“Sony hat einen mehr Kunst-und Erwachsenen-fokussierten Geschmack. Sie achten darauf, mit welchen Gefühlen Erwachsene ihren Spielen gegenüber stehen”, erklärte der Mitgründer von thatgamecompany auf Gamesbeat. “Der Spieler, der eine PlayStation 3 besitzt, ist wahrscheinlicher eher an künstlerischen Spielen interessiert, verglichen mit denen der Wii und der Xbox 360.”
So mancher Playstation 3-Besitzer dürften auf diese Äußerung hin vielleicht mit einem altväterlich-überlegenen Ich-hab’s ja-schon-immer-gewusst-Kopfnicken reagieren – und auch Sony reagierte auf ähnliche Weise: Jack Buser, Senior Director PlayStation Digital Platforms, bestätigte Chens These nur allzu gern und trug bei dieser Gelegenheit gleich noch ein wenig dicker auf: “Unser primäres PSN-Publikum ziehlt in der Tat mehr auf Erwachsene ab, und viele unserer meistverkauften Titel sprechen diese demografische Gruppe an”, erklärte er. “Viele PlayStation– und PSN–Spiele haben Themen, die einen Nutzer fordern, der sich in eine tiefe, eindringliche Spielerfahrung hineindenken- und fühlen kann, und wir sehen dies exemplarisch am Erfolg von Titeln wie Flower, Journey, und Heavy Rain.”
Auch wenn die Sony-exklusiven Spiele von thatgamecompany – wie die eben genannten Flower und Journey– tatsächlich mehr auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten waren, lässt sich damit allein wohl kaum beweisen, dass die Mehrheit der PS3-Eigner die Adoleszenz hinter sich gelassen haben und der Kunst zugeneigter wären als Wii- und Xbox-Anhänger.
Doch es wäre müßig, darüber zu streiten – betrachtet man, was Chens Aussage eigentlich ist: PR für sich und Sony, und vielleicht eine Art Dankeschön für die vergangene Kooperation der beiden Firmen, die beide von ihrem “3-Spiele-Deal” profitierten.








