Tod – Wie geht ihr damit um?

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    Anonym
    Inaktiv

    Ich bin jetzt 23 Jahre alt und lebe seit ca. 4 Jahren auch in einer eigenen Wohnung. Vor ca. einem Jahr, fing ich auf einmal an, mir ganz intensiv Gedanken über ein Thema zu machen. Und das ist der Tod.

    Ich habe keine Ahnung mehr, wie genau das anfing, aber plötzlich wurde mir einiges erst richtig “bewusst”.
    Vorallem 2 Gedanken können mich seitdem richtig verrückt machen..

    Einmal, dass ich tatsächlich irgendwann sterben werde, das es wirklich passieren wird, egal was ich tue. Irgendwann werde ich nie wieder aufwachen, alles ist weg, ich bin weg. Für immer…. Nie wieder zocken ;D…..
    Wenn ich manchmal wieder so ne Phase habe, liege ich z.b im Bett und ich steigere mich so sehr in den Gedanken hinein, dass ich schon ein komisches Gefühl im Bauch bekomme. Ich kann nicht wirklich für mich feststellen, ob es nun irgend eine Art von Faszination ist, angst oder eben einfach der Moment ist, bei dem ich versuche mich damit abzufinden, dass es so irgendwann sein wird und ich es akzeptieren muss. Vielleicht habe ich unterbewusst auch das Gefühl, das ich es eben nicht einfach so akzeptieren kann. Vielleicht bin ich ja noch einfach zu jung und es ändert sich mit dem Alter?
    Klar, schon als Kind “weiss” man, das man irgendwann sterben wird, aber eben erst jetzt in meinem Alter, ist es mir richtig “bewusst” geworden. Es ist schwer zu erklären, aber vielleicht wisst ihr ja was ich meine.

    Wie sieht es mich euch aus? Habt ihr euch auch mal so intensiv darüber Gedanken gemacht? Einige sind hier ja schon etwas älter. Hab ihr euch damit einfach abgefunden und es “akzeptiert”? Wie geht ihr damit um? Wenn ihr ähnliche Phasen hattet, haben sich diese Gedanken verändert oder sind verschwunden?

    Die 2te Sache ist, dass mir eben auch richtig bewusst wurde, dass meine Eltern irgendwann sterben werden. Irgendwann kommt tatsächlich der Tag, an dem ich es erleben werde. Kein Weg führt daran vorbei. Wenn ich mir dann vorstelle, wie dieser Tag kommt… Und dann die Gedanken daran, dass ich dann tatsächlich nie wieder etwas mit ihnen unternehmen kann und auch nie wieder mit ihnen reden kann, puh da wird mir auch ganz schön komisch. Wenn ich mir dann noch vorstelle, das es passiert ist und ich danach daran denke, wie alles vorher war und das es nie wieder gehen wird, wirds noch extremer.
    Manchmal wenn ich meine Eltern sehe, gucke ich auch z.b auf die Hände oder eben nach veränderungen durch das Alter (Falten und co.) Dann denke ich noch daran, dass sie krank werden könnten (Schlaganfälle, Krebs und was es nicht alles gibt) und mache mir dann natürlich sorgen.

    Wie geht ihr damit um? Habt ihr schon eure Eltern verloren, oder eben einen Teil? Wie hat sich dadurch euer Leben verändert?

    Ich bin sehr an euren Beiträgen interessiert. Eure eigenen Ansichten, meinungen und Erfahrungen mit dem Thema.
    Vielleicht ändern sich dadurch ja auch meine Ansichten dazu und die Art und Weise, wie ich damit umgehen kann.

    Ich hoffe mein Text ist nicht zu konfus geschrieben, aber bei dem Thema gehts halt ab in meinem Gehirn und es ist schwer darüber dann zu schreiben ; )

    Und nein, ich bin nicht depressiv ; ) Ich bin recht Happy mit meinem Leben und habe auch keine größeren Probleme. Keine Selbstmordgedanken oder sonstiges. Nur damit es keine Missverständnisse gibt : )
    Ich habe einfach eine Phase, in der mich dieses Thema sehr beschäftigt. Das hat doch sicher jeder mal in seinem Leben oder?

    Also haut in die Tasten, teilt eure Ansichten und Erfahrungen oder lasst den Philosophen raushängen. Alles ist wilkommen!

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