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Die Kollegen von Polygon veröffentlichten heute einen neuen Trailer zum kommenden Ni no Kuni II: Revenant Kingdom.

Einen Releasetermin für das PS4-exklusive Rollenspiel bleibt man uns bisher noch schuldig

Four Goddesses Online: Cyber Dimension Neptune – frischer Gameplay-Trailer

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Compile Heart versorgt uns heute mit einem neuen Gameplay-Trailer zu Four Goddesses Online: Cyber Dimension Neptune. In Japan erscheint das Action-Rollenspiel am 9. Februar exklusiv für PS4.

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