Die aktuellen UK-Charts: Scharfschützen an die Front

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Wirklich überraschend ist es nicht: In einer Woche, in der sich praktisch nichts erscheint, landet der eine halbwegs prominente Titel eben ganz oben…

Das hat sich im Königreich vom 30. April bis 6. Mai am besten verkauft:

  1. Sniper Elite V2 (360)
  2. Sniper Elite V2 (PS3)
  3. Prototype 2 (360)
  4. Kinect Star Wars (360)
  5. Prototype 2 (PS3)
  6. FIFA Street (360)
  7. FIFA 12 (360)
  8. Mass Effect 3 (360)
  9. FIFA Street (PS3)
  10. Tiger Woods PGA Tour 13 (360)
  11. The Witcher 2: Assassins of Kings (360)
  12. FIFA 12 (PS3)
  13. Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: London 2012 (Wii)
  14. Moshi Monsters: Moshling Zoo (DS)
  15. Gran Turismo 5 (PS3)
  16. Battlefield 3 (360)
  17. Super Mario 3D Land (3DS)
  18. Saints Row: The Third (360)
  19. Mass Effect 3 (PS3)
  20. Forza Motorsport 4 (360)
  21. Mario Party 9 (Wii)
  22. Tiger Woods PGA Tour 13 (PS3)
  23. Football Manager 2012 (PC)
  24. Sniper Elite V2 (PC)
  25. Batman: Arkham City (360)

HD-Remake von Leisure Suit Larry kommt wohl erst 2013

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Traurige Nachrichten für alle, die sich schon auf ein Wiedersehen mit ihm unter dem Weihnachtsbaum gefreut hatten: Das HD-Remake von Leisure Suit Larry verschiebt sich wahrscheinlich auf 2013. Ursprünglich war Oktober 2012 angedacht.

Grund dafür ist laut dem Kickstarter-Blog der große Erfolg der Sammelaktion: 655.182 Dollar brachte sie ein und dafür will man nun Extrainhalte in das Spiel integrieren bzw. weiteres Feintuning betreiben. Ergänzend heißt es, dass es nichts schlimmeres gäbe als ein Spiel, dass unbedingt zu Weihnachten erscheinen müsse, dafür aber voller Fehler sei – Recht haben sie.

Trials Evolution – im Test (360)

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Letzten Monat das zauberhafte Journey, jetzt das süchtig machende Trials Evolution – meine bisherigen Highlights 2012 sind erstens so unterschiedlich wie nur möglich und zweitens nur in digitaler Form erhältlich. Aber ganz ehrlich: Wer immer noch komplett auf Spiele verzichtet, zu denen er keine Packung bekommt, der hat es nicht besser verdient, als dass er jetzt auch dieses Motorrad-Meisterwerk verpasst.

Trials Evolution stammt wie sein exzellenter Vorgänger aus dem (vermutlich, ich war nie dort) schönen Finnland und bringt eine Randsportart auf den Schirm, die vor allem in England und Spanien populär ist und früher auf Eurosport im TV lief: Trial-Wettkämpfe – irrwitzige Geschicklichkeitsprüfungen, die u.a. mit Motorrädern ausgetragen werden. Während in der echten Welt auch Trials mit Lkws oder Fahrrädern absolviert werden, beschränkt sich Trials Evolution auf die Motorradvariante. Die Umsetzung ist so simpel wie effektiv und nebenbei irre motivierend – wer den Vorgänger kennt, dem sei gesagt, dass in puncto Steuerung alles beim Alten blieb.

Mit Gas und Bremse sowie der Möglichkeit, das Gewicht zu verlagern, meistert Ihr anfangs einfache, bald anspruchsvolle und schließlich knackig schwere Hindernisparcours – trotz Polygongrafik spielerisch gesehen in 2D. Mit zunehmender Schwierigkeit verändert sich das Spielziel: Die ersten 20 bis 30 Kurse schafft jeder. Doch nur stetes Training hilft, die Zeiten für Gold- oder gar Platinmedaillen zu knacken. Aber nach und nach begegnet Ihr Strecken, die Euch viel Gefühl und teils noch mehr Geduld abverlangen – anstatt die Kurse schnell zu meistern, müsst Ihr bei den Extrem-Strecken überhaupt erst zum Ziel gelangen. Wer die gesteckte Grenze (30 Minuten oder 500 Versuche pro Strecke) verpasst, muss von vorn ran. Spätestens dann mutiert Trials Evolution wie der Vorgänger zur nervenaufreibenden Geschicklichkeitstortur: Wer 200-mal an einem (!) der fair verteilten Checkpoints starten muss, wirft schon mal das Pad durch den Raum. Wer Trials HD gemeistert hat, kommt erheblich leichter durch – gelernt ist eben gelernt. Stellt Evolution Euren Erstkontakt dar, müsst Ihr Hüpf- und Balance-Techniken erst schmerzvoll lernen!

Wie im Vorgänger gibt es coole Disziplinen abseits der normalen Kurse: Wie weit kommt Ihr mit wenig Benzin oder wenn die Bremse klemmt? Sogar einen Murmelparcours im Marble Madness-Stil hat Entwickler RedLynx eingebaut. Wie solche Spielchen abseits der Motorrad-Gaudi entstehen, schaut Ihr Euch im gigantischen Editor an. Der ist nicht einfach zu handhaben, erlaubt dafür vom einfachen Einsetzen von Checkpoints bis hin zu monumentalen Eigenkreationen irre viel – inklusive Physikgimmicks noch und nöcher. Die Tutorials dazu bietet RedLynx leider nur via YouTube an, dafür könnt Ihr erstellte Strecken nun von allen Trials Evolution-Bauern herunterladen. Etwas vergessen? Genau, den Mehrspieler-Modus: Der scheucht Euch off- und online über temporeiche Supercross-Kurse und ist perfekt für launige Partyrunden – jedoch glänzt er nicht mit der Perfektion und dem Suchtpotenzial des Solospiels. Jetzt alles erwähnt? Beinahe. Angesichts meiner Begeisterung ob des Spielprinzips hätte ich fast nicht erwähnt, dass die Umgebungen grafisch nun viel abwechslungsreicher sind. So, fertig!

Großartige Fortsetzung der Motorrad-Geschicklichkeitsprüfung, die in allen Belangen nochmal kräftig nachlegt.

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Black Ops II: Analysten sind geteilter Meinung über Verkaufsrekord-Chancen

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Diese Frage entzweit zurzeit die Analysten-Gemeinde: Wird Call of Duty: Black Ops II einen neuen Verkaufsrekord aufstellen können, wie man es auch von den Vorgängern der Reihe kannte? Oder wird sich auch hier der Abwärtstrend abzeichnen, der schon bei gegenwärtigen Triple-A-Titeln erkennbar war?

  • Jesse Divnich von EEDAR erklärte GamesIndustry, dass er bezüglich dieser Frage recht zuversichtlich ist: “Jedes Jahr stellen wir in Frage, ob die Call of Duty-Franchise in der Lage ist, neue Rekorde aufzustellen, und in den letzten vier Jahren hat sie bewiesen, dass wir Unrecht hatten. Ich persönlich würde Activision nicht unterschätzen, auch gegen den Trend, dass der HD-Markt in der kommenden Weihnachtssaison sehr träge sein wird.”
  • Billy Pidgeon von M2 glaubt gar an einen neuen Rekord: “Call of Duty wird auch weiterhin sehr gut laufen und wird wahrscheinlich auch weiterhin Rekorde brechen, weil es über eine größere installierte Basis von Konsolen verfügt”, erzählt er.
  • Doch es gibt auch Zweifler: Colin Sebastian von RW Baird meint beispielsweise, dass dringend neue Konsolen-Hardware für den weiteren Erfolg der Serie erforderlich ist: “Insgesamt denke ich, Spiele wie Call of Duty brauchen neue Konsolen-Hardware. Die Entwickler arbeiten mit 7 Jahre alter Technologie in einer Umgebung, in der Tablets und Smart-TVs bald ebenso stark sein werden”, kommentierte er. “Wir prognostizieren, dass von Black Ops II in etwa die gleiche Anzahl an Kopien verkauft werden wird wie von Modern Warfare 2 im Jahr 2011.”
  • Auch Prognosen-Papst Michael Pachter von Wedbush Morgan hat sich im Lager der Skeptiker breitgemacht: “Ich glaube nicht, dass sich Modern Warfare 3 besser verkaufen wird als das letzte Black Ops, so dass ich bezweifle, dass dieses [Black Ops II] den Rekord brechen kann”, orakelt er. “Ich denke, Call of Duty ist ein Phänomen mit einem Verkauf von mehr als 20 Millionen Einheiten jährlich, und es ist unrealistisch zu glauben, dass diese Zahl mit jedem jährlichen Release bedeutsam anwachsen könnte.”

Call of Duty: Black Ops II kommt im November für PS 3 und Xbox 360. Die Vorbestellungen haben laut VG247 bereits diejenigen von Modern Warfare 3 und den Vorgänger Black Ops überholt.

Gerücht: Blockbuster UK listet 25 Wii U-Spiele auf

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Update: Die Liste hat sich als Fake herausgestellt. Ein ehemaliger Blockbuster-Store-Manager gab auf NeoGAF zu, dass die Liste rein auf Spekulationen beruht.

Ein paar Screenshots mit Listen aus bereits angekündigten, aber auch noch unangekündigten Wii U-Titeln hat GoNintendo von einem ungenannten Tippgeber erhalten, die angeblich aus der internen Release-Datenbank der Blockbuster UK-Handelskette stammen. Ohne Gewähr – hier die 25 angeblichen Wii U-Spiele-Aspiranten:

  • Aliens: Colonial Marines
  • Assassin’s Creed
  • Batman: Arkham City
  • Darksiders II
  • Dirt 3
  • Formula 1 All Stars
  • Game Party
  • Ghost Recon Online
  • Just Dance 4
  • Killer Freaks from Outer Space
  • Marvel Super Heroes
  • Metro: Last Light
  • Monsters Party
  • New Super Mario Brothers Mii
  • Ninja Gaiden 3
  • Pikmin
  • Rabbids Party Land
  • Raving Rabbids
  • Rayman Legends
  • Shield Pose
  • Splinter Cell 6
  • Sports Connection
  • Tekken
  • Your Shape 2013
  • Zombie

Nintendo will bekanntlich erst auf der E3 2012 genaue Details zur Wii U bekannt geben.

Max Payne 3: Comic jetzt kostenlos als Download erhältlich

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Frohe Kunde für Freunde der visuellen Erzählung: Die erste Ausgabe des Comics Max Payne 3: After the Fall steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Geschrieben wurde es von Rockstars Dan Houser in Zusammenarbeit mit Sam Lake von Remedy, dem ursprüngliche Entwickler der Spieleserie. Die Zeichnungen stammen aus der Feder von Fernando Blanco (Army of Darkness für Marvel). Inhaltlich wird unter anderem Max’ Vergangenheit beleuchtet. Drei Ausgaben sind geplant, in denen sich der Handlungsbogen über alle drei Teile der Serie spannen soll. Den ersten Teil kann man wahlweise hier als PDF herunterladen oder auch direkt bei Rockstar oder Marvel online lesen.

Max Payne 3 erscheint am 18. Mai in Europa für PS 3 und Xbox 360.

Miyamoto: Vita-Hard- und -Software ergeben noch “kein sehr starkes Produkt”

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Nintendos Entwickler-Ikone äußerte sich gegenüber EDGE recht kritisch in Bezug auf Sonys jüngste mobile Konsole:

“Es ist sicherlich eine Hightech-Maschine und man kann vieles damit machen. Aber ich kann nicht wirklich sehen, dass diese Kombination aus Software und Hardware ein wirklich sehr starkes Produkt ergeben”, erklärte er am Rande einer 3DS-Präsentation im Louvre von Paris, auf der die Nintendo-Konsole als “Museumsführer”(wir berichteten hier) vorgestellt wurde.

Zum Launch in Japan verkaufte Sony 325.000 Einheiten der PS Vita, und im Westen etwa 600.000 – doch seitdem ging der Absatz stark zurück. Selbst die Vorgängerin PSP liegt in den wöchentlichen Verkaufscharts (hier die von der vorletzten Woche aus Japan) stets vor der Vita, ganz zu Schweigen vom Nintendo 3DS, der sich nach wie vor glänzend verkauft.

Doch auch die Nintendo-Konsole hatte bekanntlich einen schweren Start: Erst eine Preissenkung, verbunden mit attraktiveren Spielen brachte den Umschwung, wie auch Miyamoto einräumt: “Als wir die 3DS-Hardware herausbrachten, hatten wir kein Super Mario 3D-Land, wir hatten kein Mario Kart 7, wir hatten kein Kid Icarus: Uprising“, erklärte er. “Wir hatten zwar angestrebt, diese zum Start anzubieten, aber wir waren nicht in der Lage, sie zu diesem Zeitpunkt zu liefern.”

Dafür setzte Nintendo offenbar auf das Prinzip Hoffnung: “Wir haben irgendwie gehofft, dass die Leute trotzdem das Produkt kaufen würden und die 3DS-Hardware vielversprechend fänden. Aber rückblickend betrachtet müssen wir feststellen, dass die wichtigste Software fehlte, als wir die Hardware ins Leben riefen.”

Unterm Strich also eine klare Ansage von Miyamoto-san: Die Vita hat Potential, aber um erfolgreich zu sein, sind attraktive Spiele als System-Seller zwingend erforderlich.

Prototype 2 – im Test (360)

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Im Jahr 2009 veröffentlichte Radical Entertainment mit Prototype eine bluttriefende Alternative zu Sonys inFamous, die spielerisch frappierend an Radicals hauseigene Zerstörungsorgie The Incredible Hulk: Ultimate Destruction sowie an Spider-Man: Web of Shadows erinnerte. Doch das Open-World-Gemetzel landete aufgrund des rücksichtslosen Antihelden und Supermutanten Alex Mercer und dessen Gewaltexzessen schnell auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.

Teil 2 ist hingegen offiziell in Deutschland erhältlich. Welche Anpassungen und Kompromisse für die USK-Freigabe erforderlich waren, erfahrt Ihr auf Seite 4 dieses Tests.

Zur Story: Sergeant James Heller macht Alex Mercer für den Tod von Frau und Kind verantwortlich und steht dem übermächtigen Kapuzenträger entsprechend zornig gegenüber. Doch Mercer hat andere Pläne mit Heller, als ihn zu töten. Stattdessen infiziert er ihn zu Beginn des Spiels mit einem mutagenen Virus und entlässt ihn in die dreigeteilte Metropole New York Zero, wo Soldaten der Blackwatch-Einheit versuchen, die Virusepidemie einzudämmen, während Gentek-Wissenschaftler makabre Experimente mit infizierten Bürgern durchführen. Im Verlauf des Spiels entdeckt der ebenfalls angesteckte Heller eine ganze Reihe außergewöhnlicher Fähigkeiten in sich, die anderen fehlt.

Fünf Mutantenwaffen sowie eine ganze Reihe zusätzlicher Kampfkräfte machen Heller zur übermächtigen Killermaschine: Klinge, Hammerfäuste, Peitschenarm und Klauen sind aus dem Vorgänger bekannt, lediglich die multifunktionalen Ranken sind neu. Damit fesselt Heller große Feinde kurzzeitig und schleudert Umstehende, Autos und Trümmer auf den Widersacher. Mit der Armpeitsche richtet Ihr enormen Flächenschaden an, holt entfernte Objekte heran oder katapultiert Euch zu entfernten Hubschraubern und Panzern, um ihnen die Waffen zu entreißen oder gleich das komplette Vehikel zu kapern. Mit den wuchtigen Fäusten lässt Heller Stacheln aus dem Boden wachsen, mit der Klinge rotiert er mordend durch die Mengen. Neu und gelungen ist die Idee, die X- und Y-Taste frei mit zwei der fünf Fähigkeiten zu belegen und nach Belieben zu kombinieren.

Besiegt und absorbiert Heller markierte Feinde, regeneriert er dadurch nicht nur Lebensenergie, es winken auch zusätzliche Waffenupgrades und Erfahrungsboni. Mit jedem Levelaufstieg verteilt Ihr weitere Fähigkeitenpunkte, die Faktoren wie Tempo, Lebenskraft oder Tarnwerte beeinflussen.

Prototype 2 setzt auf Open-World-Action, parallel zum Storystrang stehen Heller eine Reihe von Nebenmissions-Paketen aus zwei bis drei mehrstufigen Aufträgen offen, durch die er Upgrades für seine Mutationen erspielt. Spürt Zielpersonen auf, um sich ihrer Identität zu bemächtigen und so Zugang zum Computersystem der Blackwatch-Soldaten zu erlangen. Säubert anschließend unterirdische Forschungslabors von Mutanten oder sammelt innerhalb eines Zeitlimits über den Dächern der Stadt geheime Daten – die Aufgabenvielfalt ist überschaubar, durch die Belohnung aber motivierend. Heller lernt, weiter zu gleiten, schneller zu rennen oder mehr Energie von anderen Lebewesen zu absorbieren, was ihn zur ultimativen Kampfsau macht.

Verfolgt Ihr den Hauptstrang, wird die Geschichte in Funkgesprächen und monochromen Zwischensequenzen erzählt, persönliche Details liefern absorbierte Gegner.

Um sich Zugang zu den Basen der Blackwatch zu verschaffen, tarnt sich Heller als Soldat, um so unbehelligt unter Feinden zu wandeln. Wer vor den Augen anderer einen Kameraden schmaust, Chaos veranstaltet oder Virenscannern zu nahe kommt, fliegt auf. Allerdings sind Eure vermeintlichen Kollegen dermaßen doof, dass Ihr als Soldat auch mit einem Autowrack auf den Schultern haushoch springen könnt, ohne aufzufliegen. Passiert es dennoch, genügt es, kurz das Blickfeld Eurer Häscher zu verlassen und das Outfit zu wechseln. Schon kehrt Alltag ins Soldatenleben zurück – das wirkt zwar höchst albern, verschont Euch unterm Strich aber vor Frust.

Prototype 2 ist kein taktisch kompliziertes Spiel, wenngleich die unterschiedlichen Gegnertypen individuelle Vorgehensweisen begünstigen. Sie segnen das Zeitliche, wenn Ihr lange genug draufhaut oder sie mit Objekten bewerft. Schneller und eleganter kämpft es sich aber, wenn Ihr ihre Angriffsmuster durchschaut.

Die Aufteilung der Stadt in drei Sektoren bietet gleich mehrere Vorteile: Sie unterscheiden sich nicht nur thematisch und hinsichtlich der Farbgebung, auch das Feind-Passanten-Verhältnis variiert. Stets tummeln sich jedoch enorm viele Objekte auf dem Bildschirm. Charaktermodelle wiederholen sich und auch Tearing ist zu bemerken. Doch die jetzt kleineren Gebiete ermöglichen eine deutlich bessere Grafik als im eher mauen Vorgänger, zumal sich je nach Mission das Wetter verändert – bei Tageslicht, ist Prototype 2 am schönsten.

Ein weiterer Vorteil zum oftmals unfairen ersten Teil: Auf Stufe ’Leicht’ ist Sterben nahezu ausgeschlossen. Das abrupte und ziemlich schlecht inszenierte Ende samt Quick-Time-Bosskampf enttäuscht jedoch. Nach 12 bis 15 Stunden absolviert Ihr verbleibende Nebenmissionen, spürt verborgene Blackboxen von Soldaten auf und sammelt übrige Fähigkeiten-Upgrades. Motivierender ist da der freigeschaltete ’New Game+’-Modus samt vierter Schwierigkeitsstufe.

Die Unterschiede zwischen USK- und PEGI-Fassung

Die deutsche Version von Prototype 2 ist zwar ab 18 Jahren freigegeben, ganz ohne Schnittmaßnahmen war das aber nicht möglich. Drei Personengruppen gibt es im Spiel und diese sind in unterschiedlichem Maße davon betroffen, wie ein Direktvergleich mit der PEGI-Version zeigt.

Identisch ist das Verhalten von Monstern und infizierten Menschen im Spiel. Sie bluten und lassen sich mit Hellers Waffenarsenal in Stücke hacken – inklusive Ragdolleffekte. Jede Menge Blut und Ragdollphysik finden sich auch bei Soldaten, Splattereffekte wurden hier jedoch entfernt: Uniformierte fallen am Stück tot um oder werden durch die Luft geschleudert. Das ist spielerisch zwar irrelevant, wirkt aber unglaubwürdig und schmälert den zügellosen Charakter von Hellers Vernichtungsorgie. Am meisten von Schnittmaßnahmen betroffen sind unbeteiligte Zivilisten, die sich in teils großen Gruppen im gelben und grünen Sektor aufhalten. Auch sie lassen sich nicht zerteilen, im Gegensatz zu allen anderen Wesen sind sie obendrein von der Zielerfassung ausgenommen. Aufzuschalten oder sie mit dem Peitschenarm aus der Ferne zu greifen, ist daher nicht möglich. Sie bluten und sterben aber und Heller kann Umstehende greifen und absorbieren, um Lebensenergie wiederherzustellen – die Menge variiert mit der Schwierigkeitsstufe.

Allerdings zehrt jeder Angriff gegen Zivilisten an der Lebensleiste. Auf ’Leicht’ hat es keine nennenswerten Auswirkungen, wenn Heller mit dem Peitschenarm durch die Massen fegt, Stacheln aus dem Boden wachsen lässt oder mit explodierenden Autos um sich wirft. Wer aber eine höhere Schwierigkeitsstufe wählt, muss deutlich öfter innehalten und auf geringfügig umständlichere Weise einige Passanten absorbieren, wodurch die Lebensleiste unterm Strich mehr zunimmt als schwindet.

Weitere Details: Verletzt kriechende Menschen klingen anders als in der Uncut-Fassung, zu guter Letzt wurde das Absorbieren von Soldaten und nicht infizierten Menschen kosmetisch entschärft, Heller saugt sie als Ganzes ein, statt sie mit waffenspezifischen Effekten zu zerteilen und aufzusaugen. Die deutsche Version bietet ausschließlich deutschsprachige Untertitel, in der PEGI-Version finden sich hingegen englische.

Unser Fazit nach Spielen der PEGI-Fassung: Die fehlenden Splattereffekte sind Geschmackssache, prinzipiell aber zu verschmerzen. Umständlicher zu greifende und Energie zehrende Zivilisten beeinträchtigen vor allem auf höheren Schwierigkeitsstufen aufgrund häufiger Kollateralschäden den Spielfluss und machen Prototype 2 in einigen Phasen schwerer. Die PEGI-Version wirkt hingegen wie aus einem Guss und spart sich die Irritation, dass bei Bildschirm füllenden Brachialangriffen Menschen als Ganzes herumwirbeln. Gerade weil Prototype 2 so sehr auf hemmungslose Gewalt und Badass-Splatteraction setzt, ist die Uncut-Version die bessere Wahl. Importwillige Spieler mit Faible für sinnlose Brutaloaction, die einfach nur Laune macht, schlagen daher gerne nochmals 3-4 Prozentpunkte drauf.

Michael Herde meint: Prototype 2 begeistert mich durch eine übermächtige Hauptfigur, mit der ich die Drecksau in mir rauslassen kann. Ich bewerfe Hubschrauber und Panzer mit zappelnden Passanten, zerfetze Mutanten im Dutzend mit brachialen Fähigkeiten, renne wie Ezio Auditore auf Speed an Fassaden empor und gleite wie Batman und Spider-Man zum nächsten Einsatz. Dank vieler Steuerungsautomatismen klappt das meistens prima, gelegentlich zickt Heller, macht das Falsche und löst mal wieder Alarm aus. Dann geht vor allem in der zweiten Hälfte dermaßen die Post ab, dass trotz der durchweg stabilen Bildrate Chaos, aber auch Routine einkehrt – obwohl vielfältige Gegnertypen individuelle Kampftaktiken belohnen. Generell fairer als das Debüt, machen mir die Schnitte einen Strich durch die blutige Rechnung. Vor allem die deutschen Energiefresser-Zivilisten bremsen meinen Spaß am ungezügelten Splatter-Unheil aus, weil ich immer wieder inne halten muss, um Kraft zu tanken. Auch wirkt es nicht gerade glaubwürdig, dass Mutanten in Bröckchen zerfallen, Menschen aber am Stück sterben. Und so motivierend und spaßig ich die Haudrauf-Action finde: Die missratene Gegnerintelligenz führt Stealth-Einlagen und Tarn-Feature ad absurdum. Störrisch und träge ist bisweilen die Zielaufschaltung, das Synthie-Orchester blubbert maximal belanglos, dafür punkten druckvolle Explosionen und direktionale Effekte. Unangenehm finde ich mit der Zeit das ”Fuck, shit, yeah, motherfucker”-Geprolle aller Beteiligten. Wo Ideen für Dialoge fehlen, wird halt geflucht wie die Kesselflicker, die Jugend wird’s schon cool finden.

  • Vorgänger indiziert, Teil 2 geschnitten
  • neuer Protagonist Sergeant James Heller jagt Hauptfigur Alex Mercer aus Teil 1
  • Open-World-Action mit Bonus für Schnellkäufer: ab Verkaufsstart sieben Wochen lang frische Zusatzmissionen und Online-Wettbewerbe verfügbar
  • zusätzliche Mutantenfähigkeiten in Nebenmissionen freischaltbar
  • ’New Game+’-Modus mit vierter Schwierigkeitsstufe nach dem Durchspielen

Runder und nervenschonender als Teil 1: Die chaotische Mutanten-Badass-Action ist etwas monoton, trotz der Schnitte aber spaßig.

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!nside !ndies #011 – Aban Hawkins and the 1000 Spikes

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Hinter diesem Titel verbirgt sich ein Plattformer der ganz alten Schule. Als Pixelheld mit Hut versucht Ihr, unbeschadet durch insgesamt fünf Dungeons zu gelangen. Unterwegs warten jede Mege fiese Fallen, Sprungpassagen und Gegner auf Euch. Nach einem Treffer oder Absturz erlischt bereits Euer Bildschirmlicht. Für das Spiel stehen Euch zu Beginn insgesamt 1000 Leben zur Verfügung. Das klingt nach einer Menge, doch vertut Euch nicht: Ihr werdet sie brauchen. Aban Hawkins and the 1000 Spikes ist schwer. Viele Trial & Error-Passagen nötigen Euch ein Auswendiglernen der Levelkonstrukte ab, darüber hinaus sollten auch Eure Reflexe ziemlich fix sein. Allerdings besteht die Möglichkeit, einzelne Stages zu überspringen, solltet Ihr dort partout nicht weiter kommen.

Grafisch kommt das Dargebotene in minimalistischer, jedoch sympathischer 8-Bit-Optik daher. Der Sound dudelt vor sich hin, doch bereits nach wenigen Minuten werdet Ihr ihn kaum noch wahrnehmen. Schließlich verlangt der Titel Eure volle Aufmerksamkeit, ansonsten scheitert Ihr schon mal an der ersten Hürde. Doch gerade der sehr hohe Schwierigkeitsgrad verbunden mit dem Ehrgeiz, es doch noch mal zu versuchen, lassen Euch immer wieder zum Pad greifen. Darum ist das Spiel vor allem Puristen mit jeder Menge Ausdauer und hohem Frustpotenzial zu empfehlen. Alle anderen könnten bereits nach kurzer Zeit entnervt das Pad in die Zimmerecke werfen.

 

Entwickler: 8bit Fanatics

Preis: 80 MS-Punkte

M! sagt: lohnt sich

Team Meat schimpft über die gegenwärtige Situation von Mobile Gaming

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In einem aktuellen Blog-Post auf supermeatboy.com hat sich Edmund McMillen, Designer bei Team Meat, über den gegenwärtigen Zustand des Mobile Gamings geäußert. Sein Fazit fällt dabei für diesen Industriezweig wenig schmeichelhaft aus.

“Das Hauptproblem dieser Plattformen ist der mangelnde Respekt gegenüber dem Spieler”, schreibt McMillen. Vielmehr wirke es so auf ihn, als würde der Spieler für sein Geld gemästet, gemolken und dann unbefriedigt oder aggressiv nach Hause geschickt. Ein Beispiel dafür seien Social Games, bei denen man entweder endlos lang spielen müsse, um ein Ziel zu erreichen oder alterantiv dafür zahlen könne, quasi ohne den Titel jemals richtig gespielt haben zu müssen.

“Man kann nicht mit Worten beschreiben, wie verdammt falsch das ist”, fährt McMillen fort. Dies gelte für die Konsulemten als auch für die Plattform selbst. In Team Meats aktuellen Projekt, Super Meat Boy: The Game, wolle man deshalb mit gutem Beispiel vorangehen, den Spieler ernst nehmen und nicht die Fehler der Konkurrenz machen.

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