Wie auch auf der MS-Konkurenz ist das Highlight diese Woche aus dem Hause Double Fine – Tim Schafers Spieleschmiede, der wir schon Costume Quest zu verdanken haben. Der neue Titel entspringt dem Genre Adventure und heißt Stacking (11,25). Alles dreht sich um die berüchtigten Matroschkas aus Russland. Ihr schlüpft in verschiedene Varianten dieser und erhaltet dadurch besondere Fähigkeiten, mit denen ihr knackige Rätsel lösen dürft. Der Trailer verheißt Charme und Schmuck pur:
Weiterhin dürfen sich Jump’n’Run-Freunde auf 2D-Kost im Stile 50er Jahre SciFi-Filme freuen. Tales from Space: About a Blob (12,99) verspricht im Trailer Kühe und verrückte Wissenschaftler:
Wer es dagegen hektisch mag, hält sich an Ricochet HD für 7,99. Sony-Only-Spieler, die auch wissen wollen, warum PopCap brillante Spiele macht, laden sich dagegen für 14,99 Plants Vs. Zombies herunter.
Als Vollversion ohne Testen gibt es zudem noch den Retail-Blockbuster Assassins Creed II für 29,99. In die gleiche Kategorie fällt auch ein letztes Highlight. Explodemon! kostet moderate 9,99 und ist ein knackiges Jump n Run mit 3D-Elementen aus dem Hause Curve Studios, welches explosiven Spielspaß für Fans alter Schule verspricht:
Zudem gibt es wieder einige DLCs wie für das neue Test Drive Unlimited 2 oder die allgemeine Horde von Musikspielen, sowie jede Menge Wallpapers, Avatare etc.
Als die Playstation am 29. September 1995 in Deutschland auf den Markt kam, waren dreidimensionale Welten noch lange nicht selbstverständlich. Der wohl beeindruckendste 3D-Sprung für Zocker wie meiner einer sollte erst in den darauffolgenden Jahren folgen: Mit Super Mario 64 waren Begrenzungen und starr vorgegebene Wege endlich obsolet geworden. Zu Beginn der PlayStation-Ära träumte man jedoch bereits von diesen dreidimensionalen Welten, welche in Zukunft Spieler vor die Monitore fesseln sollten und welche bis zum heutigen Tag eine weite, beschwerliche Reise hinter sich bringen mussten.
WipEout mit Open-World-Titeln in ein thematisches Umfeld zu packen tja, diese Vorstellung scheint befremdlich.
Erstmal: Woher kommt eigentlich dieser bescheuerte, denglisierte Begriff Open World? Selbst die Hersteller preisen den Begriff in Zusammenhang mit ihren Spielen an, als gäbe es tatsächlich so etwas wie eine Open World in Videospielen. Eine offene Welt. In der man tun und lassen kann, was man will. Reisen kann, wohin man will. Kurz: Ich mag den Begriff nicht.
Ich verstehe die Intention dahinter, verstehe die Spielmechaniken, welche den Spielern suggerieren, dass sie in einer Welt ohne Grenzen unterwegs sind aber die Illusion von Größe und Weite wird meines Wissens nach noch immer durch die Fantasie des Spielers ausgemalt, nicht durch dämliche, technische und vollkommen sinnlos-denglisierte PR-Begriffe wie Open World. Sicher ein Thema für einen ganz eigenen Blog.
Zurück zu WipEout. Zu der Serie brauche ich wohl kaum ein Wort verlieren, immerhin wissen alle hier anwesenden, wovon ich rede. Die Firma mit der Eule (Psygnosis) veröffentlichte den ersten Teil (sofern ich mich erinnern kann) zeitgleich, oder kurze Zeit nach dem Start der Playstation 1995 in Deutschland. Und lieferte ganz nebenbei den Grund, warum die PlayStation unter Jugendlichen als cool galt: Grandiose und verspielte Designs von Gleitern, Logos und Strecken, ein bis zu diesem Zeitpunkt absolut einzigartiger Soundtrack und Geschwindigkeitsgefühle wie in einer Achterbahn.
Ok, Ridge Racer war auch cool. Und Tekken war MEGA angesagt. Selbst Worms liebten die Leute. Aber WipEoutWipEout war ein ganz besonderes Schmuckstück. Und das sage ich nicht, weil es zu meinen absoluten Traumspielen gehört. WipEout gab der PlayStation genau das, was vielen zu der Zeit aktuellen Konsolen abging: Die gewisse Portion Underground.
Heute würden wir es ein Spiel für Hardcore Zocker nennen, damals konnte man sich vom genauen Gegenteil, dem Casual-Gamer noch gar kein Bild machen. Leute die den ganzen Tag simple Bildersuch-Spiele, Rätsel und knuffig bunte Farm-Simulationen zocken? Wir reden hier vom Jahr 2010 oder? Nicht wahr! Erzähl keinen Quatsch!
Womit wir wieder zurück zu meinen Open-World Attitüden kommen. Wie kann man einen auf Highspeed getrimmten Raser wie WipEout mit Open-World in Verbindung bringen? Ganz einfach: Ich hielt an. Mitten auf der Strecke. Drehte desöfteren einfach mal um. Begaffte die Landschaft. Das machte aus der Strecke keine offene Welt, sicher nicht. Aber es offerierte andere Möglichkeiten.
Damals war die Vorstellung aus der gewohnten Spiel-Umgebung auszubrechen weitaus attraktiver als in heutigen Zeiten schließlich war die freie Bewegung noch lange keine Selbstverständlichkeit. Kurse rückwärts fahren und abseits der Strecke nach diversen Abkürzungen zu suchen, gehörte seit Super Mario Kart auch zu meiner Expertise. Rückwärts fahren. Sprungchancen austesten. Einige Spieler machten sich einen Spaß daraus den Entwicklern ihre Fehler vorzuhalten: Ja, ich bin an dieser Stelle durch die Mauer HINDURCH gesprungen und im Nirvana der Matrix gelandet. Ihr Pfeifen!
Einfach mal anhalten, umdrehen, teilweise Blicke darauf erhaschen, wie die Programmierer an diversen Stellen getrickst haben, um größere Polygonbauten vermeiden zu können. Einige der ersten, dreidimensionalen, mit (damals noch imaginierter) Werbung zugekleisterten Plakatwände der Videospielgeschichte begaffen.
Bei einem Hochgeschwindigkeitsraser wie WipEout mal Zeit für eine Pause finden und die Umgebung betrachten? Mein Retro-Moment der Woche!
Wo wir gerade von den Strecken reden, noch kurz eine Anmerkung: Der erste Teil von WipEout war für mich persönlich ein Meisterwerk in Sachen Streckenführung. Die wirren Konstrukte der nachfolgenden Teil kommen da bis heute kaum mit. So beeindruckte bereits die erste Strecke mit einem Achterbahn-würdigen Fall aus großer Höhe und einer epischen Steilkurve, welche mir das erste Mal bewiesen, dass Videospiele durchaus körperliche Phänomene auslösen können (ähnlich dem Traum, indem man aus hoher Höhe hinab fällt).
Dieses Freier-Fall-Gefühl vermitteln heutige Videospiele natürlich besser ziehen aber erstaunlich wenig Nutzen daraus.
Neben der tollen (und damals einzigartigen) Höhendarstellung, waren auch die Strecken selbst besser gelungen, als in den nachfolgenden Teilen. Das kann ich natürlich nur sagen, weil ich ein Natur-Bursche bin ich hasse die technologische Seite dieses für seine Sci-Fi Designs bekannten Rennspiels (sicherlich bin ich einer der wenigen). Und Teil 1 hatte viel für mich zu bieten: Eine Strecke in Japan (Karbonis) ließ Euch durch grüne Hügel und an Buddha-Statuen vorbeiflitzen. In Deutschland (Terramax) ging es ebenfalls über grüne Wiesen durch eine Industrieanlage und über einen See. Insgesamt gab es gerademal zwei Strecken, welche wirklich düster wirkten verglichen mit den Nachfolgern eine verschwindend geringe Anzahl.
Heutzutage dominieren Sci-Fi Tapeten, epische Stadtkulissen und düstere Töne da freu ich mich als Natur-Bursche sogar über Tunnelfahrten, welche mir den Ausblick auf den Boden eines Sees gestatten. Falls das hier irgendein Entwickler lesen sollte: Bitte mehr Grüntöne in Zukunft! Danke!
Bevor ich endlich den finalen Punkt setze, noch drei musikalische Schmankerl aus WipEout!
Nachdem sich die bisherigen Aktionswochen für die Xbox Live Arcade stets in guten Verkauszahlen ausgewirkt haben, erhöht Microsoft die Schlagzahl und ruft ab Mitte Februar schon wieder zur House Party auf. Das beworbene Spiele-Quintett war bereits länger bekannt, nun wurden auch die exkaten Termine und Preise verkündet.
Hard Corps: Uprising – 15. Februar, 1.200 Punkte
Bejeweled Blitz 23. Februar, 800 Punkte
Beyond Good & Evil HD 2. März, 800 Punkte
Torchlight – 9. März, 1.200 Punkte
Full House Poker – 16. März, 800 Punkte
Da dürfte für jeden Geschmack dabei sein, zumal erfreulicherweise teilweise auch mal halbwegs günstige Preise veranschlagt wurden.
Supoer Meat Boy ist bekanntlich ein ebenso gutes wie knallhartes Jump’n’Run, an dem sich Xbox-360-Joypadakrobaten die Zähne ausbeißen können – demnächst haben auch Musikanten die Gelegenheit, sich mit dem Fleichklumpen auseinander zu setzen.
Denn Danny Baranowsky, seines Zeichens Komponist von Super Meat Boy (und Canabalt) hat drei Songs aus dem Spiel genommen und für eine Veröffentlichung im Rock Band Network aufbereitet. Und zwar mit dem expliziten Ziel, die Titel namens “The Battle of Lil’ Slugger”, “Can o’ Salt” und “Betus Blues” für diejenigen interessant zu machen, die “Spaß daran haben, Dragonforce auf Experte mit 100% abzuschließen”. Das ist zwar eher ein Guitar Hero-Phänomen, aber damit nimmt er es wohl nicht so genau.
Ein exakter Termin steht noch nicht fest, zu haben sein soll das Trio aber kurz nach dem Neustart des Rock Band Network – das wird am 15. Februar auf Version 2.0 aufgerüstet (und ist dann nur noch mit Rock Band 3 nutzbar).
Bereits vor der Deutschland-Veröffentlichung von Dead Space 2 gab EA Infos zum ersten DLC, Severed, bekannt (wir berichteten). Die USK-Version hat es ja nach wie vor nicht in den Handel geschafft. Amazon.de listet den 24. Februar als hoffentlich endgültigen Release-Termin.
Wie dem auch sei: EA hat die ersten Screenshots zum Dead-Space-2-DLC nachgereicht. Wie unschwer zu erkennen ist, hat Gabe Weller, seines Zeichens Wachmann und Hauptprotagonist von Severed, in Sachen Uniform einen anderen Designer aufgesucht als Isaac.
Der erste Titel in dieser Woche ist Stacking (THQ, 1.200 Punkte), das neue Spiel von Tim Schafers allseits beliebten Studio Double Fine. Stacking ist ein Adventure bei dem sich alles um die knuffigen Matrjoschka-Puppen aus Russland dreht – schlüpft in verschiedene Matrjoschkas um deren individuelle Fähigkeiten zu nutzen und so verschiedene Rätsel zu lösen – bereits der Trailer ist unfassbar charmant und Double Fine überzeugte ja bereits im letzten Jahr mit dem Halloween-RPG Costume Quest – was soll da noch schief gehen?
Auch der zweite Release muss sich nicht verstecken: Mit TNT Racers (Keen Games, 800 Punkte) tritt ein echter Lokalmatador an und liefert einen flotten Top-Down-Racer der sich angenehm von den zahlreichen Mario-Kart-Klonen da draußen entfernt und sich eher an den guten, alten Micro Machines orientiert. Wir konnten das Spiel schon im letzten Jahr antesten und wurden ganz wunderbar unterhalten – schnelle Flitzer, flotte Grafik und jede Menge Schadenfreude machten damals schon Lust auf mehr.
Im Spiele-Direktkauf kriegt Ihr jetzt für 19,99 Euro den gelungenen Zelda-Verschnitt Darksiders und das knuffige Actionspiel Mini Ninjas. Und jetzt die Überraschung: Während Mini Ninjas als Retail-Fassung momentan für 17 Euro zu haben ist, zahlt ihr beim bekannten Online-Händler für Darksiders immer noch gut 25 Euro – wer hätte gedacht, dass ein Direktkaufspiel wirklich mal (wenn auch nur minimal) billiger als ein Retail-Titel ist?
Gold-Mitglieder bekommen in dieser Woche gleich sechs mehr oder weniger retro-mäßige Shooter zum Sparpreis.
Duke Nukem: Manhatten Project Preis bisher: 400 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Serious Sam HD: The First Encounter Preis bisher: 1200 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Serious Sam HD: The Second Encounter Preis bisher: 1200 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Space Invaders: Infinity Gene Preis bisher: 800 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Geometry Wars: Retro Evolved 2 Preis bisher: 800 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Galaga Legions Preis bisher: 800 Microsoft Points Preis neu: 400 Microsoft Points
Dann haben wir noch die üblichen Musikspiel-Downloads für Rockband und Lips. Und das war’s dann auch schon in dieser Woche.
Bei Explodemon! handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um ein explosives Jump & Run. In dem actiongeladenen Hüpfabenteuer mit Knalleffekt geht es darum, dass Ihr in der Rolle eines nicht wirklich funktionierenden Wächter-“Explodemon” die Invasion des bösen Vortex aufhaltet. Dieser Schelm hat nämlich alle Verteidigungssysteme Eures Heimatplaneten Nibia ausgeschaltet. Ihr seid also die letzte Hoffnung für Euren Planeten!
Euer Alter Ego ist allerdings ein Hitzkopf, der bedingt durch seinen Fabrikationsfehler gerne mal in die Luft geht – ohne diese zerstörende Auswirkung auf die Umgebung ließen sich aber nicht die vielen physikalischen Rätsel lösen, die Euch in 12 Levels erwarten.
Was in den fünf Jahren Arbeit an Explodemon! herausgekommen ist, zeigt Euch der Trailer:
Die ursprünglich für die PS2, Xbox und GameCube entwickelten Spiele-Trilogien zu Splinter Cell und Prince of Persia bekommen auf ihre alten Tage ein HD-Gewand spendiert. Wie in der M! und auf maniac.de bereits getestet, war das für die PlayStation 3 schon im Handel erhältliche HD-Remake des Prince of Persia-Dreiers zumindest optisch enttäuschend. Dass die jetzt durch ein ESRB-Rating ausgeplauderte Xbox 360-Version besser aussehen wird ist nicht anzunehmen.
Bleibt zu hoffen, dass sich Ubisofts Grafiker bei der Umsetzung der Abenteuer rund um Spezialagent Sam Fisher mehr Mühe geben. Dass eine HD-Wiederbelebung auch gelingen kann, bewies nicht zuletzt unser Test von The Sly Collection für die PS3.
Laut unserer Quelle, der amerikanischen Alterskontrolle esrb.org, kommt die HD-Splinter Cell-Collection sowohl für die Xbox 360 als auch für die PS3 heraus.
Per Einarsson vom Battlefield– und Mirror’s Edge-Entwickler DICE hat auf der SIGGRAPH-Messe zusammen mit Sam Martin von der Firma Geomarics die Frostbite 2-Engine gezeigt. Das interessante daran ist: Die Engine wird bei Battlefield 3 zum Einsatz kommen.
Gleichzeitig rückt die gezeigte Demo (siehe Video) aber die Verwendung der Middleware Enlighten in den Fokus – diese sorgt für die Echzeit-Beleuchtung. Leider kommt das Video ganz ohne Action und echte Spielszenen aus, stattdessen deuten die Bilder eher auf eine Baustellen-Simulation (siehe oberer Screenshot) oder ein zweites Mirror’s Edge (0:00 bis 0:55) hin. Wer sich für die Technik hinter der Spiele-Entwicklung interessiert, schaut rein – Action-Fans müssen noch bis zum ersten echten Battlefield 3-Trailer darben.
So wirklich schockierend kommt die Nachricht nicht, erschien der ursprüngliche Termin (16. Februar 2027) doch von Anfang an sehr optimistisch respektive überraschend früh: God...
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