Sakoru Iwata, CEO von Nintendo Japan, hat im Rahmen der E3 in einer Fragen-und-Antwort-Runde Stellung zu Nintendos seltener und mangelhafter Online-Unterstützung bezogen. Der japanische Spiele-Titan ist sich dieser Negativpunkte bei hauseigenen Entwicklungen durchaus bewusst.
Um die Zockergemeinde zu besänftigen, gelobt Iwata in diesem Bereich Besserung und fügt hinzu, dass an dem Thema bereits gearbeitet werden würde. Allerdings ist das Hauptaugenmerk des Konzerns weiterhin auf die marktbekannte hohe Qualität seiner hauseigenen Produkte gerichtet.
Wie jedes Entwickler-Team muss auch Nintendo seine zur Verfügung stehenden Mittel und Resourcen vernünftig einteilen, und darauf achten, dass durch Fehlplanung keine Qualitätseinbußen eintreten. Nintendo sieht seine Stärke weiterhin im Entwickeln von fordernden und einzigartigen Atmosphären für seine Titel. Schließlich könne man beim Implementieren überflüssiger Online-Unterstützung auch seine Kapazitäten verschwenden, sagt Iwata.
Er begründet diese Gefahr mit der Entscheidung Shigeru Miyamotos bei der Planung von Super Mario Bros. Wii. So fand es dieser damals sinnvoller und für das “einzigartige” Spielgefühl erträglicher, dass man diesen Mario-Titel eher mit bis zu vier Spielern in einem Raum spielen sollte. Ein Online-Feature wäre der Spielatmosphäre seiner Meinung nach nicht gerecht geworden.
So wird bei Nintendo auch weiterhin von Spiel zu Spiel entschieden werden, ob ein Titel Online-Features beinhalten wird oder nicht. Spricht diesbezüglich nichts gegen die interne Spiele-Philosophie wird künftig öfter an eine Online-Unterstützung bei hauseigenen Spielen gedacht und eine solche dann auch implementiert werden.