Norn9: Var Commons – im Test (PSV)

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Als ob Visual Novels im Westen nicht schon ungewöhnlich genug wären, startet Norn9 mit einer ziemlich bizarren Prämisse: Musterschüler Sorata wird aus der Gegenwart ins Japan der Taisho-Ära (also gute 100 Jahre in die Vergangenheit) versetzt und trifft dort auf ein Mädchen ohne Gedächtnis. Die Dame mit dem rosa Haar stellt sich als übernatürlich begabter Esper heraus, gemeinsam werden die beiden von einem riesigen, kugelförmigen Luftschiff namens ”The World” aufgegabelt. An Bord sind zwei weitere junge Frauen und eine gute Handvoll adretter Jünglinge, alle mit ähnlichen Kräften.

Als es zu einer Explosion kommt, beginnt die Geschichte erst richtig: Habt Ihr das Geschehen im Prolog noch aus Soratas Blickwinkel erlebt, entscheidet Ihr Euch nun für eine der drei Heldinnen, geht dem Geheimnis von ”The World” auf die Spur und erlebt manch romantischen Moment mit den übernatürlich begabten Jungs. Die meiste Zeit folgt Ihr der Geschichte, gelegentlich trefft Ihr auch eine wichtige Entscheidung, gerne auch mal unter Zeitdruck. Da sich die Story schon nach kurzer Zeit in drei separate Stränge aufteilt, ist der Wiederspiel- bzw. der Wiederlesewert von Norn9 beträchtlich. Die hervorragende Musik, gelungene englische Texte und die komfortablen Schnellspeicher- und Rückspul-Funktionen tun ihr Übriges.

Interessant: Wo die Hauptfiguren in den meisten Visual Novels keine Stimme haben, sprechen hier sämtliche Charaktere Japanisch. Wie der Stallkollege Code: Realize erscheint Norn9 in Europa nur als gut 2 GB großer Download, in den USA ist die Visual Noval auch als Modul erhältlich. tn

Thomas Nickel meint: Die Ausgangssituation wirkt arg abstrus – da ist es ein kluger Ansatz, zunächst mit Sorata eine Figur in den Mittelpunkt zu stellen, die sich selbst damit schwer tut. Entscheidet Ihr Euch schließlich für eine Heldin, seid Ihr bereits gut in der Materie drin und wollt wissen, was es mit all dem Hokuspokus auf sich hat. Ein Extralob gibt es von mir für die Musik, denn unter anderem war hier auch Altstar Nobuo Uematsu mit von der Partie! Ein Wort der Warnung aber an Spieler, die mit den romantischeren Aspekten aktueller Otome-Games weniger anfangen können: Während Norn9 am Anfang und am Ende vor allem auf seine spannend geschriebene Mystery-Komponente setzt, rücken die verschiedenen Liebeleien in der Mitte des Spiels deutlich in den Vordergrund.

Visual Novel mit Romantik, Sci-Fi und einigen genreuntypischen Kniffen.

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Disgaea 5: Alliance of Vengeance – im Test (PS4)

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2002 brachte der erste Teil frischen Wind in die rundenbasierte Isometrie-Strategie, zwölf Jahre später ist Disgaea selbst zu einer Institution geworden und setzt weniger auf Revolution als auf Evolution. Tatsächlich bleibt Nippon Ichi auch beim nunmehr sechsten Teil der Reihe (Disgaea D2 mit eingerechnet) dem prägenden Prinzip treu: Dämonen kämpfen in zahllosen Unterwelten um die Vorherrschaft, pinguinartige Prinnys sind wieder die Fußabtreter vom Dienst, die Handlung setzt stark auf Humor und wer möchte, darf seine Figuren auf aberwitzige Stufen hochleveln. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal der verschlossene Killia und die liebestolle Seraphina, die gemeinsam mit ein paar anderen Dämonen-Overlords dem miesen Eroberer Void Dark den Kampf ansagen – ist dieser doch drauf und dran, sich sämtliche Unterwelten untertan zu machen.

Spielerisch hält sich Alliance of Vengeance eng an die Vorgänger. In einer Zentrale kauft Ihr ein, schraubt an Eurer Dämonentruppe, betretet die Item-Welten und erledigt viel anderen organisatorischen Kram. Über ein Portal reist Ihr in die verschiedenen Unterwelten und sagt den Horden von Void Dark den Kampf an. Ihr zieht Eure Figuren rundenweise und weist ihnen Befehle zu. Die werden aber nicht sofort ausgeführt, sondern erst, wenn Ihr das entsprechende Kommando gebt. So verbindet Ihr viele einzelne Manöver zu langen Combos oder heizt den Gegnern mit wuchtigen Team-Attacken ein. Auch Mitstreiter könnt Ihr wieder in die Höhe heben und werfen, auf diese Art errichtet Ihr massive Türme aus Euren Figuren. Neu ist das Rache-System: Geht einer Eurer Kämpfer zu Boden, lädt sich eine Leiste bei dessen Mitstreitern auf und ermöglicht durchschlagende Spezialattacken. Neben den zahlreichen bekannten Klassen gibt es ein paar neue: Jetzt treiben sich auch dunkle Ritter, schwerbewaffnete Maiden und zierliche Feen auf den Schlachtfeldern der Unterwelten herum. Auch neu ist die schiere Masse an Figuren auf dem Schirm: Waren auf der PS3 zehn Figuren das Limit, sind nun bis zu 100 Dämonen möglich. Sonst hat sich grafisch nicht viel getan: Die Sprites sind halbwegs hoch aufgelöst und nett animiert, die 3D-Hintergründe sauber, aber für gewöhnlich eher zweckmäßig. Allerdings war Disgaea auch noch nie eine Serie, die sich durch besonders spektakuläre Grafik auszeichnete.

Thomas Nickel meint: Diese Episode ist Disgaea durch und durch: Knackige Rundenschlachten, schier unendliche Auflevel-Möglichkeiten, abgefahrene Spezialattacken und viel Humor zeichnen auch den ersten PS4-Auftritt der Serie aus. Zugleich ist Alliance of Vengeance erneut ein Strategiespiel, das man nicht einfach mal so nebenher wegspielt – wer sich richtig in die komplexen Systeme und die Itemwelten vergräbt, hat durchaus auch dreistellige Zahlen auf dem Stundenanzeiger. Die Handlung selbst bleibt eher zweckmäßig, dafür überzeugen die Figuren und die ausgesprochen witzigen Dialoge. Trotzdem stellt sich langsam eine gewisse Disgaea-Sättigung ein: Spielprinzip, Präsentation und Darstellung sind bei aller Qualität mittlerweile eben einfach bekannt – ein paar neue Impulse wären durchaus willkommen.

  • viele Sprites auf dem Bildschirm
  • witzige Figuren
  • hochgradig komplexe Schlachten
  • zweckmäßige Darstellung
  • japanische Tonspur optional wählbar

Auch in der ersten PS4-Inkarnation bleibt sich ”Disgaea” treu und bietet blitzsaubere Rundenstrategie mit viel Humor, aber ohne große neue Impulse.

Singleplayer85
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Xbox One – neue abwärtskompatible 360-Titel enthüllt

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Frohe Kunde für Langzeit-Xbox-Fans: Gerade eben hat Microsoft die nächste Fuhre abwärtskompatibler Xbox-360-Spiele für die Xbox One bekanntgegeben! Und ein paar sehr feine Dinger sind auf jeden Fall dabei:

  • Braid
  • Deus Ex: Human Revolution
  • Doritos Crash Course
  • Fable III
  • Halo: Reach
  • Hydro Thunder
  • Iron Brigade
  • Kane & Lynch 2
  • Motocross Madness
  • Ms. Pac-Man
  • Peggle
  • Portal: Still Alive
  • Spelunky
  • Splosion Man
  • Ticket to Ride
  • Zuma’s Revenge!

Destiny – Termin für nächsten Iron Banner steht fest

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Bungie schreibt bei Twitter, dass der nächste Iron Banner in Destiny am 29. Dezember stattfindet. Wer also nach den beschaulichen Weihnachtsfeiertagen wieder etwas Action haben will, dürfte hier genau richtig sein.

Nähere inhaltliche Informationen dazu soll es bald geben.

Ys VIII: Lacrimosa of Dana – erscheint im Sommer 2016 in Japan für PS4 und Vita

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Gematsu berichtet, dass jetzt Ys VIII: Lacrimosa of Dana für PS4 und PlayStation Vita angekündigt wurde. Geplanter Erscheinungstermin auf dem japanischen Markt ist aktuell der Sommer 2016, für den Westen ist diesbezüglich noch nichts bekannt.

Naturgemäß sind inhaltliche Informationen zu dem Spiel bisher Mangelware. So wissen wir bisher lediglich, dass die Handlung auf Sirens Island stattfindet und ein eigenes Dorf aufgebaut werden kann. Im Laufe der Zeit sind dann diverse Attack Skills für den Kampf verfügbar.

Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – morgen beginnt das Starlight Festival

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VG247 schreibt, dass das Starlight Festival in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn in diesem Jahr zwischen dem 18. und 31. Dezember stattfindet. Um daran teilzunehmen, muss man nur die Upper Decks von Limsa Lominsa besuchen und nach Collys Ausschau halten. Dieser Reporter des Harbor Herald sucht nach dem Abenteuer und möchte die Festlichkeiten wieder auf Kurs bringen.

Teilnehmer am Starlight Festival können auch diesmal schräge Ausrüstung und thematisch angehauchte Items abstauben.

The Banner Saga – Konsolen-Umsetzungen kommen Mitte Januar

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Dem amerikanischen PS Blog ist zu entnehmen, dass The Banner Saga am 12. Januar 2016 für PS4 erscheinen wird. Am gleichen Tag veröffentlicht man den Titel auch für Xbox One.

Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass The Banner Saga in sieben Sprachen (Französisch, Deutsch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Italienisch) lokalisiert wurde.

Fallout 4 – im Test (PS4 / Xbox One)

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Wertung

  • Mod-Unterstützung wird nachgeliefert
  • baut Basen und modifiziert Ausrüstung
  • unterschiedliche Storyenden
  • ca. 540-MB-Patch auf beiden Konsolen

Da strahlt das Spielerherz: Im mannigfaltigen Ödland kommt dank neuer Features und guter Story ­Bombenstimmung auf.

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Just Cause 3 – Patch 1.02 für PS4 kürzt Ladezeiten und mehr

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Im offiziellen Blog von Just Cause 3 ist zu lesen, dass gestern Patch 1.02 für die PS4-Version des Titels veröffentlicht wurde. Die Xbox One sollte heute oder morgen folgen. Nach der Installation des 132,1 MB großen Updates sind folgende Dinge geändert bzw. verbessert:

  • Signifikant kürzere Ladezeiten
  • Optimierung der Online-Statistiken
  • Generelle Verbesserung der Stabilität
  • Fahrbare Untersätze sollten zu Beginn mancher Challenges nicht mehr verschwinden

Just Cause 3 erschien am 1. Dezember.

Guitar Hero Live – im Test (PS4)

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Setzt Rock Band 4 auf die weitgehend unveränderte Fortführung der Serie, ist bei Guitar Hero Live Umbruch Trumpf. Zwar gilt weiter das Prinzip ”Drückt heranscrollende Notensymbole passend zur Musik nach”, ansonsten wird aber fast alles über den Haufen geworfen: So muss zwingend die neue Klampfe mit gekauft werden, alte Instrumente (und DLC-Songs) sind nicht verwendbar – Bass und Schlagzeug wurden in Rente geschickt. Zudem erinnert der Stilmix der mitgelieferten Disc-Songs mehr an den poppigeren Band Hero-Ableger – entsprechend gibt es auch Lieder, bei denen Ihr nicht die Gitarrenspur, sondern andere Songaspekte ”nachdrückt”.

Anders als früher werden nicht mehr fünf nebeneinander angeordnete Notenspuren verwendet: Die neue Gitarre verfügt am Hals über zwei Dreierreihen, die übereinander liegen (siehe Bild rechts) – das wirkt ein wenig ”authentischer” und Ihr müsst nicht mehr so viel mit den Fingern wandern. Für Neulinge macht das den Einstieg leichter, Veteranen kommen nach kurzer Gewöhnung gut damit klar.

Musiziert wird in zwei Spielmodi: Bei ”Live” agiert Ihr als Gitarrist auf Musikfestivals statt Polygonmusikern auf der Bühne zuzusehen, betrachtet Ihr real gefilmtes Geschehen aus der Ego-Perspektive. Je nach Geschick wechseln die Aufnahmen zwischen positiven und negativen Reaktionen von Bandkollegen und Publikum. Auf Wunsch tritt ein zweiter Gitarrist bei und Ihr dürft ein Mikro zum Mitsingen anschließen.

Habt Ihr Euch damit ausgetobt, warten bei ”GHTV” zwei rund um die Uhr aktive Streaming-Kanäle (einer rockig, einer Mainstream), in denen ständig Musikvideos laufen, bei denen Ihr jederzeit einsteigen und ohne Kosten mitspielen könnt. Über 200 Songs mehrerer Stilrichtungen werden geboten und das Sortiment regelmäßig erweitert, zeitlich begrenzt gibt es auch ”Premium-Shows” u.a. mit Live-Mitschnitten. Ihr messt Euch mit virtuellen Konkurrenten und erspielt Erfahrung sowie Guthaben, das Ihr z.B. gegen visuelle Goodies, Punkteboni oder ”On Demand”-Tickets eintauscht. Letztere sind Teil der Schattenseite von Guitar Hero Live: Neue Songs dauerhaft als DLC zu erwerben, ist nicht möglich. Stattdessen könnt Ihr sie einzeln abrufen und bezahlen – oder Ihr wartet darauf, dass sie mal in der Gratis-Rotation auftauchen. Zwar dürft Ihr auch mit virtuellem Geld löhnen, aber das müsst Ihr Euch erst erarbeiten – alternativ erwerbt Ihr für reale Euro die Premium-Währung ”Hero Cash”. Um eine grobe Einschätzung zu geben: Für ein Ticket müsst Ihr entweder knapp 15 Cent Echtgeld oder 15 bis 20 Minuten Spielzeit in einem der TV-Kanäle einkalkulieren.

Ulrich Steppberger meint: Guitar Hero Live ist eine feine Wundertüte: Die neue Tastenkonstellation auf der Gitarre sorgt für weniger Fingerknoten als früher und der Karriere-Modus fällt überraschend sympathisch aus, auch wenn er nicht auf Dauereinsatz getrimmt ist. Das bleibt den tollen GHTV-Streams vorbehalten, die wirklich wie ein MTV zum Mitspielen funktionieren und mich sehr lange gefesselt haben: Zwar sind nicht alle Notenbahnen und Musikstile zu 100% ”gitarrentauglich”, aber die schiere Menge und Abwechslung begeistert – und das praktisch ohne Extrakosten! Wer allerdings vor allem Songs zur Punktemaximierung wiederholt trainieren will, der wird zur Kasse gebeten und ist bei Rock Band 4 besser aufgehoben.

  • 42 Songs dauerhaft nutzbar, da auf Disc
  • TV-Stream-Angebot mit über 200 Liedern und regelmäßigen Erweiterungen
  • kein klassischer DLC vorhanden
  • (noch) kein Online-Mehrspieler-Modus

Dank gelungener neuer Spielmechanik und cooler Streaming-Funk­tion feines Musikspiel, das sich mehr an Spaß-Gitarreros denn Profis richtet.

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