Shoot Many Robots (PSN, XBLA) – erste Infos und Video

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Nach den ersten Bildern von Shoot Many Robots zu urteilen, sind die Entwickler von den Demiurge Studios nicht nur Metal Slug- bzw. Contra-Fans: Sowohl Optik, als auch die Möglichkeit, Erfahrungspunkte zu sammeln erinnern an Borderlands.

Neben der Option, Waffen zu kaufen, kann man seinen Charakter auch mit Jetpacks oder Ballettröckchen ausstatten, die für höhere Sprünge sorgen. Wie Ihr seht kommt auch der Humor nicht zu kurz, wenn das Spiel im Laufe des Jahres für XBLA und PSN erscheint.

Rare stellt neuen Senior Studio Director ein

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Rare Ltd / Microsoft Game Studios (Donkey Kong Country, Killer Instinct, Goldeneye 007, Conker’s Bad Fur Day, Perfect Dark) haben einen neuen Senior Studio Director eingestellt.

Craig Duncan, der als Director of Product Development bei Codemasters für die Entwicklung von Colin McRae Rally verantwortlich war, arbeitete anschließend als Studio Head bei den Midway Studios Newcastle. Als Development Director bei Sumo Digital hat er zuletzt den Fun-Racer Sonic & Sega All-Stars Racing entwickelt.

“Ich freue mich darauf, mit den außergewöhnlichen Leuten bei Rare zusammenzuarbeiten und fantastische Spiele zu entwickeln, mit denen Rare seine Position als eines der besten Studios der Welt untermauern kann”, erklärt Duncan.

“Craig schließt sich uns in einer aufregenden Zeit an und seine Erfahrung ist ein wichtiger Bestandteil dabei, sicherzustellen, dass Rare weiterhin innovative, branchenführende Produkte erschafft, die begeistern und unterhalten”, so Rares Studio Manager Scott Henson.

Rare, die exklusiv für Microsoft arbeiten, haben zuletzt Kinect Sports an den Start gebracht.

Duke Nukem kommt niemals zu früh…

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Eigentlich gehört’s ja auch dazu: Bis vor wenigen Monaten hätte ja ohnehin niemand mehr geglaubt, dass Duke Nukem Forever wirklich jemals erscheinen wird. Jetzt dauert’s eben noch ein paar Wochen (nicht Monate, nicht Jahre) länger – na und? Im Video unten teilt uns Gearbox-Chef Randy Pitchford mehr dazu mit:

Geohot vs. Sony – die nächste Runde spielt in Südamerika (oder nicht?)

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George Francis Hotz, in Hackerkreisen besser bekannt als Geohot, hat sich laut einem von Sony eingereichten Dokument nach Südamerika abgesetzt.

Weiter ist dem Schriftstück zu entnehmen, dass Geohot nicht den Auflagen des Gerichts nachkam, seine PS3 zur Spurensicherung herauszugeben. Zwar bekam das Gericht die Konsole, jedoch ohne Festplatte. Diese entfernte Geohot und übergab sie an einen neutralen Dritten, bevor er in Südamerika abtauchte.

Auch die Angaben zu seinem PlayStation Network-Account entsprachen wohl nicht der Wahrheit.

Dem besagtem Dokument ist zu entnehmen, dass Geohot seine PlayStation 3 am 25. Februar 2010 in einem GameStop-Shop gekauft hatte,  der nur wenige Kilometer von seinem Zuhause entfernt lag.

Auf dieser PS3 legte Geohot am 10. März einen Account mit dem Namen ‘blickmanic‘ an. Die mit der Registration verbundene IP-Adresse wurde in Glen Rock, New Jersey lokalisiert, dem Heimatort von Geohot.

Doch schon vor den aktuellen Ereignissen wurde die Luft für Geohot dünn: Das Gericht gestattete Sony die Einsicht auf sein PayPal-Konto im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis Februar 2011. Auch Twitter, Blogger.com und YouTube mussten Sony Einsicht auf Nutzerdaten und IP-Adressen gewähren, die im Zusammenhang mit Geohot standen.

Bürgerrechtsorganisationen haben die Gerichtsentscheidung über diese Auskunftspflichten als massiv unangemessen bezeichnet und wollen juristisch dagegen vorgehen.

Geohot selbst bat gleichzeitig Medien und Privatleute um Unterstützung in Form von Spenden. Und obwohl er zwischenzeitlich auf seiner Webseite verkündete, dass er dank der zahlreichen Spenden in der Lage sei, seine Prozesskosten zu zahlen, wurde ihm das ganze wohl doch zu viel, anders lässt sich seine Flucht wohl nicht erklären.

Weiter geht’s: Ex-Mitarbeiter von Bizarre Creations gründen Studio

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Project Gotham Racing ist sicher die bekannteste Spielereihe des Entwicklers. Trotz großer Erfolge auf dem Rennspiel-Sektor schloss Publisher Activision vergangenen Monat dort die Pforten (wir berichteten). Als Grund nannte man die umsatzschwachen Titel des Studios, welche in der jüngeren Vergangenheit erschienen waren – dazu zählen u.a. James Bond 007: Blood Stone und Blur.

Doch immer mehr ehemalige Mitarbeiter gehen nun eigenen Projekten nach: Pete Wallace, vormals Senior Manager bei Bizarre Creations, gründete vor kurzem Lucid Games. Der ehemalige Design Manager Gareth Wilson zeichnet als neuer Chief Game Designer bei Sumo Digital (u. a. Virtua Tennis 3) verantwortlich.

Dazu gesellt sich jetzt ein weiteres Entwickler-Studio. Peter Collier (Senior Level Designer bei 007: Blood Stone/The Club), Steven Cakebread (Schöpfer von Geometry Wars) und Ben Ward (Community Manager von Bizarre Creations) hoben unlängst Hogrocket aus der Taufe. Im Nordwesten Englands wolle das Team zukünftig für iPhone, iPad sowie PC und Mac entwickeln. Laut Ben Ward sei ein erster Titel bereits in der Mache und werde in Kürze offiziell angekündigt.

DiRT 3 – Impressionen aus Kenya im Luxus-Setup

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Bis Ende Mai müssen wir noch warten, bevor es mit DiRT 3 auf die Rallye-Pisten der Welt geht. Um uns den Mund noch wässriger zu machen, hat Codemasters mit dem IRC-Piloten Kris Meeke eine virtuelle Testfahrt in Kenya organisiert – und das mit einem Setup, dass wohl die wenigstens Zocker selbst erleben werden. Eine Drei-Monitor-Perspektive kennen wir ja bereits aus z.B. Forza Motorsports 3, aber hier wirkt’s nach schicker… aber seht selbst:

Resident Evil: Revival Selection angekündigt -Update

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Capcom hat das Spiel Resident Evil: Revival Selection für die PlayStation 3 und die Xbox 360 angekündigt. Dabei handelt es sich um eine Sammlung der HD-Versionen von Resident Evil 4 und Resident Evil: Code Veronica X.

Der vierte Teil erscheint mit dem Zusatzszenario “Separate Ways” aus der PS2-Version.

Resident Evil: Code Veronica X, das auf der Dreamcast-Version basiert und für die PS2-Version bereits um weitere Cutscenes erweitert wurde, soll unter anderem noch weitere frische Sequenzen erhalten. Erste Scans sind schon aufgetaucht (Bild oben).

Ein genauer Releasetermin wurde noch nicht genannt, Deutschland dürfte aber ohnehin in die Röhre schauen: Code Veronica X steht hierzulande auf dem Index – und dass Capcom den Versuch wagt, es davon streichen zu lassen, bezweiflen wir.

 

Update:

Capcom hat jetzt bekannt gegeben, dass Resident Evil 4 (GC, PS2, Wii) als Download für PS3 und Xbox 360 im Herbst 2011 auch in Deutschland erscheinen wird.

Es wird Trophäen, Achievements und angepasste HD Grafik geben. Alle Bonus-Inhalte, unter anderem der “Separate Ways”-Epilog, werden veröffentlicht.

GDC: ‘Classic Game Post-Mortem Talks’ kostenfrei anschauen

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Die Game Developers Conference bietet ihren Besuchern jedes Jahr die sogenannten ‘Classic Game Post-Mortem Talks’. Thema sind hier für die Industrie wegweisende Videospiele. Die jeweiligen Entwickler stellen dabei Aspekte des Entstehungs-Prozesses einem Publikum vor. Zu Wort kamen bisher unter anderem John Romero (Doom), Mark Cerny (Marble Madness), Ron Gilbert (Maniac Mansion) sowie Toru Iwatani (Pac-Man). Einige der diesjährigen Beiträge dürft Ihr Euch nun in einer ‘Free Section’ kostenlos anschauen.

Folgt einfach unserem Link und stöbert im Fundus der GDC.

Pixelkunst im Großformat

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Painting with Pixels – so nennt sich das Projekt des kalifornischen Künstlerstudios I am 8-Bit.

Jedem Besucher der diesjährigen Game Developers Conference wurde ein circa 5×5 cm großes “Pixel” ausgehändigt, welches er oder sie dann einem großen Pop-Art-Portrait der Künstlerin Jade Buffum hinzufügen durfte. Die Idee dahinter war, die Besucher indirekt an einem gemeinsamen Projekt arbeiten zu lassen. Insgesamt fanden 5760 “Pixel” Ihren Weg auf die Leinwand – das Ergebnis seht Ihr oben auf dem Bild.

Das Video veranschaulicht Euch im Zeitraffer, wie sich das Kunstwerk innerhalb der GDC-Woche entwickelt hat.

Der Retro-Moment (Numero 22): Träller-Träller-Trailer-eeee

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Ja, ich weiß: Der neue Retro-Moment ist längst überfällig. Aber auch ein Daddler braucht mal Schreibpause (und hat diese für einen schnellen Durchmarsch durch Mass Effect 1 perfekt genutzt). Dazu kommt, dass dies hier kein “normaler” Retro-Moment wird. Ihr seht schon an der Überschrift, dass ich hier nicht über ein spezielles Spiel meiner Jugend schwafeln will – sondern diesmal etwas weiter aushole.

Außerdem habe ich die lästige “…der Woche” Phrase gestrichen. Will heißen: Der Retro-Moment kommt jetzt, wenn er kommt (“It’s done when it’s done!“) – dies lässt mir mehr Freiräume auch mal wieder normale Blogbeiträge zu verfassen und am Japan-Ratgeber zu werkeln (diese Zeile wurde geschrieben, als Japan noch nicht im Chaos versunken war – ich denke dass Japan-Ratgeber momentan nicht besonders sinnvoll sind und mir laufen noch immer kalte Schauer ob der Katastrophe über den Rücken).

Kommen wir zum Thema! Trailer. Trailer zu Videospielen. Beim Schreiben des letzten Retro-Moments über Super Mario 64 bin ich auf das legendäre Nintendo 64 Promo Video gestolpert und habe mir gedacht: Verdammt, damals hatten Trailer noch einen anderen Stellenwert als heute. Und – was nicht unerheblich ist – sie kamen auf VHS-Kassetten!

In Teil 2 und Teil 3 bekommt Ihr noch Perlen wie Pilotwings 64 und Wave Race 64 zu sehen – sowie eine Vorschau auf die Titel der Zukunft. Verdammt, ich habe dieses Video geliebt und bestimmt mehrere Male täglich verschlungen!

Mein erster Trailer dagegen war… aus Papier. Denn damals gab es noch keine Trailer. Bin mir nichtmal sicher ob es Trailer zu Filmen gab, geschweige denn zu Videospielen. Was natürlich Quatsch ist. NATÜRLICH gab es Filmtrailer. Aber Videospiele? Pah, damals waren Videospiele in etwa so bekannt und verbreitet wie Betamax-Videospieler heute. Und so war meine erste Begegnung mit dem neuen, “soon to be revolutionary” Medium aus Papier. Ein dünnes Werbepamphlet für das Nintendo Entertainment System.

The Goonies 2Nagelt mich nicht darauf fest, das einzige woran ich mich heute noch erinnere… sind die Goonies! Das Spiel hörte auf den Namen The Goonies 2 und erschien im 19. Dezember 1988 über Konami in Europa. Da war ich gerade mal sieben Jahre jung. Eigenartig dass ich mich so gut daran erinnern kann, aber das Spiel hatte etwas, was sicher für einen ganz eigenen Retro-Moment reichen würde (Erinnerungsflash gibt’s im YouTube-Video).

“Etwas, was die Gedanken beflügelt. Etwas, was mich wuschig macht. Etwas was die Vorfreude schürt.” Meine eigenwillige Interpretation von Trailern. Genau so etwas hielt ich mit diesem billigen Werbeheftchen in meinen jungen Pummelhändchen. Die Goonies wurden auf zwei Seiten mit einigen Screenshots und üblen Werbe-Texten abgehandelt. Weitere “Themen” rangierten von Duck Hunt bis zu Tetris.

Ich zeichnete damals bereits erste Level aus The Goonies 2 aus dem Heft auf Papier nach, so fasziniert war ich davon. Zum Level-Designer hat’s leider bis heute nicht gereicht.

Steigen wir erneut in die Zeitmaschine und überspringen wir gleich mehrere Jahre übelster Trash-TV-Werbung und einer extrem jugendlichen Ausrichtung des Mediums. Wir landen 1994, im Jahr des Affen. Donkey Kong um genau zu sein. Donkey Kong Country, um noch genauer zu sein. Videospielzeitschriften gehörten mittlerweile zur täglichen Lektüre – die Erstausgabe der MAN!AC erschien übrigens im November 1993.

Trailer für Videospiele steckten noch in ihren Kinderschuhen – dafür kam zu Donkey Kong Country das passende VHS-Tape in den Handel. Ich habe Bauklötze gestaunt, ob der genialen Animationen der Kongs… und der grandios gestalteten Hintergründe. So gehört Donkey Kong Country mit zu den ersten “Trailern” an die ich mich überhaupt erinnern kann.

Ganz nebenbei: Was war das eigentlich mit Nintendo und brutaler Metal-Teaser-Mucke? Jedes Werbevideo wurde damals noch mit brutalen Riffs unterlegt – weit abseits der heutigen Friede-Freude-Eierkuchen Ausrichtung. Bitte ändern 😉

Nur wenig später betritt ein weiteres, großes Thema die Trailer-Bühne: die E3. Ich war bereits zu dieser Zeit so vernarrt in Trailer, dass ich mir die überteuerten E3-Berichterstattungen auf VHS kaufte. Ich weiß nichtmal, wer diese Kassetten vertrieben hat – jedenfalls gab es jedes Jahr pünktlich zur E3 bis zu 6 Stunden Videomaterial auf VHS, verkauft in einem kleinen Gamestore hier in Düsseldorf (den es heute natürlich nicht mehr gibt – Friede seiner Asche).

Ganz im Ernst: ich habe die 6 Stunden immer komplett durchgehalten. Gebannt vor der alten Röhre hockend. Verdammt, ich habe mir sogar sämtliche Ausschnitte zu Madden, NHL und NBA Spielen angesehen – ein Genre, mit dem ich bis heute nichts anfangen kann. Habe Wunschlisten erstellt. Habe mich dem PR-Teasing hingegeben wie eine willige Spielerhure. Ja, Leute, berieselt mich mehr mit dem Zeug! Ich will mehr sehen!

Damals war die Gefahr noch groß, dass die im Trailer präsentierten Inhalte vorgerendert und geschönt warten – nicht dass es so etwas heute nicht mehr geben würde, nur ist heute der “Wollen die mich verarschen?”-Ausfall vor der heimischen Konsole wesentlich geringer, als zu Beginn der Playstation oder der Dreamcast Ära. Da wurden aus vorgerenderten Heroen plötzlich fies flackernde Pixelgewulste.

Auf der anderen Seite wurden in diesem langen Zeitraum absolute Trailer-Legenden geboren, wie der erste Auftritt von Metal Gear Solid auf der Playstation, die Vorstellung von Final Fantasy 7 (und der damit beschlossene Siegeszug von JRPGs im Westen) oder die Rückkehr von Link in Ocarina of Time.

Neben der E3 und der Tokyo Game Show (die erste fand 1996 statt), wurde das Internet im Laufe der Jahre immer wichtiger. Anfangs dank mieser Leitungen kaum etwas für die Masse, gewannen Trailer über YouTube spätestens nach der Jahrtausendwende immer mehr Publikum. Weiteren Aufwind gab es durch diverse Internetportale (IGN, Gametrailers, Kotaku und Co.). “Der Trailer” galt nicht mehr nur als simples Werbemedium, sondern wurde zum Lifestyle-Gut einer ganz neuen Generation an Spielern – ich persönlich nenne die Jungs und Mädels gerne “Generation Hollywood”.

Heutzutage gibt es mehr Trailer als Spiele – denn nicht alles, wozu wir einen Trailer finden, erscheint letztendlich in spielbarer Form… oder neigt zu längerer als ursprünglich geplanter Abstinenz. Duke Nukem Forever, Starcraft: Ghost und (um etwas aktueller zu bleiben) True Crime: Hong Kong sind nur einige von vielen Beispielen, in denen Trailer bereits erstes Interesse geweckt hatten, letztendlich aber nie ein passendes Spiel dazu erschien.

Viel wichtiger: Wir können uns nur einen Bruchteil dessen leisten, was Trailer uns für “Interessant, wird gekauft!” erachten lassen.

Dazu kommt etwas, was unter dem lauten Aufschrei “SPOILOR!1zwölf!” in zahlreichen Foren verteufelt wird. Dank akuter Trailerschwemme werden wir nicht “nur” heiß auf das jeweilige Spiel gemacht, nein, uns wird ein großer Teil des Spiels bereits gezeigt. Überraschungen während des Spielerlebnis? Nada! “Den Boss hab ich schonmal gesehen, mein bester NPC-Freund hat zwar ins Gras gebissen – aber Wurst! Wußte ich eh schon! Oh, es gibt im letzten Level eine Szene, in welcher der Boss aus dem Wasser springt und mit Raketenwerfer beharkt werden muss? Schon getan, schon gesehen.”

Kurz: “Luke, ich bin dein Vater!” in einer ganz neuen, teils erschreckend weitreichenden Dimension.

Das Problem: Nicht nur wir Spieler feiern neue Trailer wie ein vorgezogenes, aus seiner hübschen Verpackung gerissenes Weihnachtsgeschenk. Auch die Medien – also streng genommen doch wieder wir, schließlich hocken auch am anderen Ende letztendlich Gamer – lassen nichts aus, um den neuen Trailer von “Boah Krasser Ego-Shooter mit Krieg und so, Teil 18” wenige Sekunden vor der Konkurrenz zu zeigen. Geschwindigkeit ist alles.

Für mich persönlich ein gutes, aktuelles Beispiel: Marvel vs Capcom 3. Leute, was gab es da für Trailer! Erstmal hätten wir da die eher cineastisch angehauchten Trailer, in welchen die Superhelden sich in schnellen Schnitten eines auf die Moppe geben. Die Charakter-Trailer, in denen praktisch jeder Charakter einzeln vorgestellt wurde. Die Kombo-Trailer, in denen das Spielsystem vorgestellt wurde. Als Marvel vs Capcom 3 dann endlich herauskam, war mein Interesse (und ja, ich hatte durchaus Interesse!) beinahe vollkommen erloschen. Ich hatte jeden Kämpfer gesehen. Jeden Special-Move sowohl in linker, wie in rechter Ausführung gesehen. Jede Siegespose begutachtet.

Ein anderes Beispiel: Call of Duty: Black Ops. Hier wird weniger verraten, dafür aber auch praktisch NICHTS aus dem Spiel selbst gezeigt. Eine cineastische Sequenz jagd die andere… und macht uns wuschig auf ein Spiel, welches kein einziges Mal aus der gewohnten Ego-Perspektive gezeigt wird.

Kurz: Ich bin Trailer-satt. Und: Ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige Gamer bin, der in den letzten Jahren so mit Trailern gefüttert wurde, dass sich das innere Spielkind vor Überdruß übergeben muss. Nein, wir haben den Zeitpunkt noch nicht erreicht, an dem Trailer obsolet werden – dafür ist die Branche und die Kundschaft zu groß geworden, viele “neue” Zocker sind erst mit diesen Trailern aufgewachsen, als dass sie diese bereits jetzt verteufeln könnten.

Aber irgendwo tief in uns drin, wünschen wir uns diese Zeiten doch zurück. In denen man nicht wußte, was hinter dem Geschenkpapier steckt. In denen Überraschungen noch wirkliche Überraschungen waren. Doch Trailern deswegen eine Abkehr erteilen? Nein, sicher (noch) nicht. Wir als Konsumenten werden gerne geteased.

“Etwas, was die Gedanken beflügelt. Etwas, was mich wuschig macht. Etwas was die Vorfreude schürt.” Hoffentlich kann ich diese Definition auch noch in 10 Jahren nutzen.

Anhand von Trailern durch die Zeit reisen? Mein neuer Retro-Moment!

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