Am vergangenen Wochenende ist Gerald “Jerry” Lawson (1940-2011) im Alter von 70 Jahren gestorben. Daher blicken wir kurz auf das Leben und Wirken des Tüftlers zurück.
Eigentlich als Halbleiter-Spezialist bei Fairchild angestellt, entwickelt er in seiner Freizeit in seiner Garage einen Spielautomaten. Sein Arbeitgeber war anfangs nicht begeistert, dennoch wurde Jerry gefragt, ob er nicht ein Spielesystem für Fairchild konzipieren möchte.
Das Resultat: Das Fairchild Video Entertainment System, welches später unter dem Namen Channel F veröffentlicht wurde. 1976 war es nicht die erste Konsole auf dem Markt, aber die einzige Konsole, die externe Speicher-Module verarbeiten konnte. “Es war kein einfaches Unterfangen ein Wechselmedium zu entwickeln, bei dem die Halbleiter im Gerät nicht durch mögliche statische Entladungen beschädigt werden”, erinnerte sich Lawson später. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein solches Gerät.
Insgesamt erschienen für das Channel F 26 Spielen und es war damit das Erst seiner Art, doch den wirklichen kommerziellen Erfolg feierte ein Jahr später Atari.
1980 gründete Lawson die Spieleschmiede VideoSoft, die insgesamt sieben Spiele entwickelte, jedoch schaffte es lediglich der Titel Color Bar Generator auf den Atari in die Läden. Die anderen Werke sind erst kürzlich aufgetaucht. Lawson zog sich aus der Spielebranche zurück, war aber weiterhin mit Leib und Seele Bastler und Tüftler.
Laut bisherigen Angaben starb Lawson am Samstag, den 09. April im El Camino Hospital Mountain View an einem Herzinfarkt.








