Wie wir berichteten, hat das ‘Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden’ Spieler dazu aufgefordert, ihre ‘Killerspiele’ in einem großen Müllcontainer zu entsorgen. Die Wegwerf-Aktion fand wie geplant am Samstag vor der Stuttgarter Staatsoper statt. Doch nur etwa zwei Dutzend Gamer sind dem Aufruf, die Titel, “die das Töten von Menschen simulieren” zu entsorgen, gefolgt. Zur gleichen Zeit veranstaltete der ‘Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler’ (VDVC) in unmittelbarer Nähe eine Gegenaktion unter dem Motto ‘Videospiele – Menschen verbinden statt aufzuhetzen’.
Auf der Website spricht das Elternbündnis trotz weniger Teilnehmer von einem Erfolg, da junge und ältere Generationen bei interessanten Gesprächen ihre Meinung ausgetauscht hätten. Das Projekt ‘Familien gegen Killerspiele’ werde nun auch in anderen Städten fortgeführt.
Die Wegwerf-Aktion hat auf vielen deutschen Gamesites kritische Diskussionen ausgelöst. Und auch im Ausland (z. B. auf Kotaku) fand die Aktion Beachtung. Viele Spieler verglichen die Wegwerf-Aufforderung des Elternbündnisses mit der Bücherverbrennung von 1933 und kritisierten die Organisatoren auch direkt: Nach eigenen Angaben erhielt das ‘Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden’ über 500 “sehr unverschämte und beleidigende E-Mails”.
Mehrere Medien haben über den ‘Killerspiel’-Container berichtet: So findet Ihr in der ARD Mediathek einen Videobeitrag. Auf YouTube ist bereits ein Video aufgetaucht, in dem ein Kameramann das Entsorgen von zwei ‘Killerspielen’ stellt.












