Natürlich muss Palmer Luckey das Oculus Rift kräftig bewerben – schließlich stammt die ursprüngliche Idee zum Virtual-Reality-Headset von ihm. Beim Interview mit MaximumPC auf der PaxEast lehnte er sich jedoch weit aus dem Fenster:
So erklärte er laut Gamespot, dass Virtual Reality in Zukunft traditionelle TV-Bildschirme ersetzen wird: “Ich denke, in einigen Jahrzenten wird es keine herkömmlichen Bildschirme mehr geben, weil sie nicht mehr praktikabel sind.”
Mit “praktikabel” meint er, dass VR-Geräte günstiger in der Herstellung und besser zu handhaben sind:“Warum in aller Welt würde man einen 60-Zoll-TV kaufen, selbst wenn er verdammt billig wäre, kosten der Versand und die Rohmaterialien eine Menge. Ein VR-Headset ist da sehr viel besser, es ist viel billiger und man kann es überallhin mitnehmen.”
Schließlich warf er ein altbekanntes Science-Fiction-Versprechen ins Gespräch – das allerdings auch schon andere Hersteller technischer Geräte von sich gaben, ohne es eingelöst zu haben: Die Virtual-Reality werde bald so weit sein, dass man zwischen real und virtuell nicht mehr unterscheiden könne.
Auf die Frage, ob dies nicht zur Isolation führe, wenn statt eines gemeinsamen Filmabends vorm TV jeder für sich eine VR-Brille aufsetzt, erklärte er: “Physisch isoliert, vielleicht. Aber ich denke, nicht sozial isoliert. […] Warum soll man sich Sorgen machen, ob man physisch isoliert ist, wenn man mental verbunden ist? Wenn man die Realität perfekt simulieren kann, warum sollte man dann noch Leute im realen Leben treffen?”
Zukunftsmusik, gewiss – aber man kann ja drüber diskutieren. Wo seht Ihr Euch in “einigen Jahrzehnten” spielen: Vor einem Super-Ultra-undsoweiter-HD-TV enormer Größe oder verborgen hinter einer VR-Brille à la Morpheus und Oculus?