Ob Gewalt in Videospielen nötig ist, ist eine Frage, die schon seit Anbeginn des Mediums gestellt wird.
Im Radiointerview beim Sender NPR aus Boston wurde nun Bioshock-Schöpfer Ken Levine mit der Frage konfrontiert. Seiner Meinung nach gehörte Gewalt schon immer zum Werkzeug eines Geschichtenerzählers – egal bei welchem Medium.
“Gewalt, zum Guten oder zum Schlechten, geht … bis zurück zu den Anfängen der Erzählung”, erklärte der Boss von Irrational Games. “Ich erinnere mich noch, als ich ein Kind war, war ich kein sehr beliebtes Kind. Ich war ein nerdiges, kleines Kind. Und ich hatte keine Freunde, weil ich nicht sehr gesellig war – und dann stieß ich auf Dungeons & Dragons. Wenn Sie sich erinnern, gab es in den 70er Jahren einen großen gesellschaftlichen Aufschrei wegen Dungeons & Dragons: Kinder gingen los und töteten sich, verschwanden in Höhlen. Und so lief es auch bei Comics und auch beim Rock’n’Roll.”
Moderator Tom Ashbrook kam dann aufs Sandy Hook-Massaker und Ego-Shooter zu sprechen:“Ich denke, der andere Punkt ist, man nennt es First-Person-Shooter, FPS”, erklärte Levine. “Da gibt es den ‘FP’-, den ‘First-Person’-Aspekt, indem man die Rolle eines Charakters übernimmt, und dann gibt es den S-Teil, der für den Schützen steht. Und ich bin mir nicht sicher, dass sie notwendigerweise ein und dasselbe sein müssen.”
Das komplette Interview könnt Ihr Euch hier anhören.