Bei kooperativem Baller-Fastfood werden die Levels oft schnell eintönig, deshalb setzt Entwickler Starbreeze auf eine dynamische Umgebung. Jeder Überfall oder Bankraub in Payday 2 spielt sich anders, denn Aufgaben, Wachposten, Sicherheitskameras und sogar ganze Zimmerstrukturen werden bei jedem Anspielen neu zusammengestellt es gibt sogar einzigartige Überraschungen, die nur selten eingebaut werden!
Alles dreht sich um das Crime.net, einen Internetservice für Verbrecher: Hier kontaktiert Ihr Auftraggeber, die Zufallsmissionen bereitstellen je weiter Ihr Eure vierköpfige Bande entwickelt, desto mehr Missionstypen werden verfügbar. Je nach Ziel (z.B. Bank, Juwelier und Nachtclub) gilt es, Aufgaben in zwei Modi zu meistern: Im Erkundungs-Modus spioniert Ihr die Örtlichkeiten ohne Maske und Waffen aus, dürft aber dabei keine verdächtigen Aktionen ausführen. Trotzdem kann man sich so mit Geschick einen taktischen Vorteil verschaffen. Auf Kommando stülpen die Gangmitglieder ihre Clownmasken über, dann müsst Ihr Wachen in Schach halten, Zeugen als Geiseln nehmen und die Beute sichern. Mal gilt es, sie unter Feuer zum Fluchtwagen zu schleppen, mal einen Tresorbohrer zu verteidigen oder Schlüsselmechanismen zu überlisten: Ihr kauft allerlei Werkzeuge wie Säge, C4 und Hacker-Zubehör, mit denen Ihr Hindernisse aus dem Weg räumt oder Ihr zwingt eine der Wachen, Euch zu helfen!
Dabei solltet Ihr den Alarm möglichst lange hinauszögern, denn die Cops rücken mit Streifenwagen, Spezialeinheiten und Scharfschützen an: Je mehr Zeit Ihr benötigt, desto brenzliger wird die Angelegenheit. Bei der Atmosphäre hat man jedoch reichlich gespart: Es gibt keine richtige Handlung, die Protagonisten sind detailarm animiert (z.B. keine Mundbewegungen) und die Schatten- sowie Raucheffekte stellenweise unter aller Kanone. Obendrein macht die KI, was sie will: Die Zeugen stehen teilnahmslos mitten im Schussfeld und stecken ganze Salven der angreifenden Feds weg. Aber wenn Ihr eine Schmuckvitrine in ihrer Nähe öffnet (per Nahkampfattacke), sterben sie sofort!
Oliver Ehrle meint: Die Spielidee von Payday 2 finde ich gelungen, die Umsetzung aber mehr als dürftig: Die wenigen Aufgaben wiederholen sich laufend, die Grafik ist mit reichlich Fehlern belastet und schon auf Höhe des Nachbarhauses stoße ich in den meisten Levels gegen eine unsichtbare Wand. Da lässt sich kaum ein anständiger Hinterhalt für die Cops legen, obwohl sich mancher Balkon für Heckenschützen geradezu anböte. Die größten Störfaktoren sind aber KI und Spiellogik: Eure Gegner handeln ungeschickt, laufen manchmal sogar planlos an Euch vorbei. Die Wachen schlagen im falschen Umfeld Alarm, z.B. in der Seitengasse, nicht aber im Lagerraum. Und die kugelsicheren Scheiben der Autos gestalten die Flucht unrealistisch. Mit Koop-Freunden gehts deutlich leichter, weil diese neben dem Ballern auch Aufgaben bewältigen wegen des Zeitdrucks ein entscheidender Aspekt! Die billige Crime.net-Oberfläche und das plumpe Versteck der Bande (sogar hier gibt es Grafikfehler!) wirken hingeschludert. Wir warten auf Teil 3.
- gründet eine Räuberbande und plant kooperative Überfälle
- per Zufall erstellte Schauplätze mit auffallend geringem Umfang
- viele Logik-, Grafik- und KI-Patzer
Innovative Gangsterkarriere mit zufällig generierten Levels, denen es jedoch an Umfang, Spiellogik und optischer Sorgfalt mangelt.
| Singleplayer |  | 59 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |