Am 7. Juli ging ein Raunen durch die Spielergemeinde, denn Sony gab indirekt die Einführung eines PSN-Online-Passes bekannt. Das bedeutet, dass zukünftig wohl den meisten exklusiven PS3-Spielen mit Onlinefunktionen ein Code beiliegen wird, der besagte Modi freischaltet. Für Gebrauchtkäufer heißt dies demnach, dass ein solcher Code kostenpflichtig erworben werden muss.
Resistance 3 ist zuerst von dieser Maßnahme betroffen und entsprechend richteten sich natürlich viele Anklagen von Spielern gegen den Entwickler Insomniac Games. Der gab nun via Twitter bekannt, dass dies eine Maßnahme von Sony sei, da der PlayStation-Erfinder den Gebrauchthandel mit seinen First-Party-Spielen erschweren will. Man sei selbst nicht glücklich darüber.
Noch ausführlicher und direkter äußerte sich derWedbush-Analyst Michael Pachter gegenüber examiner.com:
“Ich denke, dass Sony mit dem PSN-Pass einige Fehler machte. Erstens hätte er nicht PSN-Pass heißen dürfen, da er kein Pass für das PSN ist, sondern ein Pass für die Online-Funktionen der jeweiligen Spiele (SOCOM, Uncharted, etc.). Der Name suggeriert aber dem Kunden, dass er mit dem Pass Zugang zum PSN erhält.
Zweitens kommt der Pass kurz nach dem PSN-Ausfall. Es ist ein wirklich schlechter Zeitpunkt, um eine Gebühr für etwas einzuführen, das zuvor kostenlos war. Ich spreche ihnen nicht das Recht ab, solche Dinge zu tun – es gibt ähnliche Versuche von EA, Ubisoft, Capcom etc., den Gebrauchtmarkt einzuschränken. Sony hätte aber bis nächstes Jahr warten sollen, da der PSN-Ausfall noch zu sehr in den Köpfen der Leute ist.
Letztendlich werden wohl die Leute, die Online spielen möchten, ein neues Spiel kaufen und die Leute, die eine gebrauchte Kopie erwerben, den Singleplayer nutzen. Sonys Online-Spiele sind nicht sehr langfristig populär (vielleicht mit Ausnahme von SOCOM) und der PSN-Pass liegt nur First-Party-Titeln bei – also ist es keine so große Sache. Meine Vermutung ist, dass Sony weniger als zehn Millionen Dollar einnehmen wird, wahrscheinlich weniger als fünf Millionen Dollar. Und das ist die Kritik, die der PSN-Pass erzeugte, nicht wert.”