Philip Ulc: Mein Highlight in dieser knallharten Kampfsport-Simulation – ich hau’ Michael eins auf die Nase und der fällt wie ein nasser Sack auf den Ringboden. Eben weil dieser Sport so realistisch dargestellt wird, ist die Übertragung des Videospielerlebnisses auf die Wirklichkeit gegeben – und macht daher viel mehr Spaß als das Fantasie-Gekloppe in Street Fighter IV oder Tekken 6. Wobei ich nicht sagen will, dass ich Michael schlagen würde. Das hab ich im echten Leben noch nie gemacht und würde es auch nicht tun. Denn dann hätte Michael sicher nicht so gelacht wie bei meinem besagten Glückstreffer.
Michael Herde: Ich habe Tage benötigt, ehe ich die komplexe Steuerung begriffen hatte. Dann aber war ich vom authentischen wie frischen Ansatz der Keilerei angetan. Auch die hervorragenden Charaktermodelle samt Verletzungen sind in dieser Form einzigartig und besser als in Fight Night Round 4. Was mich wundert, ist die Tatsache, dass dunkelhäutige Sportler so viel besser aussehen als helle. Dass es Philip gelungen ist, mich trotz Übung auf die Matte zu schicken, liegt daran, dass jeder Kampf mit dem richtigen Treffer jederzeit abrupt enden kann. Das kann frustrieren und hat schon im Japan-Prügler Bushido Blade für PSone für geteilte Meinungen gesorgt, doch es macht die Matches auch ungeheuer spannend. Und Philip ist glücklich – das ist auch was wert.