Meinung & Wertung
Ingo Zaborowski meint: Was ist Plok? Ein neuer Kinderstar? Ein Geräusch, wenn das Modul auf den Boden fällt? Ein seltsames Wesen, das mit Körperteilen um sich wirft, aber trotzdem nicht an Lepra leidet? Das neueste Jump´n´Run aus der Battletoads-Schmiede ist witzig, solange Ihr etwas Neues entdecken könnt. Die Verwandlungen sind gelungen, die Levels groß, die Feinde bunt… Spätestens, wenn Ihr im x-ten Level zum zehnten Mal dasselbe machen müßt, stellt sich etwas Müdigkeit ein. Trotzdem ist die Reise durch die Kontinente spaßig und lebt nicht zuletzt von der phänomenalen Musikbegleitung – Mundharmonika und Akustik-Gitarren hat man bisher selten auf Konsolen gehört. Wer Jump´n´Runs mag, kann mit Plok nicht falsch liegen, denn das Modul bietet neben alten Spielelementen jede Menge frischer Ideen. Was Plok darstellen soll, weiß ich aber noch immer nicht.
Martin Gaksch meint: Was für eine Musik! Der Titelsong sollte als Single ausgekoppelt werden, gefolgt von der Obermotz-Melodie. Rock, Pop, Tekkno: Plok schreckt vor keinem Genre zurück. Hat man sich schließlich dazu durchgerungen, das Spiel zu starten, sinkt der Adrenalin-Spiegel erstmal ab. Nur ein simples Jump´n´Run mit Kiddie-Grafik? Voreilige Tester mögen dies behaupten, doch Plok belohnt den tapferen Joypad-Fan mit einer Vielzahl an Giganto-Levels, optischen und spielerischen Gags am laufenden Pixel und wunderschön-verdrehter Comic-Grafik. Je später die Runde, desto packender das Szenario. Die Verwandlungsextras werden geschickt gestreut, Warpzonen und Bonuskammern wecken den Forschergeist. Zum finalen Happy-Hopser fehlt nur Batterie oder Paßwort – angesichts von etwa vierzig (teils verdammt großen) Spielstufen ein nerviger Lapsus.
Kitschig-humorvolles Jump´n´Run mit “A”-ha-Effekt: Abgedrehte Grafik, Abrock-Akustik und astreiner Spielwitz.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |














