Electronic Arts wird Dragon Age: Inquisition in Indien nicht in den Handel bringen, um dortiges Recht nicht zu verletzen. Dort würde das Spiel nach Angaben des Publishers als “obszön” gelten. Ebenso wurden alle Vorbestellungen für das Spiel – auch in Pakistan und Bangladesh – gestrichen.
Als Grund erklärte die Webseite dnaindia, ebenso der indische Publisher Milestone Interactive (via NDTV), dass man in dem Rollenspiel einen schwulen Charakter spielen und auch gleichgeschlechtliche Beziehungen eingehen könne. Gegenüber Kotaku dementierte EA das jedoch:
“Diese Entscheidung bezieht sich auf lokale Obszönitäts-Gesetze, zielt aber nicht auf gleichgeschlechtliche Romanzen.”
Bleibt die Frage, was denn nun so “unzüchtig” in Biowares neuem Spiel ist. Zwar gibt es dort etwas nackte Haut zu sehen und es wird auch über Sex geredet, doch das war schon in früheren Teilen der Serie der Fall (die laut Eurogamer in Indien übrigens weiterhin erlaubt sind). Eventuell sind die ESRB-Beschreibungen ein Grund dafür, wie z. B.: “A female character briefly depicted in front of a man’s torso (fellatio is implied).”
Kotaku fand allerdings heraus, dass die indischen Gesetze in puncto “Unzüchtigkeit” ziemlich vage sind, außerdem hätte man aufgrund der dortigen Software-Piraterie möglicherweise auch nicht so viele Titel verkauft.