Das jüngst im Zuge des Summer of Arcade als Xbox-360-Downloadspiel erschienene Limbo ist ein kleines Meisterwerk – das Jump’n’Run mit starkem Rätselanteil brilliert mit einer meisterlichen Inszenierung in schwarz-weiß, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Weil das Abenteuer des namenlosen Jungen aber nur für die Microsoft-Konsole erhätlich ist, sehen Besitzer anderer Systeme in die Röhre. Das mochte ein kreativer Kopf nicht einfach so hinnehmen und bastelte deshalb auf seiner PS3 in LittleBigPlanet eine großartige Umsetzung des Anfangs von Limbo zusammen, die Ihr unten im Video genießen könnt. Wer es selbst spielen will, sollte in LittleBigPlanet nach “Limbo, Son of the Forest” suchen.
Akai Katana: erste Infos zum neuen Cave-Shooter *UPDATE* Jetzt mit Gameplay-Video
DoDonPachi, Espgaluda, Ketsui, Mushihime-sama und und und – was sich für Unkundige wie wirres Gestammel eines Japanisch-Lernenden im ersten Semester anhört, ist für aufgeschlossene Baller-Fans der heilige Gral.
Bereits seit einigen Jahren dominiert die japanische Edelschmiede das Shoot’em-Up-Subgenre der Bullet-Hell-Games beinahe nach Belieben – jetzt kündigt Cave ein neues Spiel, Akai Katana (zu dt. rotes Schwert), an. Überraschung: Es handelt sich um ein horizontales Bullet-Hell-Inferno; und es ist bislang nur für die Spielhalle bestätigt.
Der Arcade-Betreiber G-Front ließ erste Details durchsickern: Ihr lenkt ein Schiff durch den Kugelhagel, das von zwei Charakteren gesteuert wird – jede Spielfigur verfügt dabei über eigene Angriffsmuster. Thematisch ist das Spiel in einer Militärwelt voller Mechs im 50er-Jahre-Stil angesiedelt. Cave soll laut G-Front bereits seit 12 Monaten an dem Titel arbeiten und schon in den nächsten Tagen (zwischen dem 23. und 26. Juli) einen Locationtest in der Tokioter Hey-Arcade abhalten.
Für weitere News rund um Cave empfehlen wir den offiziellen Blog, mehr zu Akai Katana gibt’s auf der Seite zum Spiel.
Und hier haben wir sogar noch den ersten Teaser von Akai Katana.
System 3 lässt die Ferraris wieder aufheulen
Zu seligen C64-Zeiten war System 3 dank The Last Ninja eine ganz große Nummer. Auch heute gibt es die Firma des strittigen Briten Mark Cale immer noch, auch wenn das nicht allzu viele Leute mitbekommen. Denn ihre Veröffentlichungen sind rar gesät und beschränken sich auf diverse Flipper-Sammlungen, die nicht immer den Weg in deutsche Lande schafften sowie eine Handvoll Rennspiele. Das prominenteste davon war Ferrari Challenge (Test siehe hier), das sich als gute Rennsimulation entpuppte und die Frage aufwarf, wie eine so kleine Firma an die Lizenz einer so prominenten Automarke gekommen sein mag.
Während der direkte Nachfolger SuperCar Challenge letztes Jahr weitgehend unter Ausschluß der Öffentlichkeit in die Läden gestellt wurde, soll das nächste PS-Werk wieder mehr Aufmerksamkeit erregen. Über die spielerischen Details von Ferrari: The Race Experience hält sich System 3 dabei noch zurück (“nur Ferrari, mehr Autos, mehr Strecken, neue Karriere” – die üblichen Allgemeinplätze eben), der Art des Vertriebs ist aber interessant: Während Wii-Besitzer ihre Fassung im September normal in den Läden finden, wird die PS3-Fassung ausschließlich als Download im PlayStation Network erscheinen.
Mark Cale nennt als Begründung, dass der digitale Vertrieb stark im Kommen ist und es für System 3 mehr Sinn macht, kein Geld damit zu verschenken, sein Spiel in die Regale zu quetschen, wenn man online die Kundschaft doch direkter und effizienter erreichen kann. Ob der Plan aufgeht, werden wir sehen, in Zukunft sollen die meisten System-3-Spiele aber diese Wege gehen.
Die fantastische M! Games – jetzt im Handel!
Abenteurer, Rollenspieler, Monsterjäger und Entdecker aufgepasst: Die neue M! Games hat sich dem Thema “Fantastische Welten” verschrieben – hier ist für jeden wagemutigen Spieler was dabei. Wir spielten Squares Online-Offensive Final Fantasy XIV Probe und wagten uns an Lords of Shadow, die längst überfällige Neuausrichtung der Castlevania-Serie. Nicht minder aufregend: Wie macht sich die deutsche RPG-Hoffnung Arcania – Gothic 4? Merzt Two Worlds II die Fehler des Vorgängers aus? Was gibt es Neues zu Fable III? Und wer ist der Held in Dragon Age 2?
Noch prickelnder sind in dieser Ausgabe nur unsere Gamebabes: Wir küren die Top 50 der heißesten virtuellen Damen aus 40 Jahren Videospielgeschichte – seid gespannt, wo Eure Favoritinnen platziert sind. Praktischerweise schlüpfen auch echte Mädels gerne in die Rollen der Gamebabes – wir stellen Euch aufregende deutsche Cosplays vor!
Weiter geht’s mit den Previews – die Hits des Herbsts schon jetzt im Detail-Check: Wir drehen bei F1 2010 Proberunden und verraten, ob Sonic 4 und Sonic Colours den Igel vom Makel reinwaschen können. Konsolenstratege Olli Ehrle hat sich die Weltkriegs-Taktik R.U.S.E. angeschaut, der Horror-Herde wagt einen Ausblick auf Dead Space 2 und Hobby-Gangster Tobi bringt in Mafia II Leute um die Ecke.
Auf dem Prüfstand sind trotz Sommerhitze einige Highlights: Singularity ist gut, aber geschnitten und Sniper: Ghost Warrior spaltet die Meinungen der Tester. Die düstere Jump’n’Run-Mär Limbo verzückt Xbox Live Arcade-Spieler, der Duke setzt sein Download-Comeback in den Sand und Shin Megami Tensei macht PSP-Importeuren Spaß.
Noch mehr ver-video-spieltes gefällig? Bitte: Wir sprechen mit Nolan Bushnell, dem Atari-Gründer und Spielepionier. Wir blicken zurück auf die Handheld-Katze Lynx. Wir zeigen Euch, wie die verrückten BIT.TRIP-Spiele für WiiWare entstanden sind. Wir stellen Euch die besten Download-Spiele für weniger als 1 Euro vor. Und wir testen sogar ein brandneues Neo-Geo-Shoot’em-Up.
Das alles und noch mehr ab Freitag, dem 30. Juli, beim Zeitungsdealer Eures Vertrauens.
Das komplette Inhaltsverzeichnis und Leseproben gibt es hier.
Listenstreichung bei der Bundesprüfstelle
Nach dem aktuellen Jugendschutzgesetz werden Computer- und Videospiele nach 25 Jahren von der Indexliste der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gestrichen. Wie der aktuellen Ausgabe von BPjM-aktuell zu entnehmen ist, wurde nun eine Reihe alter Spiele “begnadigt”, spielerische Highlights solltet Ihr allerdings nicht erwarten!
Folgende Titel (teils mit Video) wurden nun von der Liste genommen:
Seafox/Seawolf
Stalag I
Tank Attack
SOCOM 4 auf 2011 verschoben
Wie Entwickler Zipper Interactive bekannt gab, wurde die Veröffentlichung von SOCOM 4 auf 2011 verschoben. Ursprünglich als Starttitel für die Move-Bewegungsperipherie in diesem Herbst geplant, erscheint der Team-Shooter nun erst im kommenden Jahr. “Wir möchten das bestmögliche SOCOM-Spiel abliefern”, erklärt Community Manager Jeremy Dunham, “und wir werden die zusätzliche Zeit genau darauf verwenden, das zu erreichen!”
Ein genauer Termin wurde noch nicht genannt, allerdings rückt SOCOM 4 damit in die Nähe von Killzone 3, das ebenfalls mit Move-Unterstützung im Februar 2011 erscheinen wird.
Guillermo del Toro macht in Zukunft Spiele
Ob das ein guter Tausch wird? Guillermo del Toro, nicht zuletzt in Freak-Kreisen dank Filmen wie Hellboy und Pan’s Labyrinth hoch angesehen, hat sich bekanntlich vom Regie-Posten für die The Hobbit-Filme verabschiedet. Nun schmiedet er andere Pläne: Er will Videospiele machen.
Gegenüber MTV News hat del Toro erklärt, dass er in ein paar Wochen eine große Abmachung mit einer großen Firma bekannt geben wird. Er wolle Spiele entwickeln, die sowohl technich als auch von der Erzählweise her ‘interessant’ sein sollen. Wichtig ist ihm dabei, dass er mit seinem Team selbst die Entwicklung in die hand nimmt und sie nicht besagter Firma übergibt.
Nun hat der Mann ja reichlich Phantasie, doch bis etwas greifbares vorliegt, sind wir skeptisch. Denn bislang sind Hollywood-Ausflüge in die Spielewelt noch rar, sofern es sich nicht um Versoftungen existierender Vorlagen handelte. Uns ist spontan nur Vin Diesel eingefallen, der nach seinem Chronicles of Riddick-Ableger auch noch ein Wheelman an den Start brachte.
Nintendo in der Krise
Während Sony zulegt, holt die internationale Absatzkrise nun auch Nintendo ein, berichtet das Branchenblatt Gamesmarkt. Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres rutschte der erfolgsverwöhnte Hersteller in die roten Zahlen. Im Zeitraum von April bis Juni ging der Umsatz um 25,6 Prozent auf 188,646 Mrd. Yen zurück (ca. 1,7 Mrd. Euro), 23,342 Mrd. Yen (ca. 205 Mio. Euro) wurden dabei operativ als Gewinn verbucht. Netto hingegen landete Nintendo mit 25,216 Mrd. Yen (ca. 221 Mio. Euro) in der Verlustzone – im bereits schwierigen Vorjahresquartal konnte Nintendo immerhin noch einen Nettogewinn in Höhe von 42,316 Mrd. Yen (ca. 372 Mio. Euro) verbuchen. Verantwortlich dafür sind vor allem das schleppende Handheldgeschäft sowie ungünstige Wechselkurse.
Aus der Nintendo-DS-Produktfamilie lieferte der Konsolenhersteller im ersten Quartal noch 3,15 Mio. Geräte aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres gingen noch 5,9 Mio. Handheld-Konsolen, 2008 sogar 6,9 Mio. über den Ladentisch. Der Spieleabsatz im Handheldbereich ging derweil von 29 Mio. Stück im Vorjahr auf nun 22,42 Mio. Games zurück. Anders gestaltet sich die Entwicklung bei Wii: Die Preissenkung im vergangenen September zeigt weiter Wirkung, denn Nintendo lieferte 3,04 Mio. Konsolen an den Handel aus – im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 2,2 Mio. Konsolen.
Dafür schwächelt der Softwareabsatz, denn nach 31 Mio. verkauften Wii-Spielen 2009 sind es laut Nintendo nun 28,17 Mio. verkaufte Wii-Spiele im ersten Quartal. Führend waren die beiden Pokémon-Versionen HeartGold und SoulSilver für DS sowie die Wii-Hüpferei Super Mario Galaxy 2 und die in Japan erhältliche Tomodachi Collection. Entgegen den Gepflogenheiten der Vorjahre nannte Nintendo hier aber keine Verkaufszahlen. Seit Markteinführung von DS und Wii wurden weltweit bis 30. Juni 132 Mio. Einheiten des DS und 74 Mio. Wii-Konsolen abgesetzt, 740 Mio. Spiele wurden bis dato für DS, 570 Mio. für Wii.
Weniger Verlust, steigende Einnahmen – Sony veröffentlicht Geschäftszahlen
Sonys Abteilung Networked Products & Services, die unter anderem auch für das PlayStation-Geschäft zuständig ist, hat nach Abschluss des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres (30. Juni) Positives zu berichten: Steigende Einnahmen und sinkende Verluste lassen die Konsolensparte recht gut dastehen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um satte 32,4 Prozent auf 325,9 Mrd. Yen (ca. 2,86 Mrd. Euro). Das Einnahmenplus resultiere aus der steigenden Nachfrage nach Sony-Computern und der PlayStation 3, so der Sony-Bericht. Zeitgleich seien die Produktionskosten vor allem der PS3 signifikant gesunken, was Verluste weiter reduzierte. Nach 36,7 Mrd. Yen (rund 322 Mio. Euro) operativem Verlust im Vorjahr rückt mit nur noch 3,8 Mrd. Yen (ca. 33,3 Mio. Euro) Verlust aus der normalen Geschäftstätigkeit die Gewinnschwelle in greifbare Nähe. WIe auch Nintendo litt Sony unter ungünstigen Wechselkursen, das konkrete Ergebnis der Unterabteilung Sony Computer Entertainment wurde nicht aufgeschlüsselt.
Dafür nannte Sony detaillierte Auslieferungszahlen: Im ersten Quartal liefen demnach 2,4 Mio. PS3-Konsolen vom Band und die Auslieferung wurde damit gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als verdoppelt. Weniger gut steht es um die PSP. Zwischen April und Juni lieferte Sony noch 1,2 Mio. Stück des mobilen Alleskönners aus, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 100.000 Geräte mehr. Stabil war hingegen die Nachfrage nach PS2-Konsolen. Wie im Vorjahresquartal lieferte Sony 1,6 Mio. Einheiten an Handelspartner in aller Welt aus. Im Softwaresegment zeigt sich eine zunehmende Durchdringung des Marktes mit PS3-Spielen. Wurden im Vorjahresquartal noch 14,8 Mio. Spiele für die HD-Plattform ausgeliefert, waren es im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres schon 24,8 Mio. Die Auslieferung von PSP-Spielen stieg derweil um rund 900.000 Exemplare auf 9,2 Mio. Spiele. Für PS2 waren es immerhin noch 3,4 Mio. Spiele (Vorjahr: 8,5 Mio.).
Quelle: GamesMarkt
Umsatzschwund bei Capcom: Lost Planet 2 liegt dem Hersteller schwer im Magen
Lost Planet 2 erhitzte in der M!-Redaktion schon vor Erscheinen die Gemüter. Diejenigen Kollegen, die sich auf eine Fortsetzung im Stil des Erstlings gefreut hatten, wurden angesichts der weitreichenden Mehrspieler-Ausrichtung enttäuscht. Für Solisten ein leidlich unterhaltsames, wenngleich schick anzusehendes Ballerspektakel, überzeugte Lost Planet 2 lediglich im neuen Koop-Modus für vier Spieler. Mit dieser Einschätzung stehen wir nicht alleine da, denn auch die erhofften Käufer mieden bislang Capcoms Insektenhatz. Eigentlich hätte das Spiel im ersten Quartal des Geschäftsjahres für den Hauptumsatz auf den westlichen Märkten sorgen sollen. Doch diese Umsatz- und Absatzziele hat Lost Planet 2 deutlich verfehlt, ließ die Tokioter Konzernzentrale verlauten. Der Umsatz konnte mit 19,037 Mrd. Yen (ca. 167,6 Mio. Euro) noch in etwa sein Vorjahresniveau halten und ging nur um 2,4 Prozent zurück. Der Gewinn hingegen brach weg: Operativ verdiente Capcom nur noch eine Mrd. Yen (ca. 8,8 Mio. Euro), das sind 72,6 Prozent weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn ging im Jahresvergleich sogar um 90,4 Prozent zurück und beläuft sich nur noch auf 213 Mio. Yen (ca. 1,9 Mio. Euro).
Besser lief es für Capcom im Geschäft mit der Katalogware: Monster Hunter Frontier Online verzeichnete ein stabiles Wachstum, weshalb der Geschäftsbereich Consumer Online Games mit 14,995 Mrd. Yen (ca. 132 Mio. Euro) ein leichtes Umsatzplus aufweist. Während allerdings im Vorjahreszeitraum noch 4,7 Mrd. Yen (ca. 41,3 Mio. Euro) operativer Gewinn verzeichnet wurden, beläuft er sich nun lediglich auf 1,78 Mrd. Yen (rund 15,6 Mio. Euro).
Quelle: GamesMarkt








