Beim Titel Painkiller denkt man an Judas Priest und die Schmerzmittel von Max Payne. Hell & Damnation dreht sich jedoch um die gleichnamige Ego-Shooter-Reihe, in der sich Haudrauf Daniel Garner seit 2004 mit Pflockwerfer und Shotgun durch allerlei Monster und Höllenlandschaften schießt, um zu seiner verstorbenen Geliebten zu gelangen. So tot wie die Zombies, Skelette und Hexen ist allerdings auch das Spielprinzip: Künstliche Intelligenz gibt es nicht, die Feinde treten in Scharen auf und rennen strikt auf Euch zu. Also lauft Ihr rückwärts und beharkt den Mob mit Daniels Waffenarsenal. Feuert mit Sägeblättern, Shurikens, Flammen, Elektroblitzen oder ganz einfach Blei auf alles, was sich bewegt. Sind alle tot, geht es in den nächsten Abschnitt, wo sich das Spiel wiederholt. Zwischendurch warten turmhohe Bosse, die aber ebenfalls kaum Taktik voraussetzen. Klar, früher waren Ego-Shooter nun einmal so, und ein bisschen Abwechslung von modernen Konventionen schadet nicht. Nach 200 Toten hat man aber heutzutage genug von der simplen Hatz und wünscht sich wieder ein bisschen Variation. Immerhin lässt sich die Einzelspieler-Kampagne zu zweit angehen, auch im Splitscreen. Online warten zudem eine Handvoll klassischer Mehrspieler-Modi.
Bis auf gelegentliche Ruckler läuft die Grafik butterweich, kann trotz schärferer Texturen ihr Alter aber nicht verbergen. Neben satter Waffensounds und grunzender Monster tönt beliebiger Heavy Metal zur Begleitung.
Tobias Kujawa meint: Painkiller H&D feiert das Rückwärts laufen und schießen-Motto, nur leider fesselt mich so etwas heute überhaupt nicht mehr. Das Spiel ist monoton und altbacken, die Gegner doof wie Bohnenstroh, die Musik langweilig und die Schnitte der USK-Version wirken sich noch zusätzlich auf den Spielspaß aus. Das Sammeln versteckter Gegenstände und der Tarotkarten-Power-Ups hilft da auch nicht genau wie die Grafik, die zwar hübsch scharf ist, bei vielen Feinden aber ab und an ruckelt.
- Remake von Painkiller und dem Add-on Battle out of Hell
- neue Waffe: der Sägeblatt schießende und Seelen saugende Soulcatcher
- zu zweit kooperativ spielbar
Old-School-Shooter, dessen Monotonie besonders in der deutschen Fassung schonungslos offenliegt. Mit mehreren Spielern brauchbar.
| Singleplayer |  | 50 |
| Multiplayer |  |
| Grafik |  |
| Sound |  |