Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 9

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Oliver Ehrle meint: Mit nur sechs Story-Missionen (inklusive Einführung!) ist XCOM: Enemy Unknown auf den ersten Blick überraschend kurz geraten. Wegen der pfiffigen Kombination aus Aufbauelementen und den spannend gestalteten Zufallsmissionen kann man aber dennoch viele Stunden mit dem Titel verbringen: Die Missionen werden hier nicht einfach nur zusammen gewürfelt, sondern bereiten dank der optionalen Aufgaben spannende Herausforderungen – es macht riesigen Spaß, Team und Basis in vielerlei Einsätzen zu optimieren, um schließlich eine der zentralen Aufträge anzugehen! Die vollständige Individualisierung der Einheit nur als “Elitesoldaten”-DLC anzubieten, halte ich allerdings für eine bodenlose Frechheit, da die farbliche Kennzeichnung den Überblick über das vielköpfige Team deutlich verbessert – schließlich verfügt jede Figur über individuelle Fähigkeiten und Ausrüstung, die man stets im Kopf behalten muss. Der hohe Replay-Faktor (jeder Anlauf spielt sich anders) lässt sich dagegen mit Missionpacks weiter ausbauen, welche den kompletten Spielablauf variieren und sich so richtig lohnen!

Zum Test geht es hier.

Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 10

18

Tobias Kujawa meint: Ich habe leider noch nicht so viel Zeit auf Pandora verbracht, wie ich mir wünschen würde. Die paar Stunden, die ich dort war, waren aber irre lustig, durchsetzt mit packender Action und immer wieder befeuert von neuer Beute. Das Spiel ist viel abwechslungsreicher als sein Vorgänger und wird dank größerer Gegnervielfalt und unterschiedlicher Landschaften nie langweilig. Auch die Add-ons lohnen sich wohl definitiv. Wub Wub!

Oliver Ehrle meint: Mittlerweile spiele die Hauptkampagne schon zum dritten mal und trotzdem will sie einfach nicht langweilig werden – dank dem Charakterlevel angepasster Gegnerstärke, zusätzlichem ‘wahrer Kammerjäger’-Modus und scheinbar unerschöpflichen Waffenarsenal ist Borderlands 2 mein Dauerbrenner 2012. Und dann gibt’s ja auch noch die vielen Bonusmissionen und DLC-Kampagnen, für die ich allerdings nicht immer Mitspieler finde. Apropos Multiplayer: Die Zusammenarbeit klappt auch ohne Absprache stets vorbildlich, zumal man sich im Team viele Laufwege sparen und zeitlich kritische Missionen leichter bewältigen kann – sofern sich die Mitspieler auf den aktuellen Level verteilen. Gelegentliches Ruckeln kann ich dabei verschmerzen, zumal ich für Lag-freie Spiele auch Freunde zum LAN-Match laden darf – speziell auf PS3 ist dies eine selten verfügbare Option!

Zum Test geht es hier.

In der neuen M! – Castlevania: Lords of Shadow 2

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Twitter-Gott und Herrscher über Vampirjäger: Konamis Dave Cox im M!-Interview.

M! Games: Lords of Shadow fühlt sich nicht an wie das gute alte ­Castlevania. Das bemängelten einige Spieler in den Foren. Was entgegnest Du denen? Wie wollt Ihr dieses Mal alte und neue Fans glücklich machen?
David Cox: Ich denke, es gibt nicht das ultimative Castlevania-Gefühl. Ich bin mit den Klassikern der 1980er-Jahre aufgewachsen und genau dieser Stil ist es, der für mich die Serie ausmacht. Dann kam Symphony of the Night, was ich auch liebe, aber es hat sich sehr vom ursprünglichen Kern weg orientiert. Es stellte trotzdem für zwölf Jahre die Weichen für die Serie. Ich kann also sehr gut verstehen, wenn die Leute mir ein “Das ist ja gar nicht mehr das Castlevania-Feeling, das ich kenne und liebe“ an den Kopf knallen, wenn sie deutlich jünger sind als ich. Die Klassiker gingen mit ihrem taktischen Kampfsystem aber einen Weg, den wir für Lords of Shadow weiterentwickelt haben.

Neugierig geworden? Den Rest des Interviews und mehr zu den beiden kommenden Castlevanias findet Ihr in der M! Games Januar 2013 – seit dem 21. Dezember überall erhältlich!

Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 11

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Tobias Kujawa meint: Die Vita-Version braucht kein Mensch (wenn er den Vorgänger hat) und auch die Wii-U-Fassung enttäuscht im Hinblick auf den PS360-Kick. Der ist dafür umso großartiger. Mit Match Day, virtueller Bundesliga und meinem favorisierten Modus Ultimate Team ist FIFA 13 einfach ein richtig gutes Fußball-Gesamtpaket. An der Spielmechanik gibt es kaum was zu meckern, nur online (besonders in FUT) leistet sich EA immer wieder üble Patzer und Downtimes. Ärgerlich, ich würde FIFA 13 nämlich gerne 24/7 genießen!

Zum Test geht es hier (PS3/360) und hier (Wii U).

Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 12

46

Tobias Kujawa meint: Ich war mit den drei normalen Enden von Mass Effect 3 ja völlig zufrieden. Genau wie mit dem gesamten Spiel. Ja, der RPG-Aspekt ist im Vergleich zu Teil 1 sehr klein und die Shooter-Passagen sind im Vergleich zu einem Gears of War nicht wirklich rund. Gefesselt hat mich das letzte Gefecht gegen die Reaper aber dennoch, ich musste einfach alle Aufgaben in der Galaxie wahrnehmen und so lange spielen, bis ich das Ende sehe. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt. Auch ohne Extended-Cut!

Matthias Schmid meint: Ich schon viel über die Mass Effect-Serie gespottet – im ersten Teil fand ich die ewigen Fahrstuhlaufenthalte nervig, im zweiten erschien mir der Kampf mit dem Riesen-Terminator unpassend und selbst im dritten Teil sind die Shoot-outs noch lange nicht auf Gears– oder Vanquish-Niveau, auch ein Binary Domain (huch, das gab’s ja 2012 auch noch…) gefällt mir in dieser Hinsicht besser. Dennoch ist mir das Universum mit seinen Figuren sehr ans Herz gewachsen – weil ich Geschichten erleben durfte, die so gehaltvoll, intensiv und erwachsen waren wie in kaum einem anderen Videospiel (z.B. Genophage, Ardat Yakshi). Wenngleich Teil 2 mehr frische Figuren einführte, fand ich  Erzählstruktur und Missionsablauf im dritten Teil spannender und besser. Und ich bin froh, dass mit dem Extended Cut nachgebessert wurde. Einen solch übereilten Abschluss hätte diese epische Serie nicht verdient gehabt! Den Zwang zum Mehrspieler-Modus (für das Erreichen des besten Endes) sollte BioWare beim nächsten Mal aber unbedingt streichen…

Ulrich Steppberger meint: Es ist kein reinrassiges Rollenspiel? Mir egal. Es ist kein hochkarätiger Shooter? Mir egal. Denn die Mischung macht’s, und die passt für mich auch beim dritten Teil nicht weniger gut als beim Vorgänger. Zwar haben mir nicht alle Charakter-Gewichtungen zu jeder Zeit gefallen  – mehr EDI? Super! Weniger Mordin? Buh! -, aber insgesamt war Mass Effect 3 für mich die erwartet hochkarätige Unterhaltung, die bis zum Schluss nicht langweilig wurde. Das diffuse Hin und Her am Ende hat mich auch nicht weiter gestört, wiewohl der Extended Cut schon einen runderen Abschluss liefert. Als Xbox-360-Shepard, der vom ersten Teil an dabei war, ging mir nur das diesmal etwas unglückliche Disc-Jockeying etwas auf den Geist. Trotzdem: Durchgespielt und für sehr gut befunden!

Oliver Ehrle meint: Normalerweise zocke ich meine Rollenspiele ja immer bis zum Ende, aber bei Mass Effect 3 habe ich bei etwa 60% abgebrochen – und das wird auch nichts mehr, der enttäuschende Abspann wird im Internet reichlich kritisiert. Doch schon der Ablauf der Handlung (Rekrutierung, Palaver- und Frontmissionen) riecht mir nach Schema F, zu viele Elemente gleichen denen der Vorgänger – nicht mal eine neue Kommandobrücke bekomme ich spendiert, ständig laufe ich zwischen den altbekannten Stationen hin und her. Da wirkt Teil drei auf mich stellenweise wie ein Addon zum Vorgänger. Spielerisch hat sich natürlich schon einiges getan, die Scharmützel sind aufregender arrangiert, ich kann Mechs kapern und muss meine Fähigkeiten geschickter einsetzen – wer die beiden Vorgänger noch nicht durch hat, ist hier sicherlich richtig. Mal abgesehen von Pokémon kenne ich aber kaum ein Rollenspiel, das gleichermaßen nahtlos ans Erfolgskonzept der Vorgänger anknüpft: Für Teil 4 wünsche ich mir von BioWare mehr Mut zu Neuerungen und vor allem eine Handlung, die mit dem bekannten Ablauf bricht.

Zum Test geht es hier (PS3/360) und hier (Wii U).

In der neuen M! – Phänomen Walking Dead

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Die Untoten sind populär wie selten zuvor – Jon Bernthal (links, Shane aus der TV-Serie) und Sean Vanaman (rechts, Chefautor des Telltale-Adventures) stellen sich zum Gespräch über “The Walking Dead”.

M! Games: The Walking Dead wirkt anders als erwartet: Die Serie ist mehr Psychodrama als Action-Thriller, mehr soziales Experiment denn Zombie-Horror.
Jon Bernthal: Soziales Experiment ist eine sehr gute Umschreibung. Das Zombie-Virus zwingt die Menschen immer wieder in Extremsituationen, in denen sie handeln müssen. Es gibt in der zweiten Staffel eine Schlüsselszene, in der Rick als ­Anführer der Gruppe entscheiden muss, ob er ­einen Teenager exekutiert. Er hat die Farm gesehen, die letzte Rückzugsstätte der Gruppe an einem der wenigen Orte des Landes, der noch nicht überrannt wurde. Lässt er ihn gehen, wird der Junge zu seiner Bande zurückkehren und die Ranch höchstwahrscheinlich angreifen. Es gibt hier keine richtige oder falsche Wahl.

M! Games: Es gibt eine Regel in Videospielen: keine Kinder, die mit Gewalt konfrontiert werden! Dead Island hat damit gebrochen, allerdings nur im Trailer. In Eurem Spiel muss man schon in der ersten ­Episode entscheiden, ob man einen Jungen sterben lässt. Welche Reaktionen gab es darauf?
Sean Vanaman: Deutlich positiver, als ich es erwartet hatte. The Walking Dead ist sowohl im Comic als auch in der TV-Serie der Tabubrecher des Jahres. Es war also zu Beginn meine Hauptaufgabe, den Spieler moralisch auf diese brutale Reise vorzubereiten. Ich glaube, es gab noch nie ein Spiel, in dem man quasi ständig entscheiden muss, wer leben darf und wer sterben soll. Wie hast Du entschieden?

Neugierig geworden? Die kompletten Interviews findet Ihr in der M! Games Januar 2013 – seit dem 21. Dezember überall erhältlich!

Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 13

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Tobias Kujawa meint: Max Payne ist für mich einfach ein wahnsinnig toller Videospiele-Charakter. Warum? Weil er eben wirklich Charakter hat! Und weil er verdammt gut in Zeitlupe durch den Raum hechten und böse Jungs mit Blei vollpumpen kann. Das sieht in Max Payne 3 auch noch fantastisch aus, genau wie die Schauplätze, die sich angenehm von den winterlichen Vorgängern unterscheiden. Nur die Diskrepanz zwischen dem versoffenen Max in den Zwischensequenzen und dem zielsicheren im eigentlichen Spiel stieß mir sauer auf, die Jungs von Remedy hätten so einen Fauxpas sicher nicht übersehen!

Michael Herde meint: Kein Super-Gesicht habe ich damals gesagt und das gilt noch immer. ­Obwohl mich Max Payne 3 durchweg gefesselt und motiviert hat. Obwohl ich das ­old­schoolige, sauschwere Ballern mag und Animationen sowie Soundtrack bombig sind. Vieles ist hervorragend gelungen; nur die kleinen Untertitel taugen nichts. Aber Rockstar hat etwas versäumt, was Max Payne 3 als Videospiel und als Erzähl­medium hätte bedeutsam machen können. In handwerklich erstklassigen Videos mit pfiffigen Effekten sowie klasse Dialogen mit Spitzensprechern bringen sie mir den lebensmüden, medikamentensüchtigen Pegelalkoholiker greifbar nahe. Doch kaum steuere ich ihn, ist er ein übermenschlicher Massenmörder, der bis zum Abspann knapp 2.000 bewaffnete Leute tötet. Kein Schluck aus der Pulle verschafft Entspannung, kein kalter Entzug lässt die Finger zittern. ­Condemned 2 und Fallout 3 haben gezeigt, wie man Alkoholismus spielerisch einbindet! In der Form verliert Max jegliche Glaubwürdigkeit. Statt mit eventuell anstößiger, aber kompromissloser Kon­sequenz begnügt sich Rockstar mit einer letztlich bedeutungslosen Aneinanderreihung voyeuristisch inszenierter Gewaltexzesse in technischer Perfektion.

Matthias Schmid meint: Beim neuen Max Payne habe ich mich über die cool erzählten Zwischensequenzen gefreut und nicht über die Baller-Passagen. Soll heißen: Das Spiel geht für mich nach hinten los. Ich empfinde das Rennen, Hechten und Zielen als anstrengend nicht als elegant, die Munition ist zu knapp und die Animationen wurden von Rockstar direkt aus GTA III übernommen. Da spiel’ ich lieber Stranglehold…

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Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 14

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Matthias Schmid meint: Obwohl mir sowohl Teil 3 als auch ODST und Reach sehr gut gefallen hatten, war meine Vorfreude gedämpft. Irgendwie ist das bei mir bei Halo-Spielen immer so: Ich kenne sie mittlerweile sehr gut und spiele sie auch wirklich gern – aber sonderlich geil auf den nächsten Teil bin ich irgendwie nie. Halo 4 hat mir abermals viel Freude bereitet – wenngleich daran nicht die Geschichte Schuld ist. Cortana zu retten lag mir nicht sonderlich am Herzen… Dafür ist die Grafik ein echter Pluspunkt: Nach drei grafisch enttäuschenden Bungie-Episoden (“Hey, sind das N64-Bodentexturen auf den Felsen?”) ist der technische Sprung, den 343 Industries zustande gebracht hat, sehr beeindruckend. Auch das neue Setting, die frischen Knarren und die zusätzliche Alien-Rasse sind top – das gibt’s fast nix zu meckern. Beim Sound schon – die Hintergrundmusik tröpfelt so vor sich hin und hat viel von ihrer Power eingebüßt. Trotzdem ist Halo 4 einer der besten Ego-Shooter des Jahres – weil die Gefechte schon ab der mittleren Schwierigkeit herausfordernd sind und viele Fahreinlagen für Kurzweil sorgen.

Oliver Schultes meint: Mit ein bisschen Abstand und nach dem Spielen des Solo-Modus von Call of Duty: Black Ops II muss ich sagen, dass mir Halo 4 noch besser gefällt als zum Testzeitpunkt. Ich habe im Körper des Master Chief (schon immer) das Gefühl, nicht nur auf tumbe Schießbudenfiguren zu feuern, sondern gegen (für CPU-Verhältnisse) halbwegs schlaue Feinde anzutreten. Auch die weitläufigeren Gebiete gefallen mir persönlich besser als die heute populäreren Schläuche. In puncto Steuerung ist die Halo-Serie sowieso eine Bank, die endlich auf der Höhe der Zeit befindliche Grafik bedeutet einen Riesenschritt nach vorne, die neuen, meist banalen Melodien sind dagegen ein Griff ins Klo. Für Teil 5 bitte musikalisch wieder auf die herausragenden Wurzeln besinnen!  

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Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 15

108

Michael Herde meint: Als Ballerspiel macht mir Resident Evil 6 Spaß, weil das Experimentieren mit den vielfältigen Gegnern motiviert. Außerdem gibt es viel Game fürs Geld, der ­Wiederspielwert ist enorm. Meine ­Highlights sind die knapp fünfstündigen Kampagnen von Jake und Ada, die am meisten Abwechslung bieten. Die spielerisch interessantesten Gegner gibt es bei Chris, dafür muss ich mit hohlem Militärphrasen-Dauerfeuer leben. Die schönsten Zombies der Videospielgeschichte finde ich bei Leon. Doch das Mantra des Spiels ist Inkonsistenz. Die Grafikqualität schwankt beträchtlich – eklig-schöne Monster treffen auf Matschtexturen und Ruckler. Damals wie heute trüben unausgereifte Spielelemente wie das aufgeblähte Kräutermanagement, ­die nutzlose Befehlsfunktion oder das unnötige Deckungsystem meine Ballerfreude. Wenig davon finde ich wirklich schlimm, vielmehr zeigt es vertane ­Chancen auf Großartigkeit. Die Idee sich überschneidender Storystränge ist nett, allerdings ist die Geschichte an sich so dünn wie doof.

Oliver Schultes meint: Den Kniff mit den verschiedenen Story-Strängen, die sich durch das Spielen von Adas Kampagne wunderbar verzahnen und erst währenddessen richtig Sinn ergeben, finde ich mutig wie nachahmenswert. Zugegeben, die Geschichte ist in alter Resident Evil-Tradition weder tiefgründig noch überraschend. Dennoch geht Capcoms Salamitaktik auf, die Story-Häppchen erfüllen ihren Motivationszweck – irgendwie will man nämlich doch wissen, wie am Ende alles zusammenhängt. Bei einer Gesamtspielzeit von 25 bis 30 Stunden im ersten Durchlauf sind bei einem Action-Spiel auch ein paar Durchhänger normal (z.B. Leons Ausflug in die Unterwelt oder diverse Fahrsequenzen), das große Ganze trüben sie für meinen Geschmack nur wenig. Was große Ganze ist? Eine Action-Achterbahnfahrt mit großartigen Zombies und vielgestaltigen Monstern, superbem Koop-Modus und fast einwandfreien Kontrollen. Allerdings war Resident Evil selten weiter entfernt von seinen Survival-Horror-Wurzeln – auch das gehört (leider) zum großen Ganzen. Wer sich an Teil 6 wagt, sollte sich dessen bewusst sein.

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Die Spiele des Jahres 2012 – Platz 16

14

Tobias Kujawa meint: Ich breche hier mal eine Lanze für die Vita-Version, die richtig gut aussieht und die Touchfeatures recht treffend einbindet. Dazu sind noch alle Bonus-DLCs der großen Versionen direkt mit enthalten, top! Nur die langen Ladezeiten vor den Kämpfen nerven. Für unterwegs ist der Prügler aber trotzdem unengeschränkt zu empfehlen. Aber: Für das unnötige Gem-System gehört Capcom geschlagen!

Michael Herde meint: Als Street Fighter X Tekken in den Handel kam, hätte ich nicht gedacht, dass das Gem-System für so viel Ungleichwicht sorgen sollte, dass noch heute daran herumgepatcht werden muss. Dessen ungeachtet hatte ich eine Weile meinen Spaß damit, all die Kämpfer auszuprobieren und die Finessen des Kampfsystems zu ergründen. SFxTK hebt sich spielerisch von Street Fighter IV spürbar ab und rückt lange Juggle-Combos in den Vordergrund, um Gegner in Tekken-Manier zu vermöbeln. Das habe ich allerdings noch nie gemocht und so packte es mich auch diesmal nicht langfristig, weshalb ich nach wie vor lieber Super Street Fighter IV spiele.

Zum Test geht es hier (PS3) und hier (360).

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