Auf der britischen offiziellen Nintendo-Website wurde nun ein Video veröffentlicht, in dem Nintendos CEO Satoru Iwata und Shigeru Miyamoto, Designer zahlreicher Nintendo-Klassiker, über die jüngere Vergangenheit, die Gegenwart und die mögliche Zukunft des Konzerns sprechen – wer selber zuhören möchte, findet den Clip hier.
So ist Iwata der Meinung, dass der Wii von den Medien zu schnell als Konsole für Gelegenheitsspieler eingeordnet wurde. Auch wenn er dieser Kategorisierung nicht zustimme, müsse er eingestehen, dass Wii nicht die Bedürfnisse aller Videospieler befriedigen konnte. Dies habe im Laufe der Zeit zu einer Unterscheidung zwischen Core- und Casual-Gamern geführt. Dem könne er jedoch nicht zustimmen, weil in seinen Augen ein Core-Gamer ein Spieler sei, der ein breitgefächertes Interessenfeld habe und somit auch von Spielen angesprochen werde, die neue kreative Richtungen aufzeigten. Nintendo sei diese Problematik jedoch selbstverständlich bewusst und nicht zuletzt auch deshalb sei das Motto bei der Wii U-Präsentation auf der E3 “Tiefergehender und breitgefächerter” gewesen.
Miyamoto stimmt diesen Ausführungen zu und ergänzt, dass Nintendo immer auf einer tiefergehenden Ebene gearbeitet habe und man deshalb die Beschwerden bezüglich irgendwelcher Oberflächlichkeiten nicht verstehen könne. Für die Medien sei es hingegen immer leicht, in Core und Casual zu unterteilen. Das Hauptproblem des Wii sieht Miyamoto im Nachhinein in der nicht vorhandenen HD-Unterstützung, wodurch diese nicht auf eine Stufe mit mit PS3 und Xbox 360 gestellt wurde. Durch die HD-Fähigkeit des Wii U und deren neuartigem Controller werde sich dies allerdings ändern.
Iwata sagt zudem, dass seiner Meinung nach die Barriere zwischen Casual- und Core-Spielern nur psychologisch sei und Wii U die Möglichkeit habe, sie zu durchbrechen. Wenn dies gelänge, könne man die Basis an Videospielern sogar noch ausweiten. Ein Spiel, das jeden anspricht, sei eben nicht nur breitgefächert, sondern auch tiefgehend.