Das Orakel meldet sich zurück: Michael Pachter, Wedbush Securities wortgewaltiger Analyst in puncto Videospielen, erklärte gegenüber CVG, dass der Start-Preis der Wii U zu hoch sei, um ihn auf Dauer aufrecht erhalten zu können. Nachdem Nintendo letzte Woche Preis und Erscheinungstermin der Wii U verkündete (wir berichteten hier), erwartet Pachter noch vor den Weihnachtsferien 2013 eine Preissenkung von Nintendos kommender Hardware:
“Wir denken, dass der Wii U-Preis wahrscheinlich dem Wunsch von Nintendos Kern-Fangemeinde entspricht, glauben aber, dass die Preise zu hoch sind, um die Nachfrage angesichts der aktuellen Konkurrenz von anderen Konsolen und Tablets aufrecht zu erhalten”, erklärt Pachter – was seiner Meinung nach Sinn macht: “Aus unserer Sicht war es schlau von Nintendo, die Wii U zu höheren Preisen einzuführen, um die Start-Umsätze aus dem Kern-Publikum zu maximieren. Wir erwarten, dass 1 – 1,5 Millionen Wii U-Einheiten in den USA bis zum Ende des GameStop-Geschäftsjahres versendet werden.”
Seine weiteren Prognosen lauten: “Wir erwarten, dass die Nachfrage von Nintendos Kern-Fangemeinde bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März hoch bleiben wird. Wenn die anfängliche Nachfrage zurück geht, erwarten wir von Nintendo eine Preissenkung”, fügte er hinzu. “Wir rechnen nicht mit einer Preissenkung vor dem Sommer 2013”, schließt Pachter ab, “aber erwarten eine Preissenkung noch vor der Weihnachtssaison 2013.”
Dies würde allerdings dem widersprechen, was Nintendos Reggie Fils-Aimé noch im Juni verkündet hatte. Dieser erklärte nämlich, man wolle die Wii U schon zum Start zu einem niedrigen Preis anbieten – und diesen auch langfristig niedrig halten (wir berichteten hier).
Was haltet Ihr von der Preisgestaltung der Wii U – sind die vorraussichtlich für Europa avisierten 299 Euro bzw. 349 Euro angemessen? Und wird Nintendo es schaffen, diese Preise auch im nächsten Jahr aufrecht zu erhalten??