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17. Januar 2016 um 9:35 #1011878
captain carotTeilnehmerDie Paleodiät als Universalrezept halte ich für Schwachsinn.
Die ist auch aus wissenschaftlichem Standpunkt nicht steinzeitlich. Hülsenfrüchte wurden z.B. schon immer gegessen, falls verfügbar. Steinzeitlich, besser altsteinzeitlich, ist bestenfalls der Verzicht auf Getreide. Der sollte Menschen mit Zöliakie entgegen kommen, weil die kein Gluten vertragen. Allerdings gibt es auch glutenfreie Getreide.
Davon ab haben Veganismus/Vegetarismus und ‘Steinzeitdiät’ beide einen wichtigen gemeinsamen Nenner, macht man es richtig. Nämlich viel Obst und Gemüse.Alleine wenn ich aber schon lese: kein Zucker…
Obst enthält i.d.R. einiges an Zucker. Kohlehydrate sind sowieso genug in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Knackpunkt ist die Art der Kohlehydrate. Und die Tatsache, dass wir aktuell sehr schnell viel zu viel Kohlehydrate reinschaufeln.
Die Pauschalaussage mit Beerenfrüchten…Die Paläodiät wird beim ein oder anderen funktionieren. Als Buchhändler der den ganzen Schrott mal in Papierform verkauft hat, wenn etwas gerade im Trend ist wird mit dem ganzen Kram schon alleine in Printform massig Kohle gemacht. Wenn ein Trend ausgebrannt ist kommt der nächste um die Ecke. Paleo jetzt hat so einige Parallelen zu low carb vor einigen Jahren. Davor waren es u.a. low fat und ‘Tierprodukte sind böse’.
In zwei, drei Jahren wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Das ist Fakt.
Meine Oma hätte gesagt, alles in Maßen, aber vergiss dein Gemüse nicht.17. Januar 2016 um 9:38 #1011879
ChrisKongTeilnehmerretrofreak wrote:Guten Morgen, erst mal lecker Frühstück

Jeder isst, was er am liebsten mag.
Was mich interessieren würde: Von heute auf morgen kein Fleisch zu essen, wie lange braucht der Körper um sich umzustellen?
Nimmt man dabei Gewicht ab? Wie steht ihr zur Paleodiät (Steinzeiternährung), die ja das komplette Gegenteil von vegan ist?
Die Paleodiät ist ja nicht das komplette Gegenteil, sondern einfach wieder ein anderer Ansatz. Dabei werden ja keine verarbeiteten Produkte konsumiert, wenn man so will. Besonders der Verzicht auf Getreideprodukte dürfte da ins Gewicht fallen.
Ich hatte mal ein Interview von einem Typen gelesen, ein Fitnesstrainer, der Profis trainiert, der konsumiert beispielweise keine Getreideprodukte. Der sah auch topfit aus. Also kein Thema, dass der sich falsch ernähren würde.
Aber will ich ohne Brot leben?
Nein.
Soll Hähnchenfleisch und Fisch das einzige sein, was in den Kochtopf wandert?
Nein.
Also Arschlecken.
Aber eigentlich ist die Diskussion schon durch, würd ich sagen. Sonst kommen noch makrobiotische Ernährung, Ayurveda usw. als Thema aufn Tisch.
Solche Unterforen findet man sicher zur Genüge bei Vogue, Elle, und wie sie alle heissen.
17. Januar 2016 um 9:42 #1011880
retroTeilnehmerNun, auch mit der Blutgruppendiät versuchte ich mich auszuheilen.
Viele Punkte dieser durch Blutuntersuchung nachgewiesenen Unverträglichkeiten deckten sich auch mit dem, das mir von Homöopathen und Energetikern gesagt wurde. U.a. kein Rindfleisch, keine Kuhmilch, kein Paprika und Spargel, kein scharfes Zeugs, kein Lachs oder Garnelen.
Durch die Umstellung auf weißes Fleisch und Schaf-o. Ziegenmilch (kein Soja!) sowie der Verzicht auf Scharfes ging es mit auch tatsächlich besser.
Das Buch kennst du schon, Carot, oder?17. Januar 2016 um 9:51 #1011881
captain carotTeilnehmerNur mal zum Thema ‘sah topfit aus’:
Letztes Jahr war ein Familienmitglied im Krankenhaus. Präzise Uniklinik. In der Abteilung lag auch ein Anfang Vierziger. Zwei Monate vorher fir wie ein Turnschuh. Kein Alkohol, Nichtraucher, gesunder Erährung, mit dem Fahrrad zur Arbeit, immer brav trainiert, Herzinfarkt.
Gibt nie eine Garantie für irgendwas. Man kann halt nur nen Punkt finden, an dem man sich gut und fit fühlt.17. Januar 2016 um 11:05 #1011882
D00M82Teilnehmerretrofreak wrote:Jeder isst, was er am liebsten mag.
Genau über den Satz rege ich mich zb mit am meisten auf.
Weil er moralisch einfach so falsch ist.17. Januar 2016 um 11:20 #1011883
retroTeilnehmerKlar, du militanter Moralkeulenschwinger
17. Januar 2016 um 11:21 #1011884
SpacemoonkeyTeilnehmerman kann und muss nicht alles richtig machen aber was mir bei mir aufgefallen ist dass ich einige dieser ungesunden “leckeren” dinge nach längerer pause überhaupt nicht mehr vermisse. wenn ich irgendwo fleisch oder süßigkeiten angeboten bekomme esse ich sie und find sie oft auch lecker. aber eben nie so sehr als dass ich mir das zeug auch kaufen müsste. ich mag schokolade und chips aber weiß zb nicht mehr wann ich zuletzt sowas gekauft hätte. essen ist nunmal ein heftiges gewohnheitsding. hat schon fast etwas von sucht. leute die viel brot essen sind ohne zb auch schwer zu sättigen auch wenn sie ganz viel anderes zeug essen. nach 2 wochen ohne brot ist das aber meistens nicht mehr so
17. Januar 2016 um 11:42 #1011885
D00M82TeilnehmerRetrofreak:
Keine Sorge, ich diskutiere nicht mit dir. Ich hab ja an anderen Stellen schon oft gesehen, dass du dazu nicht wirklich in der Lage bist.
Ich will ja auch nicht, dass du dich wieder abmeldest, ne?17. Januar 2016 um 11:43 #1011886
captain carotTeilnehmerD00M82 wrote:retrofreak schrieb:Jeder isst, was er am liebsten mag.
Genau über den Satz rege ich mich zb mit am meisten auf.
Weil er moralisch einfach so falsch ist.
Fährst du Auto? Weißt du, wie viele Insekten du damit killst? Oder nachts auch mal unfreiwillig verspeist?
Die Probleme, die deine Getränkedosen erzeugen sind dir bewusst? Hattest du nicht so ne komische Insektengrillerlampe?
Noch mal, die moderne Tierhaltung hat nach wie vor eklatante Mängel. Und das nicht nur für die Tiere. Das kann man aber als Fleischfresser, wenn man sich denn Gedanken machen will, auch anders angehen bzw. komplett umgehen.
Dann wird plötzlich auch andersrum ein Schuh draus. Ich kann einem Schwein bis zu seinem Ableben und Verspeisung auch ein schweinisch gutes Leben machen. Zweck des Schweins sind dann eben Nahrung und Rohstofflieferant.
Die interessante Frage ist, wo man seine völlig willkürliche Grenze zieht.Du kannst z.B. Fleisch haben, das ethisch weit weniger verwerflich ist als so manches Grünzeug. Weil das Grünzeug schlicht unter sehr zweifelhaften Bedingungen produziert wurde.
@Retrofreak: Du bist auf deine Weise genauso militant. Das ist das Problem mit euch. Dummerweise kenn ich, berufsbedingt, sehr viel. Die ‘Blutgruppendiät’ ist gar nicht neu. Tut mir leid, dir das zu sagen, aber wissenschaftlich ist da auch vieles nicht haltbar.
Es gibt aber, abgesehen von Unverträglichkeiten im Einzelfall, etwa Laktose oder Gluten, zwei ganz wichtige Eckpunkte, egal ob Veggie, Paleo, Blutgruppe. Der eine ist, dass man in vielen Fällen dank des gar nicht so doofen Diätplanes, der soll ja funktionieren und sich verkaufen, plötzlich mit ausgewogenerer Ernährung dasteht als das vorher oft der Fall ist.
Das andere ist Psychologie. Der Faktor ist sehr wichtig.
Ich kenne da auch jemanden. Der war Anfang Neunziger von normal über Vegetarier und Veganer bis zu fruganer Ernährung gekommen. Damit fühlte er sich erstmal immer besser. Nach einem Jahr führte der Fruganismus aber allmählich zu Mangelerscheinungen. Nach zwei Jahren zu ernsthaften Problemen.
Die betreffende Person ernährt sich seit jetzt ca. 15 Jahren wieder vegetarisch, eben mit viel Obst und Gemüse, langkettigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, viel Bewegung an der frischen Luft etc. und ist mit ihren über 60 Jahren auch gut dabei.
Definitiv weit besser als die Currywurst un Pommes Fraktion.Für mich ein ganz prima Fallbeispiel, wie wichtig der Kopf auch bei Mangelernährung (frugane Phase) ist um sich gut zu fühlen. Aber auch, wie sich ein beliebiger ausgewogener Diätplan nach vorher unausgewogene Ernährung auswirkt.
Vom Ernährungsstandpunkt bin ich damit auch durch.17. Januar 2016 um 11:43 #1011887
LagannTeilnehmerEs gibt Gerüchte, dass Hülsenfrüchte
in Mengen genommen nicht gut bekommen.
Das macht ja nichts, ich finde das fein,
warum soll man nicht auch mal ein Blähboy sein.17. Januar 2016 um 11:45 #1011888
UllusTeilnehmerD00M82 wrote:retrofreak schrieb:Jeder isst, was er am liebsten mag.
Genau über den Satz rege ich mich zb mit am meisten auf.
Weil er moralisch einfach so falsch ist.
@ Retro: Und jeder kann auch auch aus eigenem Willen selbst entscheiden, was er macht und seinem Körper zumutet, Zumindest das konnten wir mal größtenteils festhalten, bin da ganz deiner Meinung !
17. Januar 2016 um 11:50 #1011889
retroTeilnehmerJa, aber DOOM nicht. Er stellt sich über uns und glaubt, er hat die Erleuchtung gefunden.
Das hasse ich an ihm.17. Januar 2016 um 11:56 #1011890
retroTeilnehmerAmen! XDDD
17. Januar 2016 um 11:56 #1011891Anonym
Gastretrofreak wrote:Ja, aber DOOM nicht. Er stellt sich über uns und glaubt, er hat die Erleuchtung gefunden.
Das hasse ich an ihm.
Genau DAS habe ich gestern angesprochen!
Dem ist eben nicht so!
Wir wollen nur nicht mit zu sehen wie ihr einfach diesen wunderschönen Planeten zerstört und versuchen euch deshalb lediglich zu einem Umdenken zu bewegen.
Aber ihr wollt es einfach nicht verstehen das ihr alle an der Zerstörung beteiligt seit wenn ihr weiterhin euren rücksichtslosen und egoistischen Lebensstil auslebt!17. Januar 2016 um 12:00 #1011892
LagannTeilnehmercaptain carot wrote:Lagann wrote:Woher wissen wir, dass Pflnzen nicht leiden, wenn wir sie töten?Pflanzen ‘kommunizieren’ und reagieren. Der Punkt ist mittlerweile nachgewiesen. Die berechtigte Frage ist, ob man das mit menschlichem Verhalten gleichsetzen kann oder auch ‘nur’ allgemein tierischem.
Nochmal mein Gedankengang von gestern bevor dichtgemacht wurde.
Ich erinner mich an ein Experiment, wo einer Pflanzenart Schmerzen zugefügt wurden und diese dann mittels Botenstoffen ihre Artgenossen gewarnt hat.
Ob das jetzt als Leid zu klassifizieren ist, ist die Frage.
Die Frage stellt sich aber auch bei einigen Tierarten.
Wie sieht das bei Insekten aus oder Schwämmen?
Und was ist mit Pilzen?
Keiner redet hier über Pilze.Ich bin übrigens der Meinung, wr sollten in Deutschland viel mehr Insekten essen.
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