| Spiel: | Aliens: Colonial Marines |
| Publisher: | Sega |
| Developer: | Gearbox |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 3 / 2013 |
Gearbox erweitert das Alien-Universum um eine neue Episode: Colonial Marines spielt nach den Ereignissen des dritten Films und beginnt auf dem geheimnisvollen Raumschiff USS Solaco, dem Schauplatz von Aliens. Nachdem Ripley das Wrack verlassen hat, rücken die Marines vor, um Daten und Proben zu sichern. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein neues Nest, sondern auch auf konkurrierende Spezialkräfte, die ein schauriges Geheimnis auf dem Planeten LV-426 verteidigen dort findet die Story ihren Abschluss. Unterwegs kooperiert Ihr mit Persönlichkeiten aus den Filmen, z.B. einem Nachbau des Androiden Bishop.
Die elf Levels sind im Koop-Modus spielbar und weitgehend auf Teamplay ausgelegt, da sie Euch zahlreiche kooperative Aufgaben stellen: Neben der üblichen Sucherei unter schwerem Feuer gilt es auch, beim Vorrücken zusammenzuarbeiten. Statt der Waffe kann man z.B. den Bewegungssensor tragen, so die Kollegen vor Angreifern warnen und ihnen den Pfad zur nächsten Aufgabe weisen. An mehreren Stellen wehrt sich das Team mittels automatischer Kanonen, diese müsst Ihr quer durch das Level schleppen und an geeigneter Position platzieren. Später bekämpft Ihr Panzer, bedient einen Kran oder verteidigt ein Fluchtraumschiff, dessen Tankschläuche mühsam abgeschraubt werden müssen da ist Rückendeckung vonnöten, sonst werdet Ihr von den Alienhorden überrannt! Natürlich gibt es auch Obermotzkämpfe, in denen ein Spieler Mechaniken wie Katapult und Exoskelett bedient, während die Kollegen für Ablenkung sorgen. Mithilfe der planlosen KI-Freunde kommt Ihr im Einspieler-Modus dagegen nur sehr träge vorwärts, da die NPCs nur wirr herumballern, zurückbleiben und sich nicht an Missionsaufgaben beteiligen. Da konzentriert sich das übermächtige Gegenfeuer oft auf den Spieler und so mancher Schleicheinsatz wird unverfroren vereitelt.
Kenner der Filmserie erleben einige Flashbacks, der typische Alien-Grusel endet jedoch nach den ersten 20 Minuten: Dann erscheinen die Aliens im Dutzend und Ihr verliert den Respekt vor den Schockmomenten. Für spielerische Abwechslung sorgen nachgestellte Szenen aus allen Alien-Filmen: Ihr werdet z.B. von den Viechern ins Nest entführt und müsst mit vorsichtigen Bewegungen in Sicherheit schleichen. Oder Ihr durchquert Versuchslabore, die bei Alarm mit Gas geflutet werden hier gilt es, die Wachen lautlos zu beseitigen und wenn es schiefgeht, müsst Ihr die Position des Notschalters blind finden. Auch im Nahkampf dürft Ihr den Biestern gegenübertreten: In der Verteidigung erwehrt Ihr Euch ihrer Bisse und beim Angriff dürft Ihr ihnen die Pistole tief in den Rachen stecken friss Blei, du Biest!
Dank der Anwesenheit rivalisierender Soldaten erlebt Ihr auch so manche passive Szene, da Ihr Euch nicht immer in die stattfindende Action einmischen müsst: Sollen die doch das erst einmal unter sich ausmachen.
Grafisch erwartet Euch eine mittelmäßige Mischung aus Highlights und Patzern: Manche Schauplätze entzücken mit tollen Lichteffekten und detailliertem Design vor allem die Außenbereiche sind dagegen eintönig gestaltet und mit schäbigen Texturen belegt. Ebenso negativ die feindlichen Spezialeinheiten: Sie agieren oft schlicht dumm und marionettenhaft. Die schleimigen Aliens machen dagegen ab Level vier einen einigermaßen authentischen Eindruck, da sie sich äußerst flink und tierisch bewegen dann huschen sie in Sekundenbruchteilen durchs Sichtfeld, über Wände und Decken. Zudem erscheinen sie nicht nur aus dem Hintergrund, sondern schlummern auch kaum erkennbar im Nestgerippe, um erst bei Annäherung zum Leben zu erwachen. Präsentation und Animation der riesigen Alienkönigin ist Gearbox zudem gelungen. Die berühmten Facehugger gibt es vermehrt zum Ende hin zu sehen, dafür überraschen die Aliens mit neuen Verhaltensweisen. Manche spucken Säure, andere explodieren bei Annäherung und verätzen die umstehenden Soldaten aufs Levelinventar haben die Säurewolken jedoch keine Wirkung.
Oliver Ehrle meint: Ich nehme es gleich vorweg: Die Solo-Kampagne fasse ich freiwillig nur mit der Kneifzange an die Aufgaben sind für Solisten ungeeignet und die KI ist die reinste Lachnummer. Ohne Ablenkung (die Gegner visieren stets den letzten Angreifer an) zieht sich der Spielverlauf zudem in die Länge, weil Ihr Euch oft mühsam anpirschen müsst. Zusammen mit LAN-Freunden lässt sich das Abenteuer dagegen in einer Nacht durchqueren und dann erlebt Ihr brauchbare Koop-Action: Wen kümmert schon die KI, wenn die durchschnittliche Lebenserwartung eines Gegners unter zwei Sekunden liegt? Etwa die Soldaten: Sie kommen rein, gehen in Deckung, schießen und sterben als Casual-Schießbude erfüllt Aliens: Colonial Marines durchaus seinen Zweck, zumal speziell auf PS3 der LAN-Modus nur selten unterstützt wird. Natürlich erwarten Euch die üblichen Bugs, da wird man schon mal in einer Wand wiederbelebt oder man verhakt sich anderweitig in der Umgebung. Das ist kein Grund für einen Reset, denn wenn die Freunde den nächsten Kontrollpunkt erreichen, ist das Team wieder komplett. LAN-Freunde sollten lauernd abwarten, denn dieser Lizenzmurks wird Euch in Kürze zum Spottpreis nachgeworfen!
- Koop-Kampagne mit 11 Levels
- umfangreich aufrüstbare Waffen
- hässliche Treppeneffekte und Texturen auf beiden Konsolen
- künstliche Gegner ohne Intelligenz
Nur im LAN-Modus genießbar: weitgehend vermurkste Lizenzballerei mit Teamaufgaben und Koop-Schlachten für vier Freunde.
| Singleplayer | ![]() | 57 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
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