Nur wenige Spiele für die Tonne

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Wie wir berichteten, hat das ‘Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden’ Spieler dazu aufgefordert, ihre ‘Killerspiele’ in einem großen Müllcontainer zu entsorgen. Die Wegwerf-Aktion fand wie geplant am Samstag vor der Stuttgarter Staatsoper statt. Doch nur etwa zwei Dutzend Gamer sind dem Aufruf, die Titel, “die das Töten von Menschen simulieren” zu entsorgen, gefolgt. Zur gleichen Zeit veranstaltete der ‘Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler’ (VDVC) in unmittelbarer Nähe eine Gegenaktion unter dem Motto ‘Videospiele – Menschen verbinden statt aufzuhetzen’.

Auf der Website spricht das Elternbündnis trotz weniger Teilnehmer von einem Erfolg, da junge und ältere Generationen bei interessanten Gesprächen ihre Meinung ausgetauscht hätten. Das Projekt ‘Familien gegen Killerspiele’ werde nun auch in anderen Städten fortgeführt.

Die Wegwerf-Aktion hat auf vielen deutschen Gamesites kritische Diskussionen ausgelöst. Und auch im Ausland (z. B. auf Kotaku) fand die Aktion Beachtung. Viele Spieler verglichen die Wegwerf-Aufforderung des Elternbündnisses mit der Bücherverbrennung von 1933 und kritisierten die Organisatoren auch direkt: Nach eigenen Angaben erhielt das ‘Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden’ über 500 “sehr unverschämte und beleidigende E-Mails”.

Mehrere Medien haben über den ‘Killerspiel’-Container berichtet: So findet Ihr in der ARD Mediathek einen Videobeitrag. Auf YouTube ist bereits ein Video aufgetaucht, in dem ein Kameramann das Entsorgen von zwei ‘Killerspielen’ stellt.

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Napalus
20. Oktober 2009 14:18

So,hier der beste Bericht zum Thema plus die EXTREM GROßE BILANZ.http://www.youtube.com/watch?v=wkO4kUmmYlsDas zum Thema!!!!

Xtremo
20. Oktober 2009 0:38

[b]Laut Gamepro.de waren es nur DREI Spiele, welche ihren Weg in den Container fanden![/b]Das mit den zwei Dutzend ist demnach eine Falschmeldung, selbst wenn bereits das nicht viel ist. 😀 Fotos gibt’s da übrigens auch, von dem leeren Container.Quelle: http://www.gamepro.de/specials/spott_fuer_die_killerspiel_killer/1963279/spott_fuer_die_killerspiel_killer.html

ganjamaniac
19. Oktober 2009 17:44

Ich als alter verschwörungshase sehe natürlich auch die Möglichkeit, dass die Initinanten die Spiele nun selber spielen oder womöglich diese in einem Store weiterverkaufen hmmmmmmmm………

cloud1429
19. Oktober 2009 16:03

Es war schon immer so das alte Leute den Fortschritt aufhalten, weil sie Angst vor Veränderungen haben. Die damalige Generation hat sich halt nur draußen beschäftigt und nun sitzen deren Kinder lieber vor einem Bildschirm. Das macht denen halt Angst. Aber wir wissen, dass wir etwas mehr machen, als nur auf den Bildschirmen zu klotzen. Wir diskutieren, geben Tipps, lernen Leute kennen denen wir im normalen Leben niemals begegnet wären, ect.Statt mit solchen dämmlichen Aktionen daherzukommen, sollten die lieber mal selbst solche Killerspiele spielen.Ich bezweifle nämlich das Mutti gleich mit dem Küchenmesser auf den Kameramann losgeht.

captain carot
19. Oktober 2009 14:36

kills do gun don’t videogame people!: Ich frage mich schon seit längerem, warum ich eigentlich keine Marschflugkörper haben darf.Im Klartext: Diese Aktion ist faktisch schon Geschichte. Irgendwann geht denen das Geld für die leeren Container aus.

Pixelblut
19. Oktober 2009 14:13

Arggh! Diese Aktionsbündnisfrau bringt schon wieder das Märchen von den Spielen die entwickelt worden sind “”um die Hemmschwelle beim Militär abzusenken””. Damit soll wohl verdeutlicht werden das Zivilisten/Untertanen dazu keinen Zugang haben sollten, genauso wie zu Marschflugkörpern und Atombomben.Ich hoffe aber echt das die nächten Aktionen dieser Truppe genauso “”erfolgreich”” verlaufen.Der Stand war ja echt mal umlagert. Die würden bestimmt mehr Leute hinlocken wenn Sie einen Stand hätten an dem man Diablo III anzocken könnte. Dann würden diese Aktionsbündnis Leute auch nicht den Draht zu Leuten unterhalb des Renteneintrittsalters verlieren.

19. Oktober 2009 13:37

Guns don’t videogame people, kills do! ^_^

Punisher
19. Oktober 2009 13:25

Na ja, der große Container ist wohl mehr als überflüssig. Da hätte auch ein Schuhkarton gereicht …

captain carot
19. Oktober 2009 13:20

Guns don’t kill videogames, people do!

19. Oktober 2009 12:57

Auf die Diskussion, ob Games aus zerütteten Seelen Mörder machen, gehe ich jetzt mal nicht ein. Aber wie dmhvader schon absolut richtig sagte, diese Aktion gleicht der Bücherverbrennung von 1933 und zeigt wieder mal die Leichtgläubigkeit, Dummheit und den Opportunismus der Deutschen in einer beängstigenden Form. Im Vorfeld wird alles erstmal alles kaputtdiskutiert und dann völlig reaktionär verurteilt. Ich kann den Betroffenen der Amokläufe ihren unendlichen Schmerz nachfühlen, dennoch ist mit solchen wirkungslosen Hauruck-Aktionen niemandem geholfen. Zudem schauen sowohl die Eltern als auch der Staat rigoros weg, wenn Kinder und Jugendliche in Schulen drangsaliert und gemobbt werden. Wenn es heutzutage keine Seltenheit mehr ist, dass Kinder sich selbst erziehen müssen und den Eltern egal ist, ob sich der Nachwuchs stundenlang Gewalt- und Snuff-Videos und andere Scheisse reinziehen, ist der Aufschrei hinterher umso größer. Prinzipiell sehen wir Deutschen aber immer den Anderen als Idioten und machen selbst niemals Fehler – der Grad an Schmerzfreiheit sowie Ellenbogenmentalität sind in diesem Land auf ein unerträgliches Maß gewachsen.Kein Mensch wird als Mörder oder Wahnsinniger geboren. Man müsste es nur einmal wagen, MITEINANDER zu leben, statt gegeneinander.””Guns don’t kill people, Videogames do!””

Saldek
19. Oktober 2009 12:30

auf eurogamer gibts einen größeren Bericht darüber. Die Leute vom Bündnis haben wirklich keine Ahnung. Der Gründer des Bündnisses, wenn ich mich richtig erinnere, gibt zu, Computerspiele nie angerührt zu haben, weil ihn das was er darüber hörte anwidere. Faselte irgendwas von Menschen verstümmeln mit Kettensägen usw.Ich frage mich wie dumm diese Leute sein müssen. Nicht nur weil sie Videospiele als wichtigen Auslöser von Amokläufen sehen, was meiner Ansicht nach absurd ist. Sondern auch weil sie ohne jede Kentniss über C-& V-Spiele (was sie sogar zugeben) öffentlich gegen ein anerkanntes Kulturmedium und deren Nutzer hetzen. Angeblich soll er Spielern laut Stuttgarter Nachrichten sogar einen “”niedrigen Intellekt”” nachgesagt haben.Warum gibt es ausgerechnet in Deutschland so viele Amoktaten? Dem Land mit dem strengsten Jugendschutz? Vielleicht sind es ja auch gerade die öffentlichen Medien, die zur Nachahmung solcher Taten anstiften? Es gibt mehr als genug Studien, bei denen die Berichterstattung z.B. über Suizide eingeschränkt wurde und die Selbstmordquote daraufhin dauerhaft gesunken ist (z.B. Wiener U-Bahn über 70%). Solange man nicht versucht solchen Menschen möglichst frühzeitig zu helfen, sondern stattdessen ihnen eine immer größere Bühne für diese Taten gibt, wird sich das Problem nur verschlimmern. Aber natürlich sind auch die öffentlichen Medien nur ein Teil des Problems.Aber werfen wir weiterhin öffentlichkeitswirksam Videospiele weg, dadurch wird die Situation schon besser.Die Leute sind so simpel gestrickt, man könnte aus der Menschheit austreten.

smpmember
19. Oktober 2009 11:39

Ich frage mich nur, was die Initiatoren sich davon versprechen, wenn ich jetzt da hingehe, und ein von mir teuer bezahltes Spiel in die Tonne kloppe. Denken die, ich bin dann “”geheilt”” ? Schon komisch, das ganze. Warum nicht gleich die ganze Konsole reinschmeissen.Oder Waffen oder Jagdscheine oder Tischtennisschläger etc. ….

dmhvader
19. Oktober 2009 10:26

Macht mich traurig, auch wenn sich nur wenige beteiligt haben. Erinnert mich irgendwie an die Bücherverbrennung der Nazis :o(

captain carot
19. Oktober 2009 8:55

Naja, irgendwo ein gebrauchtes Killzone für PS2 autreiben um evtl. ein Trikot zu gewinnen, für Fußballfans sicher interessant.Da hätte ich sogar mit z50 Leuten gerechnet.^^