Tobias Kujawa meint: Frei, freier, Dishonored. Die Mord-Simulation um den Ex-Leibwächter Corvo fasziniert mit großer spielerischer Freiheit, außergewöhnlichem Art-Design und tollem Sound. Zwar ist die Kampagne mit rund 10 Stunden etwas kurz geraten, ein ständig im Hintergrund laufendes Moralsystem macht Euch mit einem alternativen Ende aber einen zweiten Durchgang schmackhaft. Toll inszenierte Kämpfe, mächtige übermenschliche Fähigkeiten, intelligente Dialoge und auf mehrere Arten lösbare Aufgaben heben Dishonored aus der Masse der heutzutage fast selbst ablaufenden Spiele hervor. Glasklar das beste Spiel des Jahres!
Michael Herde meint: Ich habe das Spiel angefangen, dann kam mir Hitman: Absolution in die Quere und fesselte mich nachhaltig. So war für mich nach einem Abend mit Corvo erstmal Schluss. Schade, denn die ersten Stunden machten Lust auf mehr, der Grafikstil gefällt mir und das Setting auch. Klar, die Gegner agieren bisweilen doof und die Story wirkt flach, dennoch gefällt mir das Spiel schon in den ersten Stunden viel besser als viele andere in diesem Jahr. Blöd finde ich, dass Bethesda die englische Sprachausgabe nicht auf die Disc gepackt hat, obwohl die deutsche eine der besten des Jahres ist.
Matthias Schmid meint: Auch wenn ich mich vor dem Abspann wieder von coolem Corvo getrennt habe, verbinde ich mit der Mördermär eine positive Erinnerung. Zum Beispiel hat mich der Grafikstil trotz manch trister Textur geflasht, etwas mehr optische Abwechslung bzw. Reisen zu anderen Orten hätten dem Spiel aber nicht geschadet. Auch Anzahl und Vielfalt der Lösungswege sind vorbildlich – betrachte ich jedoch nur die Schleichmechanik, finde ich Metal Gear, Splinter Cell oder auch das neues Hitman gelungener. Das Moralsystem hat mir beim meinem Durchlauf einen Hang zum Chaos attestiert (und in der Folge immer mehr Ratten beschert) – dabei wollte ich gar nicht die Actionsau raushängen lassen…aber manchmal wird man beim Schleichen halt doch ertappt. Unterm Strich finde ich Dishonored in dieser Hinsicht etwas zu streng.
Sascha Göddenhoff meint: Selten habe ich mich so sehr bemüht, auf letale Gewalt zu verzichten, wie bei Dishonored! Mir gefiel vor allem die Freiheit, wirklich jede Mission nach eigenem Gusto zu spielen und dabei sogar die jeweiligen Zielpersonen mit dem Leben davon kommen zu lassen – in welchem anderen Spiel darf ich das noch? Grafisch geht Dunwall ebenfalls eigene, stimmige Wege: der Stil passt und die überzeichneten, teils sehr skurrilen Charaktere sorgen für eine prima Atmosphäre. Gern hätte das Abenteuer noch länger dauern dürfen, doch über zu geringe Spielzeit mag ich trotzdem nicht meckern. Schließlich lockt Dishonored mit hohem Widerspielwert – ich probiere andere Fähigkeiten aus, entdecke damit bisher unbekannte Pfade durchs Missionsgebiet und freue mich über immer neue Möglichkeiten, meine Aufgaben zu erfüllen.
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