Im Zeitalter nahezu kostenloser Smartphone-Software kommt immer häufiger die Frage auf, ob die Spiele auf traditionellen Konsolen ihre verhältnismäßig hohen Verkaufspreise eigentlich noch wert sind – so auch im Vorfeld der Veröffentlichung der PlayStation Vita. Shuhei Yoshida, Boss von Sonys WorldWide Studios, hat gegenüber Eurogamer Klartext gesprochen:Generell werden die Vita-Softwearepreise weitaus variabler als in der Vergangenheit sein.
“Wenn wir Spiele schaffen, die dich stundenlang fesseln, sind diese durchaus auch 40 Dollar wert”, so Yoshida. Ein “richtiger” Gamer sei auch hungrig nach innovativen, komplexen Erfahrungen und diese könnten sie eben nur bei teureren Produkten bekommen. Im Gegenzug wies Yoshida die Entwickler an, ihre Preisstruktur auf das von ihnen gebotene Produkt hin anzupassen. Im letzten Weihnachtsgeschäft habe man an 3DS-Titeln wie Mario Kart 7 gesehen, wie das gehen könne.
Auf früheren Konsolen seien die Preissegmente klar abgesteckt gewesen – 60 Dollar für ein Vollpreisprodukt, 30 Dollar für die Platinumreihe. Dies sei nun anders und man werde auf der Vita ein weitaus flexibleres Preismodell anbieten. Sony werde darauf achten, wieviel Inhalt ein Titel biete und dann über den Verkaufspreis entscheiden. Dabei sei man nicht auf Blockbuster fixiert, sondern wolle auch kleineren Projekten offen gegenüberstehen.
Wieso sich das aber zum Start so äußert, dass bei uns nicht nur für Uncharted: Golden Abyss, sondern auch für eher als Nischen-Titel zu bezeichnende Spiele wie Everybody’s Golf stolze 50 Euro verlangt, muss man dann wohl nicht ganz verstehen…