Mad Max

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Mel Gibson ist zwar weit und breit nicht zu sehen, aber trotzdem kommt einem bei Mad Max manches ziemlich bekannt vor: Denn was die Avalanche Studios da als apokalyptische Endzeit-Action-Vision vorstellen, wirkt stellenweise arg wie ihr Just Cause, nur ohne Dschungel und Fluggeräte, dafür mit viel Wüste und noch mehr Fahrzeugen – auch ein Schuss Twisted Metal lässt sich orten.

Ganz so simpel ist die Angelegenheit natürlich nicht, Mad Max hat durchaus eigene Ansätze wie ein relativ umfangreiches Fahrzeugtuning, eine Stahlharpune, die sich halbwegs realistisch verhält, teils ziemlich brutale Nahkampf-Attacken und Finisher sowie einen Begleiter, der Euch meistens helfend beisteht. Auch die Munitionsknappheit sorgt dafür, dass Ihr nicht einfach wild um Euch ballert, sondern bedachter und taktischer vorgehen müsst.

Fahrzeug-Kämpfe gewinnen an Anspruch, wenn Ihr mehrere Boliden attackiert und deren Insassen schonmal auf Eure Karosse springen – da hilft dann eine Ladung aus Maxens treuer Shotgun mitten ins Gesicht. Grafisch lief das Geschehen (allerdings auf PC) butterweich, jedoch bekamen wir eher spärliche Landschaften zu Gesicht, was beim Endzeitszenario allerdings auch nicht so sehr verwundert…

Kinect Sports Rivals

5

Der Vorzeige-Titel für den Bewegungssensor der Xbox One verschiebt sich zwar auf nächstes Jahr, verspricht aber einen ordentlichen Quslitätssprung gegenüber den Vorgängern: Rivals beinhaltet wieder sechs Diszplinen (von denen wir Wave Racing und Rock Climbing näher betrachten konnten) und setzt auf den Duell-Gedanken. Dafür bastelt Ihr per Körper- und Gesichtsscan eine virtuelle Variante von Euch, die durchaus gut erkennbare Ähnlichkeit zur realen Vorlage hat.

Beim Wellenrennen wird mit Handbewegungen gelenkt und durch Krümmen der rechten Hand Gas gegeben, etwaige Abfrageungenauigkeiten werden dank des unruhigen wässrigen Untergrunds kompensiert. Die dynamische Flitzerei mag bislang nicht an große Vorbilder von Nintendo & Co. heranreichen, zeigt aber ordentlich Potenzial – nur das Wasser dürfte ruhig noch etwas echter wirken.

Rock Climbing entpuppt sich als flotter Geschicklichkeitstest, bei dem man die in der Wand eingelassenen Griffe berühren soll, damit sich der Sportsmann daran hochzieht. Unterschiedlich komplexe Routen und die Möglichkeit, einen Rivalen kurzerhand von der Wand zu reißen, bringen etwas Tiefgang rein. Kurzum: Wer Kinect auch bei einem Spiel verwenden will, dürfte hier einen geeigneten Kandidaten bekommen.

Ryse

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Keine Spur mehr von den häufigen QTEs der E3 Präsentation. Ryse sieht nun wirklich aus wie ein God of War für Xbox. Brutal, grafisch schon ganz gut und mit jeder Menge Exekutionen.

Einen Koop-Modus gibt’s auch, hier tritt man als Gladiator zusammen mit Freunden gegen Feinde und Fallen in großen Arenen an. Die kann man auch selbst gestalten und mit Gefahren spicken, quasi als römisches Holodeck. Wer gut kämpft, begeistert das Publikum und bekommt mehr Punkte, Langweiler werden ausgebuht und mit Obst beworfen. Verschiedene Perks und Rüstungen sorgen für Abwechslung.

Für erhobene Augenbrauen sorgt jedoch das Entwicklungsziel von nur 30 Bildern pro Sekunde bei 1080p. Sollten nicht eher 60 angepeilt werden?

Battlefield 4

10

Leider Gottes gab es in der gespielten Demo keine Fahrzeuge – dafür lief das Spiel auf PS4, und wirklich in flüssigen 60 Frames. Das merkt man den Infanteriegefechten an, die deutlich leichter von der Hand gehen, das Zielen flutscht besser als zuvor.

Total von den Socken war ich bei der Grafik aber trotzdem nicht, ich muss Matthias’ E3-Eindrücken zustimmen. Sieht sehr gut aus – aber das bin ich von der Reihe eben auch gewohnt.

Watch Dogs

2

Zum ersten Mal nahm ich selbst den PS4-Controller in die Hand, um Aiden durch Chicago zu bewegen. Das sieht nicht ganz so toll aus, wie erwartet, spielt sich aber flüssig. Auch das Hacken geht schnell in Fleisch und Blut über.

Endlich verstehe ich jetzt auch den Mehrspielermodus: Man darf jederzeit in die Welt eines anderen Spielers wechseln. Spürt man dort Aiden auf, kann man ihn Hacken. Der Betroffene Spieler bekommt eine Warnung und muss möglichst schnell herausfinden, bei welchem NPC es sich um einen echten Spieler handelt, der dann natürlich verfolgt und ausgeschaltet werden muss. Egal wie es ausgeht, danach trennen sich die Wege wieder und jeder hat sein Spiel wieder für sich…

Xbox One Nutzeroberfläche

15

Hinter verschlossenen Türen konnten wir einen detailierten Blick auf die Menüs der Xbox One und deren Bedienung werfen – der erste Eindruck: nicht schlecht. Denn das Dashboard wirkt aufgeräumt, mit vernünftigen Unterkategorien und vor allem relativ wenig Werbeflächen. Viele relevante Funktionen wurden gruppiert und sind schnell zu finden, allerdings gefällt uns nicht so sehr, dass z.B. Freundeslisten und Achievements nun in eigenen kleinen Apps gelandet sind (ähnlich wir bei der PS Vita), statt spontan innerhalb der normalen Struktur aufgerufen werden zu können.

Auch gewöhnungsbedürftig: Es gibt keinen Mini-Guide mehr, der betreffende Button schickt Euch künftig ins Home-Menü zurück – allerdings beendet das nun nicht mehr zwingend das Spiel, dessen aktueller Status bleibt erhalten, bei Apps bleiben gleich vier davon auf der Merkliste. Weiter interessant: Statt bislang 100 können nun bekanntlich bis zu 1.000 Freunde verwaltet werden, wobei Ihr wir bei Twitter auch Leuten ‘Folgen’ könnt, ohne dass sie Euch auch mit auf ihre Liste nehmen müssen – sofern das von ihnen nicht blockiert wird. Und es lassen sich Favoriten ernennen, die dann in den Statuslisten bevorzugt angezeigt werden.

Ist Kinect aktiv, können bis zu sechs User auf einer Konsole gleichzeitig angemeldet werden, das System erkennt dan jeweils, wer gerade darauf zugreifen will – ohne es wird sich klassisch per Pad an- und abgemeldet. Insgesamt machte die Menüstruktur einen positiven Eindruck – hoffen wir mal, dass Microsoft den zum Start bestätigen kann und nicht z.B. doch der Versuchung unterliegt, noch mehr Werbeflächen reinquetschen zu wollen.

Need for Speed Rivals

2

Die Tücken der Technik schlagen bei der Präsentation von NfS Rivals am laufenden Band zu: Da mag zwar ein PS4-Pad dran hängen, aber die gezeigte Version ist unverkennbar vom PC. Laut Entwicklern soll die in etwa der Qualität entsprechen, die Besitzer der neuen Konsolen erwartden dürfen, aber sagen kann man viel… schick sieht die Rasereinauf jeden Fall aus mit detaillierten Umgebungen und ansehnlichen Wettereffekten, wenn auch bislang nicht immer komplett flüssig – Need for Speed eben.

Spielen konnten wir eine Runde mit mehreren Mitstreitern, aufgeteilt in Raser und Cops. Das entpuppte sich als flottes und ordentliches Tohuwabohu, selbst wenn die Bewaffnungen wie Elektroschocks und mehr noch gar nicht aktiviert wurden. Unverkennbar liegt der Schwerpunkt auf Multiplayer, wieviele Leute auf einmal unterwegs sein können, wollte man aber noch nicht verraten. Dafür gab es ominöse Andeutungen um eine Hintergrundstory, die sich entfalten wird – nett, dass man nicht wie bei den Criterion-Teilen üblich nur um den höchstmöglichen Level fährt. Für ein tieferes Urteil wurde immer noch nicht genug gezeigt, der Ersteindruck ist aber positiv.

The Crew

7

Ubisofts umfangreiche USA-Raserei wird aller Voraussicht nach keine Schönheitspreise gewinnen, außer es steht noch ein massives Facelifting bevor. Das heißt nicht, dass The Crew hässlich ist, aber es ist eben nicht zu übersehen, dass die gewaltige Spielwelt ein paar Kompromisse an anderer Stelle nötig zu machen scheint.

Durch ganz Nordamerika geht die Hatz, einige Städte wie Las Vegas oder Miami bilden Schlüsselpunkte. Überall verteilt sind Skills-Aufgaben, die einen Schwerpunkt wie Tempo oder Präzision haben und ebenso Punkte zum Levelaufstieg liefern wie richtige Rennen und Einsätze. Egal ob auf dem Asphalt oder Offroad, zu tun gibt’s überall etwas und Eure Boliden lassen sich entsprechend einrichten. 19 Aspekte jedes Vehikels sind manipulierber, was im Tuning-Menu schick veranschaulicht wird.

Da The Crew eine Online-Anbindung voraussetzt, könnt Ihr jederzeit Freunde zu einer Mission einladen oder Euch anderen anschließen – Ihr müsst aber nicht, wenn Ihr nicht wollt. Die Ähnlichkeiten zu Test Drive Unlimited sind unverkennbar (schließlich waren viele der jetzigen Entwickler auch daran beteiligt) und der Geist von Forza Horizon lässt sich hier und da auch erahnen. Wer eine große Spielewelt und viel Abwechslung höher einschätzt als reines Grafikfeuerwerk, für den dürfte The Crew ziemlich interessant werden.

Rocksmith 2014 Edition

4

Ubisofts Gitarren-Lernspiel wurde mächtig aufgebohrt – vor allem, was die Vermittlung von Gitarrentechniken und -feinheiten betrifft. Der Notenhighway zeigt nun auf clevere Weise z.B. auch das Timing von Slides und Bends, 80 (statt wie im Vorgänger nur 30) Übungseinheiten bringen Euch jetzt sogar komplexere Spielweisen wie Pinch Harmonics bei.

Die zweite große und wichtige Neuerung ist der “Session Mode”, in dem Ihr eine aus bis zu vier Instrumenten bestehende Background-Band zusammenstellt und in einer festgelegten Tonart frei von der Leber jammt. Auch hier zeigen intelligente Anzeigen für die Tonart passende Punkte auf der Gitarre, wer daneben liegt, erkennt das u.a. am zitternden Display.

Alle Verbesserungen aufzuführen, würde den Rahmen sprengen – sie erscheinen uns aber allesamt sinnvoll und wohlüberlegt ausgeführt. Um die nervigen Ladezeiten zu minimieren, wurde übrigens ein Programmierer volle 6 Monate abgestellt. Aus dem Vorgänger lassen sich alle DLC- sowie die meisten auf der Disc befindlichen Songs importieren (hier sind dann auch die neuen Anzeigen und Modi verfügbar), zum Launch im Oktober wird es auch eine Version ohne Kabel zu einem günstigeren Preis geben. Ein Bundle mit Gitarre steht dann ebenfalls im Laden.

Killzone: Shadow Fall

3

Von der Singleplayer-Kampagne war nichts Neues zu sehen, dafür ballerten wir uns eine halbe Stunde durch den Mehrspieler-Modus. Die erste Map erinnerte mit ihrer bunten Gestaltung an den auf der E3 gezeigten Level. In unserer Session waren 16 Spieler unterwegs (8 vs. 8), in der finalen Version können bis zu 24 Teilnehmer ran. Das Tempo war Killzone-typisch langsamer als zum Beispiel bei Call of Duty, was aber nichts am packenden Spielerlebnis ändert.

Coole Waffen und ein vielgestaltiges Kartenlayout bieten eine wunderbare Spielwiese – am Ende einer Runde dürfen die drei Besten aus dem Gewinner-Team den Besten aus dem Verlierer-Team sogar exekutieren, dabei sind diverse “Moves” auch noch wählbar. Ob das so in Deutschland drin bleibt? Die zweite Map orientierte sich mehr am typisch dreckigen Stil der Vorgänger: Regen, zerstörte Gebäude, finsterer Himmel – sehr atmosphärisch. Innerhalb des Matches sorgten wechselnde Spielziele (z.B. “Besetze und verteidige Punkt X” und “Zerstöre Objekt Y”) auf beiden Fraktionsseiten für kontinuierlichen Nervenkitzel.

Zur wohl wichtigsten Frage: Wie sieht’s denn nun aus auf PS4? Gut und stimmig. Schöne Lichteffekte an allen Ecken und Enden sind das Aushängeschild von Killzone: Shadow Fall, die Grafik wirkt im Vergleich zur aktuellen Generation crisper und irgendwie “natürlicher” – ein Riesensprung wie von SD auf HD ist es aber definitiv nicht.

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