David Cage, Gründer von Quantic Dream und kreativer Kopf hinter Heavy Rain, hat auf der Webseite guardian.co.uk seinen Unmut über stereotype Baller-Games zum Ausdruck gebracht.
Der französische Spielemacher sei nicht begeistert von den immer gleichen Titeln. Auch US-Spieledesignern gehe es so. “Die Entwickler haben die Nase voll. Sie wollen über ihre Familien sprechen, über Politik, über was auch immer – also warum nicht auch in einem Videospiel? Warum nicht? Es gibt keinen Grund.”
Heavy Rain z.B. basiere auf der Beziehung zu seinem ersten Sohn und wie dieser sein Leben verändert habe. Wie er Wired im Februar 2010 erzählte, habe er ihn in einem Kaufhaus für fünf Minuten aus den Augen verloren. Die längsten fünf Minuten seines Lebens. “Es war wirklich etwas sehr Emotionales. Ich denke, die Story von Heavy Rain beruht auf diesen fünf Minuten.” Für Cage ginge es in dem Spiel über die Liebe zu jemandem, ohne dafür etwas als Gegenleistung zu erwarten.
Abschließend sagt David Cage, als Videospiel-Designer solle man mehr über sich, sein Leben, über seine Gefühle und über die Menschen schreiben, die man kennt. Denn wie es sei, ein Rekrut im Zweiten Weltkrieg zu sein, könne man nicht wissen. “So wird die [Spiele-]Industrie einen Riesenschritt nach vorne machen. Ich habe die Nase voll von Space Marines!”