Ubisoft gab jetzt ein offizielles Statement zur Auflösungs-Debatte um Assassin’s Creed: Unity heraus.
Ursprünglich wurde die Kontroverse ausgelöst durch die Äußerung von Senior Producer Vincent Pontbriand gegenüber Videogamer (wir berichteten). Pontbriand sagte, man habe die Auflösung auf PS4 und Xbox One gleichermaßen auf 900p und 30fps festgelegt, um Diskussionen über die Leistungsfähigkeit der beiden Konsolen zu verhindern. Ubisoft dementierte diese Aussage jedoch kurz darauf gegenüber Kotaku.
Doch die Diskussion ging weiter: So glaubt der World Level Design Director von Unity, Nicolas Guérin, dass der Industriestandard von 60fps Bildwederholfrequenz bald aufgegeben wird (wir berichteten).
Nun folgte auf dem Ubiblog eine offizielle und ausführlichere Erklärung zur Kontroverse:
Ubisoft sagt dort nochmal ausdrücklich, man würde Spiele “niemals absichtlich” in irgendeiner Weise limitieren, auch nicht bei der Auflösung.“Wir haben vier Jahre lang gearbeitet, um das beste Spiel zu entwickeln, das wir uns vorstellen können. Warum sollten wir also jemals irgendwas unternehmen, um es wieder zu verschlechtern?”, äußerte sich Vincent Pontbriand. “Ich habe schlicht die falschen Wörter gewählt, als ich über die Auflösung des Spiels gesprochen habe, und dafür entschuldige ich mich.”
Zur entscheidenen Frage, warum man bei der Spielegrafik nicht auf 1080p und 60fps setzt, verweist Ubisoft zuerst darauf, dass Auflösung und Framerate erst spät im Entwicklungszyklus eines Spiels festgelegt werden. Man optimierte das Spiel dann auf 900p und 30fps, was angesichts der “schieren Pixelanzahl” von Ubisoft bereits als “bedeutender Erfolg” gewertet wurde, auch hinsichtlich der noch jungen Hardware: “Wie bei jeder Hardware wird die Optimierung leichter, wenn man mehr Erfahrung damit hat und Software/Middleware-Lösungen zur Verfügung stehen, die erst mit der Zeit erscheinen.”
Aber selbst mit nur 900p und 30fps wird Assassin’s Creed: Unity laut Ubisoft ein “echtes” Next-Gen-Spiel werden: So sei für das Paris-Setting die reine Anzahl an NPCs wichtig, schließlich war die Stadt schon damals (fast) eine Millionen-Metropole. Während in früheren Teilen der Assassin’s Creed-Reihe nur 100-150 NPCs gleichzeitg dargestellt werden konnten, seien es bei Unity “tausende”. Auch das Paris von Unity sei einzigartig: Zum ersten Mal in der Seriengeschichte habe man es fast im Maßstab 1:1 dargestellt (in vorherigen Teilen hatten die Gebäude nur 3/4 der Originalgröße).
Pontbriand erklärt, man habe schon in früheren Spielen versucht, 1080p zu erreichen, wie bei Assassin’s Creed IV.“Aber wir trafen die richtige Entscheidung damit, den Fokus auf die Ressourcen zu richten, die das beste Spielerlebnis liefern, und die Auflösung ist nur ein Faktor dabei. All diese NPCs, all diese Details in der Stadt, die Zusammenarbeit aller Systeme, das nahtlose Koop-Gamplay haben ihren Preis. Wir wollten absolut kompromisslos sein, was das Spielerlebnis anbelangt. Diese zusätzlichen Pixel würden nur auf Kosten des Gameplays gehen.”