Crysis 3, Rayman Origins und WipEout Pulse in der PS2-Fassung. Mein Spielefutter in den letzten Wochen und drei Titel, die offenbar nix gemein haben. Oder etwa doch? Nun ja, alle drei haben einen Schwierigkeitsgrad, mehr oder weniger.
Vielleicht fangen wir mal der Reihe nach an, am besten vielleicht “cast in order of appearance”.
WipEout Pulse: Nicht mehr ganz frisch aber immer noch spaßig erschien die PS2 Umsetzung 2009. Anders als bei vielen aktuellen Rennspielen glänzt bei WipEout Pulse eine Sache durch Abwesenheit: Fahrhilfen. Nun, WipEout ist, zumindest in den höheren Klassen, schnell, meine Reflexe sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, also muss ich mich ein wenig ins Spiel einarbeiten und Streckenverläufe bisweilen auch auswendig lernen. Das fordert und auch das macht Spaß. Ganz besonders eben dann, wenn ich mir in einem Wettbewerb eine Goldmedaille eingeheimst hab und natürlich erst recht in den höheren Rennklassen.
Rayman Origins: Ich gebe zu, das hab ich ein wenig spät gespielt. Brillantes Jump’n’Run mit perfekter Lernkurve, die ersten Level sind einfach, die letzten ungemein fordernd. Das gilt erst recht, wenn man alle Geheimnisse entdecken und alles einsacken will. Gerade die Schädelzähne einzusacken ist verdammt fordernd und macht verdammt viel Spaß. Hab ich einen, dann habe ich auch das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben. Vielleicht das einzige, was Rayman noch vom Thron fern hält, ist die Steuerung, die einfach noch nicht ganz so perfekt ist wie beim Nintendo-Klempner. Macht aber nix, Spaß macht es ohne Ende. Sicher, die tolle Präsentation trägt dazu einen ordentlichen Teil bei. Dennoch, gerade der Belohnungseffekt, wenn ich doch wieder gut versteckte Electoons entdecke, die letzten paar Lums einsacken kann oder eben doch die Kiste mit dem Schädelzahn einholen und vermöbeln kann macht einen Großteil des Vergnügens aus.
Crysis 3: Kurz nach Release in der Videothek ausgeliehen und an einem Nachmittag halb durchgespielt, vor kurzem sehr günstig bekommen, dank eines netten Forenusers. Eigentlich ein richtig toller Shooter. Die Sache hat aber gleich zwei Haken. Crysis 3 ist recht kurz. Nach fünfeinhalb Stunden war ich durch. Und Crysis 3 ist schlicht und ergreifend viel zu einfach. Ich hab die Hochglanzballerei wie so oft auf normalem Schwierigkeitsgrad angefangen, bin in den ersten drei Levels aber nicht ein einziges Mal gestorben. Das erste Mal überhaupt begegnet mir der Bildschirmsensenmann in Level 4, bis dahin hat er unzählige Gegnerscharen behelligt.
So richtig Spaß macht Crysis 3 erst auf “Supersoldat”. Hier wird der Bogen plötzlich zum wirklich nützlichen Spielzeug statt zum Gimmick, die Nanovision interessant, die verschiedenen Wege reizvoll und Anzug-Upgrades ausgesprochen nützlich. Belanglose Story? Egal, die Ballereien machen endlich Spaß, die gelungene KI fordert plötzlich auch mal.
Nur, sollte das nicht eigentlich bereits im normalen Schwierigkeitsgrad so sein?
Sicher, Neulinge hätten es so vielleicht schwer, aber wozu bitteschön gibt´s die Einstellung einfach?