Das Spiele erwachsener werden sollen – und falls ja, wie – ist ein Dauerthema, mit dem sich David Cage schon länger beschäftigt.
Im Gespräch mit OPM erklärte der Chef des Entwicklers Quantic Dream sein Rezept hierfür: Kontroverse Inhalte schaffen und Grenzen übertreten – erst dann hat er das Gefühl, etwas “sinnvolles” vollbracht zu haben.
“Für mich ist die entscheidende Frage: In welche Richtung wollen wir Spiele entwickeln? Sind sie nur Spielzeug, sie sind nur Unterhaltung – und alles, was man will, ist Spaß und Adrenalin? Das ist in Ordnung, ich respektiere das”, erklärte er. “Es ist nichts falsch daran. Oder wollen wir, dass Spiele ein bisschen mehr sind als das? Dass sie tatsächlich etwas aussagen könnten?”
Bei anderen Medien ist dies so, meint Cage: “Es gibt Filme oder Bücher, die mich wirklich in der ein- oder anderen Weise verändert haben. Aber bei Spielen, so scheint es, geht es den meisten einfach nur darum, eine gute Zeit und Spaß zu haben und das war’s; dann schaltet man die Konsole aus und vergisst es.”
In Spielen hingegen geht’s immer noch in erster Linie um “Horden von Monstern oder die Rettung der Welt“ klagt er, anstatt über “die reale Welt zu sprechen, über echte Menschen, über ihre Beziehung und ihre Gefühle. […] “Ich wünschte, dass es mehr Spiele den Mut aufbringen, über mehr subversive Themen zu sprechen. Über Politik, Sexualität, menschliche Beziehungen.”
Sein Spiel Beyond: Two Souls soll eben dieses bieten – erleben werden wir’s am 8 Oktober exklusiv auf PlayStation 3.